Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

10’000 Bäume für die Aufforstung

Helvetia unterstützt Schutzwaldprojekt an der Rigi

Das vierte Schutzwaldprojekt kommt den Bannwäldern in den schwyzerischen Rigigemeinden zu gut. Rund 10’000 von Helvetia finanzierte Bäume sollen helfen, den Boden zu stabilisieren und so Unwetterschäden zu verhindern.

Der 8. August 2009, ein Samstag, bleibt vielen Küssnachterinnen und Küssnachtern in unguter Erinnerung. Um elf Uhr morgens ergoss sich ein Wolkenbruch über den Bezirk. «Innert kurzer Zeit standen in den Ortschaften Merlischachen, Küssnacht und Immensee Unterführungen, Einstellhallen, Keller, Tiefgaragen und Wohnungen unter Wasser», meldete die Schwyzer Kantonspolizei. Auch vermeintlich harmlose Bächlein und Bäche brachen aus ihrem Bett aus und brachen Schutt und Schlamm vom Berg ins Tal. Schlimm traf es die Garage Tobler an der Zugerstrasse beim Luterbach. Der Gisibach überschwemmte den Betrieb und hinterliess einen Schaden von 2,5 Millionen Franken.

An dieses «Schadenereignis» erinnerte Sigi Weber bei der Präsentation des Helvetia Schutzwaldprojekts auf der Seebodenalp. Weber ist der auch für den Bezirk Küssnacht zuständige Revierförster im Kanton Schwyz. Mit der Überschwemmung vom August 09 in Küssnacht und weiteren «Ereignissen» auch aus der jüngsten Regenperiode illustrierte Sigi Weber die Bedeutung des Schutzwaldes an der Rigi. Die 10’000 «Helvetia-Bäume» werden an kritischen Stellen vorab an der Nordflanke und im Bezirk Gersau in bestehende Aufforstungsprojekte gepflanzt. Dem Aufforstungsprojekt im Bannwald von Küssnacht kommen 800 von der Versicherungsgesellschaft finanzierte Fichten und Lärchen zu gut.

Schumacher Grob Weber
Einig über die Bedeutung des Schutzwaldes: Heinz Schumacher (links), Philipp Gmür und Revierförster Sigi Weber.

 

«Die letzten Unwetter dieses Frühjahrs zeigten eindrücklich die Bedeutung des Schutzwaldes», erklärte Heinz Schumacher, Generalagent der Helvetia Versicherungen für die Region Zug-Schwyz-Uri. In dieser Versicherungsregion gehören Naturgefahren fast zum Alltag. Schumacher machte auch den Zusammenhang zwischen Schutzwald und Versicherung klar: «Ein intakter Schutzwald verhindert Schäden an Liegenschaften und Verkehrsverbindungen.» Wie wichtig im Bereich Naturgefahren die Prävention auch für die unterliegenden Gemeinden ist, weiss Schumacher aus seinem politischen Engagement – er ist Gemeindepräsident von Root.

Für Philipp Gmür, CEO der Helvetia Schweiz, ist das Schutzwaldprojekt eine Investition in nachhaltige Schadensprävention. «Der Schutzwald wächst in 20 Jahren heran, und danach schützt er die Menschen, ihre Siedlungen und ihre Infrastruktur für 200 Jahre», erklärte er. Und Theo Weber, Leiter des Amtes für Wald und Naturgefahren im Kanton Schwyz ist das Helvetia-Engagement ein doppelt sinnvolles: «Es trägt nicht nur zur finanziellen Entlastung des Waldbesitzers bei, sondern fördert auch das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes in der Öffentlichkeit.»

 

Schutzwaldprojekt
Das Helvetia-Schutzwaldprojekt wurde vor vier Jahren lanciert. Es werden jeweils 10000 Bäume für Neupflanzungen und Aufforstungen finanziert. Bis jetzt kamen kantonale Forstprojekte in St. Moritz, im Berner Oberland, in Visp und heuer Schwyzer Projekte an der Rigi in den Genuss der Aktion. Mitmachen am Schutzwaldprojekt können auch Private. Helvetia lanciert Patenschaften für je zehn Franken pro Baum. www.helvetia.ch/schutzwald