Rigi Anzeiger
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1480 Kilometer dazwischen

Risch und Amaroni feierten eine herzliche 10-jährige Partnerschaft

Einem Volksfest gleich kam die Feier der 10-jährigen Partnerschaft der Gemeinden Risch und Amaroni. Geburtshelferin dieser Partnerschaft war die damalige Gemeindepräsidentin Maria Wyss, die einst ihre Ratskollegen auf eine viertägige Reise mit unbekanntem Ziel lockte.

Ein Theaterstück mit dem Titel «Migration» liess die Entstehung der Partnerschaft zwischen der Zuger Gemeinde Risch und dem im Süden Italiens gelegenen Amaroni während den Jubiläumsfeierlichkeiten wieder aufleben. So hatte Risch einige Gastarbeiter aus Amarone. Im Januar 2003 warf Salvatore Olivadoti vom Restaurant Camaro im Gespräch mit der damaligen Gemeindepräsidentin Maria Wyss die Idee einer Partnerschaft von Amarone mit Risch auf. Wyss war sofort angetan. Doch wie sollte sie ihre Ratskollegen davon überzeugen? Die alljährliche Gemeinderatsreise, bei der das Reiseziel geheim gehalten wurde, gab ihr die Antwort. Sie musste sie allerdings von zwei auf vier Tage verlängern. «In Amarone angekommen, waren die Gemeinderäte überrascht, dass sie hier Menschen antrafen, die einmal in Risch arbeiteten», erzählte Maria Wyss. Beiläufig meinte sie noch: «Von der Herzlichkeit dieser Menschen können wir viel lernen.»

Wie eine zweite Heimat

Kathrin Wyss und Maria-Grazia Caruso-Conte beherrschten die Kunst, zwischen Mundart und italienischer Sprache zu kommunizieren, zu vermitteln und zu übersetzen, so dass sich niemand aus der Schweiz oder Italien von den Feierlichkeiten ausgeschlossen fühlte. Zur Freude der festlichen Schar luden sie Risch’s Gemeindepräsidenten Peter Hausherr, den Sindaco von Amaroni, Arturo Bovi, Zugs Landammann Beat Villiger und Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard zu einem Tänzchen ein. Erstere bekundete in seinen Grussworten: «Amaroni ist wie eine zweite Heimat für mich. Es gibt hier auch einige Menschen, die deutsch sprechen.» «Wir haben uns mit Händen und Füssen verständigt, wenn wir keine Jugendlichen antrafen, die deutsch sprachen», erzählten Kübra Eker, Dario Contreras und Remo Kern, die mit der 3. Realschule Rotkreuz im Klassenlager in Amarone weilten: Ferner offenbarten sie auch: «Die Mentalität überraschte uns. Die Menschen hier sind sehr freundlich und haben viel Herz.»

Ein Geschenk und andere Gesten

Arturo Bovi betonte, dass die Partnerschaft zwischen Risch und Rotkreuz emotional und leidenschaftlich geprägt sei. Alsbald sah er sich einem Wegweiser mit der Aufschrift «Amaroni – 1480 km» gegenüben, den ihm die Gemeinde Risch schenkte. 1480 Kilometer werden Anfang Oktober jene über 100 Rischer zurücklegen, wenn sie zum Partnerschaftsfest in Amaroni reisen. Der Landammann Beat Villiger schwärmte geradezu in seiner Rede von den Vorzügen Italiens. Während des Apéros bewies er sich im Gespräch mit ein paar Worten in Italienisch. Gross war das Interesse an der Fotoausstellung auf dem Festplatz, die Ereignisse wie die Gründung und Generalversammlungen der Partnerschaft Risch-Amaroni reflektierten. Kinder beider Gemeinden zog es vielmehr zu Pinsel und Farbe. Gemeinsam malten sie je ein Bild für Risch und Amaroni zur Erinnerung an ein herzliches Jubiläumsfest.

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Ein Tänzchen zum Jubiläum (v.l): Kathrin Wyss, Beat Villiger, Maria-Grazia Caruso-Conte, Peter Hausheer, Arturo Bovi und Manuela Weichelt.

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Kinder aus beiden Gemeinden malten ein Werk.

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Über den Wegweiser freute sich Arturo Bova.

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Maria Wyss war an der Geburt der Partnerschaft beteiligt.

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Die Fotoausstellung auf dem Festplatz interessierte.