Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

158 km/h Wind-Spitzenwert auf dem Pilatus

Region: Nicht nur an der Fasnacht in der ganzen Zentralschweiz ging es stürmisch zu, sondern auch in den Luftmassen darüber. Von den Alpen bis hinauf nach Schweden wurde ganz Europa vom Sturmtief Susanna überrascht.

In Küssnacht stürzte eine Tanne um und beschädigte vier Autos.

In Küssnacht stürzte eine Tanne um und beschädigte vier Autos.

red. Das Sturmtief «Susanna» brauste am Dienstag mit orkanstarken Böen über die Schweiz. Besonders heftig wütete der Sturm im Jura. In Delémont wurden 124 km/h gemessen, auf dem Chasseral (BE) 151 km/h. Die Spitzenböe wurde aber auf dem Pilatus mit 158 km/h registriert. Der Sturm erreichte am Abend seinen Höhepunkt, als die Kaltfront von Frankreich her über die Schweiz raste. Sie brachte nicht nur heftige Böen, sondern auch vielerorts starke Gewitter. Darunter zu leiden hatten in Luzern vor allem die Aktiven und Besucher des Monstorcorsos, der ausgerechnet in der Zeit der stärksten Winde und Regenschauern statt fand. Aber Fasnächtler sind hart im nehmen. Der Umzug fand trotzdem statt, vor erstaunlich vielen Zuschauern. Die starken Winde haben in der Nacht auf Mittwoch die Einsatzkräfte im ganzen Kanton auf Trab gehalten. Das Sturmtief brachte auch einen Kälteeinbruch. Die Temperaturen sanken in gewissen Regionen innerhalb von wenigen Stunden um mehr als zehn Grad.

Schäden in der Zentralschweiz
Am Dienstagabend bis Mitternacht wurden der Luzerner Polizei Sachschäden und entwurzelte Bäume gemeldet. An mehreren Orten mussten Feuerwehren aufgeboten werden, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Verletzte Personen gab es keine. Am Dienstagabend wurden zwischen 18.30 und 24 Uhr der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei mehrere Sachschäden und Hindernisse durch entwurzelte Bäume gemeldet. Die Meldungen sind vom ganzen Kantonsgebiet eingegangen. Insgesamt mussten acht Feuerwehren aufgeboten werden, um entwurzelte Bäume wegzuräumen, welche auf Strassen gefallen sind. In Grosswangen wurde an einem Wohnhaus das Dach teilweise abgedeckt. Verletzte Personen wurden keine gemeldet. Die Schadenhöhe ist zurzeit noch nicht abschätzbar. Auch in Küssnacht gingen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz ein Dutzend Meldungen ein, die mehrheitlich umgestürzte Bäume und verschobene verkehrsbehindernde Baustellen-Abschrankungen und -signale betrafen. Die Stützpunktfeuerwehr Küssnacht musste an die Bahnhofstrasse in Küssnacht ausrücken, weil eine Tanne auf vier parkierte Autos gestürzt war. Verletzt wurde bei allen Vorfällen niemand.

Viele Blitze und heftiger Regen
Für das den Sturm begleitende Wintergewitter gab es erstaunlich viele Blitzeinschläge. In der ganzen Schweiz wurden gut 1000 Blitze registriert. Zählt man das angrenzende Ausland dazu, gingen gar gut 1700 Blitze nieder. In vielen Regionen der Zentralschweiz erreichten die Windböen Spitzenwerte von über 100 km/h. Die starken Winde hielten Polizei und Feuerwehren schon seit Montag auf Trab. Mit dem Tief «Susanna» kamen im Verlaufe des Dienstags und in der Nacht auf Mittwoch erneut stürmische Winde auf. Die Solothurner Fasnacht fand deshalb ohne Wagen statt und in Schwyz wurde das Feuerwerk abgesagt. In Arosa wütete der Sturm derart stark, dass die Sessellifte ordentlich ins Wanken gerieten und die Sesseli rund um das Tragseil rotierten. Bei der Kantonspolizei Bern gingen rund 30 Meldungen wegen des Sturms ein. In Lyssach wurde am Montagabend ein Chauffeur verletzt. Sein Lieferwagen war frontal mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Bereits am Montagmittag war ein Autofahrer im Simmental verletzt worden. Ein Baum war auf seinen Wagen gestürzt. Die Feuerwehren und die Polizei standen auch in den beiden Basel im Einsatz. In Basel-Stadt fiel unter anderem eine Glasscheibe von einem Gebäude und beschädigte ein parkiertes Auto. Zudem wurden drei Bauabschrankungen, zwei WC-Häuschen und eine mobile Baustellenampel umgeweht. Über verletze Personen war in beiden Basel zunächst nichts bekannt. Im Kanton Jura und im Berner Jura waren 6300 Haushalte am Nachmittag vorübergehend ohne Strom. Ursache für die Unterbrüche waren umgestürzte Bäume, die auf Leitungen gefallen waren. Auf dem Neuenburger Chasseral wurden Windstärken bis zu 150 km/h gemessen. Nach Zahlen von «Meteo News» waren die Windböen auch in tiefen Lagen heftig. In Delsberg wurde eine Orkanböe von 124 km/h, in Schaffhausen 120 km/h und in Aesch BL 115 km/h registriert. In Zürich mussten die Rettungsdienste vierzig Mal ausrücken, in Basel 16 Mal.

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