Rigi Anzeiger
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160 Haselnusssträucher leuchten

Küssnacht hat endlich eine Weihnachtsbeleuchtung

Vor sechs Jahren wies die Bezirksgemeinde einen Kredit zur Beschaffung einer Weihnachtsbeleuchtung infolge Lagerproblemen ab. Dank Initiant Daniel Windlin vom Gasthaus Adler und über 30 SchülerInnen erstrahlt Küssnacht jetzt in einem Lichtermeer.

Kugeln mit einem Durchmesser von 65 Zentimeter bis 1,1 Meter hätten einst in den drei Gemeinden des Bezirkes Küssnacht angeschafft werden sollen. Die mehrfache Ausführung dieser Kugeln, die eine Rippenkonstruktion aus Leichtmetall mit weiss glänzender Beschichtung und Lichtpunkten darstellten, bedurften allerdings eines grossen Lagerraumes. Also wurde das Geschäft an der Bezirksgemeinde 2006 zurückgewiesen. Die Prototypen der Kugeln leuchten seither beim Modehaus Marcon während der Adventszeit.

Eigentlich wollte der Küssnachter Bezirksrat mit einer Weihnachtsbeleuchtung bis 2020, wenn die Umfahrung und die Dorfgestaltung realisiert sind, warten. Damit fand sich der Verein Marktplatz nicht ab. Deren Mitglied und Wirt des Gasthauses Adler, Daniel Windlin griff die Idee der Weihnachtsbäume, wie sie der verstorbene Künstler Peter Hofmann vor 20 Jahren unter die Küssnachter brachte, auf. «Das Projekt war schnell zu Papier gebracht und im Oktober ging es an die Ausführung», erzählte Bezirksrat Josef Heinzer. Oberförster Sigi Weber schlug Haselnusssträucher vor.

Die Schülerinnen und Schüler packten auch beim Abtransport der Bäumchen mit an.

Bäume mehrere Jahre nutzen

31 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule 2a und 2b wurden für das neue Projekt Weihnachtsbeleuchtung involviert. Sie entlaubten die Bäumchen. Anschliessend wurden sie im Malergeschäft B. Bachmann mit weisser Farbe bespritzt, bevor sie von den Schülern mit den Lichtern bestückt wurden. «Wir mussten jede Lichterkette zuerst testen, bevor wir sie an die Bäumchen hängten», verriet Filipa Ozevedo. «Dabei mussten wir schauen, dass die 16 Meter gut verteilt sind», ergänzte ihre Schulkollegin Fabienne Zurbriggen. Lob erhielten sie und ihre Klassenkameraden von Lehrer Erwin Kost. Als ausserordentlich gelungen bezeichnete Josef Heinzer das Projekt. Er und Daniel Windlin baten zugleich die Schülerinnen und Schüler zu den Bäumchen Sorge zu tragen, damit sie auch noch in zwei oder drei Jahren Küssnacht erfreuen können. In einer beispiellosen Aktion packten die Schülerinn und Schüler noch einmal an, als die Bäumchen ins Dorf durch Hanspeter Eiholzer vom Werkhof transportiert wurden. Für das Abladen erhielt er ebenfalls freiwillige Hilfe.