Rigi Anzeiger
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2. Wahlgang: Es bleibt spannend

Adligenswil/Ebikon: Der zweite Wahlkampf für die restlichen Gemeinderatssitze ist eröffnet. Die Parteien, die keine Kandidaten mehr ins Rennen schicken, haben sich nun für die Unterstützung anderer entschieden.


cek. Der bisherige Gemeindepräsident Daniel Gasser und Bildungsvorsteher Rudolf Kaufmann haben die Hürde für die Legislaturperiode 2016–20 geschafft. Auch Susanne Troesch-Portmann, die für die CVP als Kandidatin angetreten ist und neue Gemeinderätin wird. Verbleiben noch zwei Gemeinderatssitze in Ebikon. Für diese kandidieren der bisherige, parteilose Gemeinderat Andreas Michel, die SP-Kandidatin Melanie Landolt (neu) und der für die IG Gewerbe Rontal kandidierende Hans Peter Bienz (neu). Von diesen dreien erzielte im ersten Wahlgang Andreas Michel mit 1383 Stimmen das beste Resultat, gefolgt von Bienz mit 1344 Stimmen. Landolts Resultat lag bei 3044 Stimmen. Gewiss ist, dass die FDP im zweiten Wahlgang Andreas Michel unterstützt. Die CVP empfiehlt sowohl ihn wie auch Hanspeter Bienz, wird jedoch nicht mehr mit einer eigenen Liste auftreten. Bienz erhält auch Unterstützung von der örtlichen SVP mit der Begründung: «Die Anliegen des Gemeinderatskandidaten der IG Gewerbe Rontal sind in vielen Bereichen deckungsgleich wie jene unserer Partei.» Ortsparteipräsident Stefan Bühler nennt als Beispiele Förderung und Schutz des Gewerbes, Mobilität, Verkehr, haushälterischer Umgang mit den Finanzen, Abbau von Bürokratie, gegen grenzenlose Einwanderung, höhere Steuern und Gebühren. Die SVP Ebikon glaubt zudem, dass Hans Peter Bienz für das Amt als Gemeinderat über die nötigen Führungsf.higkeiten und Durchsetzungskraft verfügt und vertraut drauf, dass er eine konsequent bürgerliche Politik verfolgen werde.

Treten für die noch zwei freien Gemeinderatssitze in Ebikon an (v.l.): Andreas Michel, Hans Peter Bienz und Melanie Landolt.

Treten für die noch zwei freien Gemeinderatssitze in Ebikon an (v.l.):
Andreas Michel, Hans Peter Bienz und Melanie Landolt.

Nachfolgerin des Bauvorstehers

Die FDP unterstützt zwar Andreas Michel, hält ausserdem Hans Peter Bienz wie Melanie Landolt für wählbar. Gerade die Kenntnisse und Erfahrungen als Architektin prädestinieren Landolt zur Nachfolgerin des Bauvorstehers Peter Schärli. Dieser Ansicht sind die Grünliberalen. Sie sind überzeugt, dass sie die künftigen Herausforderungen hinsichtlich Raumplanung, Bau und Verkehr meistert. Landolt wird auch von den Grünen als Gemeinderätin empfohlen. Darüber hinaus geniesst sie einen nicht zu unterschätzenden Support aus weiten Kreisen der Bevölkerung.

Vier Kandidaten in Adligenswil

In Adligenswil haben die bisherige Gemeindepräsidentin Ursi Burkart-Merz und Sozialvorsteher Pascal Ludin die Wiederwahl geschafft. Für den zweiten Wahlgang respektive für die drei noch freien Sitze treten Felicitas Marbach-Lang (CVP), Peter Stutz (FDP), Ferdinand Huber (SVP, bisher) und Manuela Handermann- Farner (GLP) an. Einerseits ist hier klar, für wen die einzelnen Parteien einstehen. Offen bleibt, wen die SP im zweiten Wahlgang unterstützt. Das wird sie nach ihrer Parteiversammlung vom 12. Mai bekannt geben. Seitens der Grünen traf bis Redaktionsschluss keine Antwort ein. Spannend in Adligenswil ist jedoch, dass die Bevölkerung aus sechs Listen wählen kann. Nebst den Parteien hat sich eine Gemeinschaft «Adligenswil schaut nach vorne» sowie das Komitee «Kompetenter Gemeinderat» formiert. Erstere unterstützen die GLP- und CVP-Kandidaturen, das Komitee Ferdinand Huber, Felicitas Marbach und Peter Stutz.

Kandidieren im zweiten Wahlgang für drei Gemeinderatssitze in Adligenswil: (v.l.): Manuela Handermann, Peter Stutz, Felicitas Marbach und Ferdinand Huber.

Kandidieren im zweiten Wahlgang für drei Gemeinderatssitze in Adligenswil: (v.l.):
Manuela Handermann, Peter Stutz, Felicitas Marbach und Ferdinand Huber.

Kein weiterer Wahlgang in Vitznau

In Vitznau kommt es zu keinem zweiten Wahlgang. Alex Waldis wurde als Gemeindeammann still gewählt, weil keine weitere Kandidatur gemeldet wurde. Dem bisherigen Vitznauer Gemeinderat fehlten am 1. Mai nur 5 Stimmen.

Kommissions-Mitglieder

In Ebikon einigten sich die Parteien für eine stille Wahl der restlichen Kommissions- Mitglieder. Anders sieht es in Adligenswil aus. Hier findet ein zweiter Wahlgang statt. Einzig bei der Wahl des Präsidiums für die Bildungskommission steht die Person fest: Gisela Widmer-Reichlin. Sie wurde bereits im ersten Wahlgang als Mitglied gewählt und für das Präsidium ist keine weitere Kandidatur eingereicht worden.