Rigi Anzeiger
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4 Millionen Franken für Schulhauserweiterung

Udligenswil: An der aussererordentlichen Gemeindeversammlung vom vergangenen Montag wurde diskussionslos dem Sonderkredit zur Erweiterung des Schulhauses Bühlmatt zugestimmt. Zu Debatten Anlass gab das Heizkraftwerk Haltikon.

cek. Seit der Einführung des zweijährigen Kindergartens, gibt es kaum eine Gemeinde, die nicht zusätzliche Räume benötigt. Das ist auch in Udligenswil so. Hier kommt dazu, dass die Kindergartenanlage Schürmatt, die 1976 erbaut wurde, erhebliche Mängel aufweist. Nach eingehenden Überlegungen hat sich der Gemeinderat entschieden, diese nicht mehr zu sanieren, sondern dem heutigen Ausbildungskonzept den Vorzug zu geben, dass Kindergärten näher beim Schulbetrieb liegen sollten. So können die Kinder auch Infrastrukturen wie Turnhalle, Bibliothek usw. nutzen. Um den zusätzlichen Raumbedarf sowohl für den zweijährigen Kindergarten und jene des bisherigen im Schürmatt abzudecken, wurde die Erweiterung des Schulhauses Bühlmatt in Betracht gezogen. «Dem Gemeinderat und den Architekten war es wichtig, ein ausgereiftes Projekt mit einem gut erstellten Kostenvoranschlag der Bevölkerung vorstellen zu können», äusserte Bildungsvorsteher Armin Schmidiger an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung. Das Projekt sieht einen Erweiterungs- und Umbau vor, der einen nahtlosen Übergang zur Architektur des jetzigen Bühlmattschulhaus bildet. Entstehen werden zwei Schulzimmer, drei Kindergärten, fünf Gruppenräume, ein Musikschulzimmer und ein Singsaal. Die Hauswartung wird neu organisiert, das heisst entsprechende Gerätschaften und die Abfallentsorgung in einem neuen, zweiteiligen Raum in der Verlängerung des Velounterstandes untergebracht. Den Sonderkredit von 4,035 Millionen Franken für die Erweiterung des Schulhauses Bühlmatt wurde von den anwesenden 180 Stimmberechtigten ohne Fragestellungen gut geheissen.

Dem Erweiterungsbau des Schulhauses Schürmatt stimmten die Udligenswilerinnen und Udligenswiler an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung diskussionslos zu. Bild Gemeinde Udligenswil

Dem Erweiterungsbau des Schulhauses Schürmatt stimmten die Udligenswilerinnen und Udligenswiler an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung diskussionslos zu. Bild Gemeinde Udligenswil

Einsprache Heizkraftwerk Haltikon
Unter dem Traktandum Verschiedenes nahm Gemeindepräsident Thomas Rebsamen gleich vorweg: «Wir haben immer wieder kommuniziert, dass wir nicht gegen das Heizkraftwerk der Agro Energie Rigi sind.» Er stellte dann die wichtigsten Aspekte in den Mittelpunkt, weshalb der Gemeinderat zusammen mit weiteren Einsprechern die vom Verwaltungsgericht abgewiesene Beschwerde an das Bundesgericht weiter gezogen hat: Das Werk sei zu überdimensioniert. Der Waldabstand zu gering. Udligenswils würde zusätzlich mit Verkehr und Immissionen belastet. Zu letzterem zeigte ein Versammlungsteilnehmer auf, dass jene des geplanten Heizkraftwerkes die Immissionswerte (Schadstoffe) der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia überschreiten würden. Ausserdem würde dadurch das in der Nähe liegende Wasserreservoir diesen Immissionen auch ausgesetzt. Dass die Gemeinde Steuergelder zur Aufwendung von Gerichts- und Anwaltskosten verwendet, gefiel wiederum anderen nicht. Vertreter der Agro Energie Rigi AG und der Schilliger Holz AG stellten sich den verschiedenen Fragen. Doch waren nicht alle Versammlungsteilnehmer mit ihren Antworten zufrieden. Fortsetzung folgt …