Rigi Anzeiger
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540 «Vereinzelte» für das Gemeindepräsidium

Adligenswil: Mit sieben Kandidatinnen und Kandidaten stand die Gemeinde Adligenswil vor einer spannenden Ausgangslage zu den Gemeinderatswahlen 2016. Im ersten Wahlgang schafften nur die CVP-Gemeindepräsidentin Ursi Burkart-Merz und SP-Sozialvorsteher Pascal Ludin das absolute Mehr.

jp. Die CVP Adligenswil startete mit zwei Frauen, mit der bisherigen Gemeindepräsidentin Ursi Burkart-Merz und neu mit Felicitas Marbach-Lang unter den Schlagworten Mittendrin. Vernetzt. Kompetent. in die Gemeinderatswahlen 2016. Unter dem Slogan «Kompetenz im Doppelpack» trat die FDP mit Marion Maurer und Peter Stutz zu den Wahlen an. Die SP nominierte ihren bisherigen Gemeinderat und Sozialvorsteher Pascal Ludin für eine weitere Amtsperiode. Die SVP hob Ferdinand Huber, Bildungsvorsteher seit 1. September 2015, auf den Schild. Und die Grünliberalen portierten die Tourismusfachfrau Manuela Handermann für den Gemeinderat. Sieben Kandidierende für den Gemeinderat. Die Auswahl war gegeben. Auch bei der Bestellung der wichtigen Kommissionen, der Controlling-, der Bildungs- und Bürgerrechtskommission zeichnete sich ein Gerangel um Sitze ab.

Bleiben wir beim Gemeinderat. SP-Sozialvorsteher Pascal Ludin schaffte mit 1169 Stimmen das Spitzenresultat. Ursi Burkart-Merz erhielt als Gemeindepräsidentin 761 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 725 Stimmen. 540 «Vereinzelte» wurden als Gemeindepräsidentin oder -präsident aufgeführt. Eine erstaunliche Zahl. Knapp nicht gewählt wurde die CVP-Kandidatin Felicitas Marbach-Lang mit 804 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 831 Stimmen. CVP-Parteipräsident Joseph Durrer ist mit den Wahlergebnissen aber hervorragend zufrieden: «Die CVP-Gemeindepräsidentin wurde im ersten Wahlgang mit einem guten Resultat wiedergewählt. Erstaunt haben uns allerdings die 540 Stimmen, die an ‹Vereinzelte› für das Gemeindepräsidium vergeben worden sind. Offenbar sind die Wählenden ihrer Partei getreu geblieben und haben nur Kandidaten und Kandidatinnen von ihrer Liste sowohl als Gemeinderat wie auch als Gemeindepräsidentin auf den Wahlzettel genommen. Mit 804 Stimmen rangiert unsere Kandidatin Felicitas Marbach-Lang vor dem SVP-Vertreter und Bildungsvorsteher Huber Ferdinand mit 742 Stimmen.»

Von der FDP Adligenswil äusserte sich Co-Präsident Peter Stutz wie folgt zu den Gemeinderatswahlen: «Wir haben als Neue ein relativ gutes Resultat erreicht. Vor allem was meine Person betrifft. Bei Marion Maurer sieht es etwas anders aus. Aufgrund einer Analyse des Wahlresultates hat Marion Maurer bereits entschieden, dass sie nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten wird und meine Kandidatur unterstützt. Unser Ziel bleibt, zwei Gemeinderatssitze zu besetzen.»

SVP-Präsident Ferdinand Huber bedauerte in einem Telefongespräch, dass die Verteidigung des Gemeinderatssitzes nicht auf Anhieb geklappt hat. Die Ortspartei Adligenswil verstehe sich als moderater Partner im Gestalten des Gemeindelebens. Die Partei habe versucht, eine angemessene Vertretung aller Parteien in den verschiedenen Gremien zu erwirken. «Ich war mir bewusst, dass ich bei sieben Bewerbungen für ein Gemeinderatsmandat als Amtsjüngster im Gemeinderat mit einem knappen Resultat rechnen musste, zumal ich mich in der kurzen Amtszeit von neun Monaten noch nicht so recht beweisen konnte», erklärte Bildungsvorsteher Ferdinand Huber. «Deshalb tut es etwas weh, dass die Bestätigung des SVP-Sitzes ausgeblieben ist.» Ob es beim Gemeinderat und wichtigen Kommissionen zu einem zweiten Wahlgang kommt, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Gewählt (von links): Ursi Burkart-Merz, Gemeindepräsidentin; Claire Forster-Dober, Mitglied Bürgerrechtskommission; Alexandra Blättler-Derungs, Mitglied Bildungskommission; sowie startbereit für den zweiten Wahlgang in den Gemeinderat, Felicitas Marbach-Lang.

Gewählt (von links): Ursi Burkart-Merz, Gemeindepräsidentin; Claire Forster-Dober, Mitglied Bürgerrechtskommission; Alexandra Blättler-Derungs, Mitglied Bildungskommission; sowie startbereit für den zweiten Wahlgang in den Gemeinderat, Felicitas Marbach-Lang.