Rigi Anzeiger
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Ab 2015 steigen die Steuern

Buchrain mit erneutem Verlust für 2014

Für 2014 prognostiziert Buchrain einen Verlust von Fr. 1’165’200. Der Steuerfuss soll bei 1,9 Einheiten bleiben. Ab 2015 ist jedoch eine Erhöhung auf 2,0 Einheiten vorgesehen.

«Ich nenne es die Ohnmacht einer Agglomerationsgemeinde: Überdurchschnittliche Bildungs- und Soziallasten sowie eine unterdurchschnittliche Steuerkraft rauben uns den Handlungsspielraum.» So Finanzvorsteher Patrick Bieri zum budgetierten Verlust, der allerdings vollständig durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt werden könne. Dieses betrage Ende 2020 noch rund 5,4 Mio. Franken. Sämtliche Finanzkennzahlen seien in den Planjahren eingehalten.

Es handle sich um eine Kumulation von negativen Ereignissen, die im Finanzhaushalt Spuren hinterlasse. Neue Aufgaben und Ausgaben, verordnet von Kanton und Bund sowie strukturelle Nachteile in Form von hohen Bildungs- und Soziallasten, fallen mit gleichzeitig wirkenden Steuereinbussen zusammen, hält die Gemeinde fest. Gemeinderat und Verwaltung hätten Sparmassnahmen ergriffen, die sich derzeit in Umsetzung befinden. «Die volle Wirkung entfalten diese ab 2014, womit der Verlust 2014 auf der Höhe des budgetierten Verlustes 2013 gehalten werden kann.»

Der Nettoaufwand in der Rubrik Gesundheit steigt um über 162’000 Franken, resp. +15.5%. Dies aufgrund höherer Restfinanzierungsbeiträge an die Pflegeheime sowie höherer Aufwendungen bei den ambulanten pflegerischen Leistungen (Spitex). Um rund 340’000 Franken steigen die Nettokosten Sozialdienst und Gesetzliche Fürsorge in folge Zunahme der Fälle sowie der Komplexität der Dossiers in der Wirtschaftlichen Sozialhilfe. Ebenfalls sind die Rückerstattungen von Sozialversicherungsträgern oder Dritten rückläufig.

Um 60’000 Franken tiefer wird der Steuer-ertrag ausfallen. Die «Zu- und Wegzugbilanz der Steuerzahler» der vergangenen Monate für Buchrain ist negativ und die relative Steuerkraft weiter rückläufig.

Zwingende Investitionen

Der Gemeinderat sieht auf der Seite der Investitionen dringen Handlungsbedarf. Die im Einsatz stehenden Informatik-Mittel beruhen auf Technologien aus dem Jahre 2003. Die Erneuerung der IT-Infrastruktur inkl. Netzwerk ist zwingend (Fr. 500’000.–). Weiter sind Mittel für den Unterhalt/Neubau von Abwasseranlagen (Fr. 695’000.–) sowie für die Planung des Gesamtprojektes Entwicklung Dorfzentrum (Fr. 170’000.–) budgetiert.

Eine Steuererhöhung soll jedoch erst 2015 eintreten. Da die Gemeinde Buchrain eine ausreichende Eigenkapitalbasis von Fr. 9,2 Mio. besitze, um die in den Jahren 2013 bis 2020 erwarteten Aufwandüberschüsse auffangen zu können und zudem die Sparmassnahmen die volle Wirkung erst ab 2014 entfalteten, sei eine Beibehaltung des Steuerfusses für 2014 vertretbar. Der Gemeinderat vertrete die Strategie «Vernünftiges Sparen, ohne die Entwicklung der Gemeinde abzuwürgen, verbunden mit einer moderaten Steuererhöhung, mit welcher die strukturellen Nachteile anerkannt werden». Aktuell geht der Gemeinderat von einer Erhöhung per 2015 auf 2,0 Einheiten aus.

 

Die Orientierungsversammlung der Gemeinde findet am Donnerstag, 7. November 2013 um 19.30 Uhr in der Aula Schulzentrum Hinterleisibach statt. Nebst dem Voranschlag 2014 wird an der Orientierungsversammlung auch über die Totalrevision des Friedhofreglements sowie über die Teilrevision des Strassenreglements informiert.