Rigi Anzeiger
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Ab 2018 neue Luftseilbahn Weggis–Kaltbad

Rigi Bahnen AG beginnen mit der Planung für die Seilbahnerneuerung

Nach 50 Betriebsjahren hat die Luftseilbahn Weggis-Rigi Kaltbad ausgedient. Über den Stand der Neubau-Planung informiert das Rigi-Magazin.

Die Konzession für die 1968 erbaute Luftseilbahn Weggis-Rigi Kaltbad läuft aus. Mit der Verlängerung der Betriebsbewilligung bis Ende September 2019 hat sich das Bahnunternehmen das Zeitfenster für eine umfassende Planung offen gehalten. Das erklärt Peter Pfenniger, Direktor der Rigi Bahnen AG im neuen Magazin. Nächster Schritt sei dann im ersten Quartal 2015 das Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr. «Als Endziel erhoffen wir uns im Laufe des Jahres 2018 mit einer erneuerten Bahn unseren Passagieren einen höheren Komfort bieten zu können», erklärt Pfenniger.

Neue Stützen
Zu den markantesten Bauten für die neue Luftseilbahn gehören die Stützen. Die bestehenden Betonstützen könnten zwar nach neuen Normen verstärkt und «fit» gemacht werden, erklärt Peter Pfenniger. Man habe sich aber für neue Masten entschieden: «Unsicherheiten, insbesondere in den Fundamenten, das Einhalten der neuen Normen und die Verringerung der Schallimmissionen zwingen uns aber dazu, neue Gitterstützen zu planen. Wir sind positiv gestimmt, dass die neuen – optisch weniger dominanten – Stützen bewilligt werden.» Die technische Aufrüstung, die die neue Kaltbad-Luftseilbahn auf den neuesten Stand der Seilbahntechnik bringen wird, stehe für den Gast allerdings nicht im Zentrum, weiss Pfenniger. Für die Benützerinnen und Benützer einer Bahn haben «Sicherheit und Effizienz zentrale Bedeutung» und ein hoher Stellenwert habe für sie auch der Komfort. Dem und dem Design der neuen Bahn werde deshalb grosse Bedeutung in der Planung gegeben. «Wir haben als Auftrageber klar gesagt, was wir wollen: Behaglichkeit, Komfort, Aussicht und soweit möglich und finanzierbar technische Rafinessen», sagt dazu Peter Pfenniger. Sicher weitergeführt werde das kulinarisch Angebot des «schwebenden Restaurants». Verzichtet werde hingegen auf eine Kapazitätserhöhung – sie soll bei maximal 75 Personen pro Fahrt bleiben.
Erschliessung von Kaltbad
Die Rundumerneuerung der Luftseilbahn Weggis–Rigi Kaltbad wird mit rund zwölf Millionen Franken budgetiert. Wie der Kostenteiler aussieht, sei noch offen, erklärt Peter Pfenniger. «Vorgesehen ist ein Finanzierungsmix aus eigenen Mitteln, Bankkrediten, REV-Darlehen oder einem à fond perdu – Beitrag und einer Aktienkapitalerhöhung. Wir führen Gespräche mit der Gemeinde Weggis bezüglich einer Mitfinanzierung.» Für den Ortsteil Kaltbad der Gemeinde Weggis ist die Luftseilbahn das vorrangige Transportmittel. Pfenniger rechnet mit Beiträgen der öffentlichen Hand unter dem Titel «Strassenersatz». Betriebsbeiträge werden heute schon im Rahmen der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs geleistet. Das gilt insbesondere auch für gemeinwirtschaftliche Leistungen, wie Schüler- und Arbeitertransporte ausserhalb des «Tourismusfensters». Mit der neuen Bahn werde das Angebot in den Randstunden noch flexibler gestaltet werden können, da sie ohne Kabinenbegleitung fahren könne. Einschränkungen gibt’s für Einwohner und Gäste auf Rigi-Kaltbad während der Bauzeit, die auf neun bis zwölf Monate geschätzt wird. Dann wird Kaltbad nur über die Vitznau–Rigi-Bahn erschlossen sein. «Wir sind bestrebt, den Betriebsunterbruch möglichst kurz zu halten», versichert Peter Pfenniger.

Ausgabe vom 17. Oktober - Ab 2018 neue Luftseilbahn Weggis–Kaltbad