Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Absagen aus dem Rontal

Keine Unterstützung für Schiesssportzentrum Rontal

Der Startschuss zum neuen Schützenhaus der Schiessgesellschaft Perlen ist gefallen. Am «regionalen Schiesssportzentrum Rontal» wollen sich die umliegenden Rontaler Gemeinden allerdings nicht beteiligen. Sie investierten bereits in andere Schiessanlagen.

Optimistisch starteten die Perler Schützen ihr Projekt eines regionalen Schiesssportzentrums Rontal. Realisiert werden soll es in drei Etappen. Die erste startete nun mit dem Spatenstich zum Bau des neuen Schützenhauses. Geplant sind Club- und Theorieraum sowie eine Luftgewehranlage, die auch im Winter genutzt werden. Die alte Schützenstube des im 1949 erbauten Schützenhauses wird umgenutzt. In einer weiteren Phase plant die Schützengesellschaft (SG) Perlen, den Neubau um die 10m-Luftgewehranlage oberhalb der Schützenstube zu erweitern. Alsdann wollen die Perler Schützen die Kleinkaliberanlage (50 m) auf dem 300m-Schiessstand integrieren. Damit kann auf derselben Anlage über zwei Distanzen geschossen werden. Die Kosten für das neue Schützenhaus belaufen sich auf 490000 Franken. «Wir werden rund 90000 Franken an Eigenleistungen erbringen», bestätigt Georges Thalmann, der die Baukommission präsidiert. Die Arbeiten am Bau werden von Lernenden der Bauunternehmung Schmid ausgeführt.

Die Perler Schützen hofften, dass auch die Rontaler Gemeinden Gisikon, Honau, Root und Ebikon den Neubau mitfinanzieren. Sie lehnten alle ab. Diese vier Gemeinden leisten Beiträge an die Schiessanlage Hüslenmoos in Emmen, trugen gar zur Mitfinanzierung deren Sanierung bei. Trotzdem hofft die Schiessgeselllschaft Perlen, dass sich die vier Gemeinden irgendwann am regionalen Schiesssportzentrum Rontal beteiligen. Support erhalten sie von Heinz Amstad, Bauvorsteher der Gemeinde Buchrain.

1 SpatenstichSGPerlen
Spatenstich zum Neubau des Schützenhauses erfolgte mit mit Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft.

Vor mehr als zehn Jahren wurde die Schiessanlage in Root, die auch die Gisikoner und Honauer Schützen nutzten, geschlossen. Als Alternative wäre die Anlage in Perlen in Frage gekommen. Doch die SG Perlen erteilte den Schützen eine Absage. «Weil die Anlage damals noch nicht lärm- und sicherheitstechnisch saniert war und keine Garantie wie heute bestand, dass die Anlage in Zukunft benutzbar bleibt», begründete Adrian Stettler, Präsident der Schiessgesellschaft Perlen. Vor zirka zwei Jahren, als die Perler Schützen ihre Anlage sicherheits- und lärmtechnisch saniert hatten, suchten sie das Gespräch mit Root, stiessen jedoch bei der dortigen Schützengesellschaft auf Widerstand. Bemängelt wurden unter anderem die Platzverhältnisse.

Ausserdem fühlen sich die Schützen aus Root, Gisikon und Honau in der Anlage Hüslenmoos in Emmen bestens zuhause. Die Gemeinden beteiligen sich finanziell an der Anlage-Ebikon schon seit über dreissig Jahren. Als 2008 die Sanierung der Schiessanlage in Emmen von etwas mehr als drei Millionen im Raum stand, wurde eine Trägerschaft gegründet, denen sich die Rontaler Gemeinden anschlossen. Damals sicherten Ebikon schriftlich 150000 Franken und die übrigen drei Rontaler Gemeinden 77000 Franken zur Mitfinanzierung der Sanierung zu. Das erklärt die Absage an die Perler Schützen. Die Rontaler Gemeinden wollten sich nicht erneut an Sanierungs- und Ausbaukosten einer anderen Schiessanlage beteiligen. Roots Gemeindeammann James Sattler sagt klar: «Die Realisierung in Perlen kommt für unsere Gemeinde zu spät.»

Auch Dierikon verfügte über eine eigene Schiessanlage und war nach deren Schliessung auf der Suche nach einem Ersatz. «Damals standen alle umliegenden Schiessstände zur Diskussion», so der für das Schiesswesen in Dierikon verantwortliche Gemeinderat Max Hess. Die Schützen seiner Gemeinde nutzen heute den Schiessstand am Ende des Götzentals. Dafür zeigen die Perler Verständnis. Präsident Adrian Stettler findet, dass das für Dierikon eine ökologisch gute und sinnvolle Lösung sei.

 

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