Rigi Anzeiger

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Abschaffung der Nachkommens-Erbschaftssteuer: Ja oder Nein?

Adligenswil Die FDP und SVP sowie der Gemeinderat wollen die Nachkommen-Erbschaftssteuer abschaffen. SP und Grüne lehnen sie ab und die Grünliberalen geben Stimmfreigabe. Noch keine Parole beschlossen hat die CVP Adligenswil.

cek. Anstoss zur Abschaffung der Nachkommen-Erbschaftssteuer gab in Adligenswil die FDP. Für sie war das schon vor einem Jahr ein Thema, mit dem sie auch an den Gemeinderat gelangte. «Der Gemeinderat hat dann unabhängig davon im Sommer dieses Jahres sich ebenfalls für die Abschaffung entschieden», erklärte Gemeindepräsidentin Ursi Burkart-Merz vergangenen Dienstag an einer Orientierungsversammlung. Mit der FDP macht sich auch die örtliche SVP stark für die Abschaffung der Nachkommens-Erbschaftssteuer. Beide Parteien sind überzeugt, dass die steuerliche Attraktivität der Gemeinde Adligenswil dadurch gesteigert werden könnte. «Unter dem Strich werden die finanziellen Ausfälle innerhalb kurzer Zeit mehr als kompensiert sein», schreiben sie. Weiter führt die Partei die leichte Umgehbarkeit der Steuer ins Feld, welche dazu führe, dass Personen ihr Vermögen zu Lebzeiten an Nachkommen ausserhalb von Adligenswil verschenken. «Die FDP Adligenswil möchte die Abwanderung dieser Vermögen aus der Gemeinde stoppen. Ebenso sollen ältere Menschen von dem Zeitdruck der legalen Steuerumgehung in der heutigen Zeit befreit werden», teilt die FDP-Ortspartei mit. Ausserdem ist sie der Meinung, dass das zu vererbende Kapital bereits mehrmals versteuert wurde, sei es über die Einkommens- oder Dividendensteuer sowie durch die über Jahre anfallende Vermögenssteuer.

Kontrovers diskutiert
Ein klares Nein propagiert die SP Adligenswil mit ihrem Flyer, der demnächst in die Haushaltungen gelangt. Sie befürchtet, dass mit dem Ausfall der Beträge durch die genannte Steuer, die Förderung diverser Projekte im Dorf gefährdet seien und die Einführung von neuen Gebühren die Folge sein könnten. Sie glaubt auch, dass die Erbschaftssteuer nur eine zweitrangige Rolle bei der Wahl eines Wohnortes spiele. «Die Grünen lehnen die Abschaffung der Erbschafts-Nachkommenssteuer ab, weil sie weder dringlich noch sinnvoll ist und weil sie die erhoffte Wirkung kaum haben wird», teilt Präsident Andreas Heggli mit und fährt fort: «Denn Steuer auf Versteuertes ist alltäglich und gehört zum schweizerischen System.» «Innerhalb des Vorstandes wurde die Vorlage kontrovers diskutiert, weshalb die glp Adligenswil Stimmfreigabe beschlossen hat», äussert Patrick von Dach. Die CVP Adligenswil hat noch keine Parole beschlossen. Deren Präsident Joseph Durrer: «In der Parteileitung halten sich die Befürworter und Gegner in etwa die Waage. Im Hinblick auf die kommenden hohen Investitionen, die die Gemeinde tätigen möchte, sollte auf diese Einnahmen nicht verzichtet werden.»

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