Rigi Anzeiger
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Acht Menschenleben gerettet in Buchrain

Die Feuerwehren Buchrain und Ebikon-Dierikon leisteten Grosseinsatz

In Buchrain fährt ein Personenwagen in einen Kleinbus. In knapp sieben Minuten trifft die Feuerwehr ein und sperrt den Unfallort weiträumig ab. Sanitäter retten acht verletzte Menschen. Diese Szenen spielten sich während einer gross angelegten Übung mit erstmaliger Zusammenarbeit verschiedenster Feuerwehren ab.

Eine Zusammenarbeit wie im Falle der Sonderübung in Buchrain war erstmalig in der Geschichte der Feuerwehren Buchrain, Ebikon-Dierikon und der Betriebsfeuerwehr Schindler sowie der Sanitätsabteilungen der erwähnten Feuerwehren sowie jener von Root. Rund sechzig Leute standen im Einsatz. Vorbereitet wurde die Übung von Markus Brechbühl der Feuerwehr Buchrain. «Unter anderem müssen die öffentlichen Stellen wie Rettungsdienst, Polizei, die VBL und auch die Gemeindevertreter informiert werden», erläuterte er. Ein Grossteil der Feuerwehren und Sanitäter wusste übrigens nicht, dass sie einen ungewöhnlichen Einsatz zu leisten hatten. Lediglich der Versammlungsort beim Feuerwehrmagazin Ebikon war ihnen bekannt. Innert sieben Minuten waren sie denn auch bei der Unfallstelle an der Hauptstrasse in Buchrain, sperrten sie ab, leiteten den Verkehr über den Rontal-Zubringer und erstellten einen dreifachen Brandschutz. Das heisst, sie bereiteten drei verschiedene Löschmittel (Schaum, Wasser, Pulver) vor, falls ein Feuer ausbrechen sollte. Die Sanitäter hatten inzwischen eine Triage (erste Sichtung der am Unfall involvierten Personen) vorgenommen und begannen sie mithilfe der Feuerwehrfrauen und -männer zu bergen. Ein Fahrgast des Kleinbusses hatte beispielsweise eine Rückenverletzung erlitten und konnte die Beine nicht mehr spüren. Der Personenwagenführer konnte gestützt von zwei Sanitätern mit einer Kopf- und Handverletzung sowie Prellungen weggeführt werden. Eine Gafferin mischte sich auch noch ins Geschehen ein. Sie wurde ruhig von einer Sanitäterin weggeführt.

«Alle Verletzten sind in die umliegenden Spitäler verteilt worden», meldete gegen Ende der Übung Bruno Ducceschi, der die Sanitätsleitung inne hatte. «Was ich gesehen habe, hat mir sehr gefallen», war das Fazit von Markus Brechbühl zum Einsatz der rund 60 Feuerwehrsleute und Sanitäter. Auch Einsatzleiter und Leiter der Verkehrsabteilung der Feuerwehr Ebikon-Dierikon Markus Dubach lobte: «Alle arbeiteten gut.» Dem pflichtete auch Ducceschi bei und ergänzte: «Kein Patient wurde alleine gelassen und alle wurden gut betreut.»

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Feuerwehr und Sanität an der Unfallstelle im Einsatz.

 

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Aufmerksam: Stefan Wyrsch (l.) & Jörg Gabriel

 

 

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Ein Verletzter wird geborgen.

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Einsatzleiter Markus Dubach und Sanitätsleiter Bruno Ducceschi (v.l.).

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Die vereinigten Feuerwehrfrauen und -männer. Rechts Übungsleiter Markus Brechbühl.