Rigi Anzeiger
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Adligenswiler Lettenbach besteht Wasserprobe

Die Überschwemmung hat planmässig nicht stattgefunden

Betreffend Wasserbau hat Adligenswil nun alles im Griff, bzw. im Bachbett. Nach seiner Sanierung ist das Sorgenkind Lettenbach während der jüngsten Regenfälle schön in seinem ihm zugewiesenen Bereich geblieben.

Bis jetzt hat sich die Sanierung der Bauchverläufe voll bewährt.

Bis jetzt hat sich die Sanierung der Bauchverläufe voll bewährt.

Unter dem Schock einer teilweisen Überflutung von Adligenswil im August 2009 durch vermeintliche Rinnsale hat sich die Gemeindeverwaltung die Sanierung der auslösenden Wasserläufe vorgenommen. Und dieses Vorhaben im vergangenen Jahr umgesetzt. Die grössten Eingriffe fanden dabei an den Läufen des Lettenbaches, des Grundacherbaches und des Stubenbaches statt. Der Lettenbach mit Ursprung auf der Ebnetweid, 80 Höhenmeter oberhalb des Ebnetquartiers hatte damals vor allem das darunterliegende Quartier in Mitleidenschaft gezogen. Als Konsequenz daraus wurden noch im gleichen Jahr Sofortmassnahmen im oberen Bachverlauf vorgenommen und zwei Jahre später sein unterirdischer Lauf durch das Quartier mit neuen Rohren bestückt.
Seine auffälligste Veränderung erfuhr der Lettenbach allerdings unten auf der Ebene, wo er in Sichtweite zur Ebikonerstrasse vom westlichen Dorfrand Richtung Druckerei fliesst. Dort trifft er im flachen Winkel auf den Grundacherbach der aus dem gleichnamigen Ausläufer des Dietschiberges in die Ebene hinunterfliesst. Gemeinsam setzen die beiden Gewässer ihren Weg Richtung «Stuben» dann als Stubenbach fort. Entlang dieser Bäche führt ein Spazierweg von Adligenswil nach «Stuben».
Im vergangenen Jahr wurden die Bachverläufe mit grossem Aufwand neu gestaltet. Aus dem scharfkantigen Bachgraben wurde eine breite Mulde mit gezielt gesetzten Gesteinbrocken zur Reduzierung der Fliessgeschwindigkeit und mit hochgelegten Brücken aus Eichenholz für Fussgänger und Landwirtschaftsfahrzeuge. Abwechslungsreiche Vegetation machen die Bachläufe heute zu einem kleinen, aber feinen Naturparadies. «Ziel ist es, dass eine standortgerechte stabile Vegetation entsteht. U.a. werden Wucherpflanzen zu Gunsten langsam wachsenden Pflanzen entfernt. Zum Schutz der Jungpflanzen und Kleinlebewesen wird im Gewässerbereich wieder die Sense zum Einsatz kommen», schreibt der Leiter des Adligenswiler Bauamtes Urs Huber in seiner Online- Projektdokumentation. Bei intensiven Regenfällen pflegt er sich jeweils vor Ort ein Bild von der Wasserlage zu machen. «Bis jetzt hat sich die Sanierung der Bauchverläufe voll bewährt. Am regenreichsten Tag, am Montag vor einer Woche, stieg das Wasser eben bis auf die Höhe des Fussweges. Alles im grünen Bereich», berichtet er zufrieden.

Bild und Text: Niklaus Wächter