Rigi Anzeiger
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Alles soll bleiben, wie es ist

Buchrain: Erstmals wurden die Gewerbler vom Gemeinderat zu einer Mittagsveranstaltung eingeladen. Dabei förderte die Studie zum Konsumverhalten in Bezug auf die Mall of Switzerland Überraschendes zutage.

An der erstmaligen Mittagsveranstaltung für das Gewerbe präsentierte Dr. Hans Naef (links stehend) die Auswertungen aus der Haushaltbefragung für die Gemeinde Buchrain.Bild cek.

An der erstmaligen Mittagsveranstaltung für das Gewerbe präsentierte Dr. Hans Naef (links stehend) die Auswertungen aus der Haushaltbefragung für die Gemeinde Buchrain.Bild cek.

cek. Mit dem Mittagstreffen für Gewerbetreibende lancierte der Gemeinderat ein neues Informations-, Austausch- und Netzwerk-Format. Über 30 Personen interessierten sich für diese Premiere, die Finanzvorsteher Patrick Bieri organisierte. Im Mittelpunkt stand die Haushaltsbefragung, die der Gemeindeverband LuzernPlus zum Konsumverhalten in den Rontaler Gemeinden durchführen liess. Anlass dazu gab die Realisierung der Mall of Switzerland. Die Gemeinden konnten zugleich spezifische Fragen mit einfliessen lassen. Das Resultat der Haushaltbefragung präsentierte LuzernPlus in einer umfassenden Mitteilung, aus der hervorging, dass Ebikon von der Mall of Switzerland am meisten tangiert sein wird. Inzwischen hat der Studienverfasser Dr. Hans Naef in einzelnen Rontaler Gemeinden die Auswertungen präsentiert, so geschehen nun auch an der Mittagsveranstaltung in Buchrain. «Von den Fragebögen kamen mehr als die Hälfte ausgefüllt zurück. Das ist selten», verriet Naef. Aus diesen resultierte, dass das Detailhandelsangebot in Buchrain als relativ gut beurteilt wird. Gewünscht wurde eine grössere Auswahl, insbesondere eine grössere Migros-Filiale und ein besseres Bekleidungsangebot, daneben eine gute Bäckerei und eine Apotheke. Mehr Freizeitangebote sind auch gefragt. Als grössten Störfaktor beim Einkaufen bezeichneten die Befragten den Verkehr. Der Wunsch eines Verkehrskonzeptes wurde aufgeführt. Mit den Parkierungsmöglichkeiten sind die Buchrainerinnen und Buchrainer zufrieden. Bei der Frage, welcher Weg die Gemeinde bezüglich der weiteren Entwicklung insbesondere bezüglich der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen in Zukunft einschlagen soll, waren 57,7 Prozent der Befragten der Meinung: Es soll so bleiben wie es ist. 28.8 Prozent fanden, dass das Angebot verbessert respektive vergrössert werden sollte.

Erweiterung Tschann bevorzugt
Am 13. November 2014 stellte der Gemeinderat ein Entwicklungskonzept zum Dorfzentrum Bueri vor. Bei der Haushaltbefragung bekundete über ein Drittel, dieses Konzept nicht zu kennen. Dr. Hans Naef dazu: «Dieser Umstand weist auf ein Bedürfnis nach zusätzlicher Öffentlichkeitsarbeit hin.» Er war auch der Ansicht, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Mehrheit für das Entwicklungskonzept nachzuweisen sei. Klar kristallisierte sich hingegen heraus, dass bei knapp zwei Drittel der Befragten die Erweiterung des Alterszentrums oberste Priorität hat. Naef sagte auch, dass die Tendenz bestehe, dass das Gewerbe verdrängt werde:: «Die Gemeinde kann ich nur bitten, dass eine gute Erschliessung an der Peripherie für das Gewerbe und die Industrie geboten wird.»

Massnahmen
Mit dem erwähnten Entwicklungskonzept, das mit einem Massnahmenkatalog unterlegt ist, möchte der Gemeinderat, dass das Dorfzentrum zu einem Ort der Begegnung mit vielfältigen Aktivitäten wird. An der Mittagsveranstaltung präsentierte Gemeinderat Heinz Amstad in kurzen Zügen das Konzept. Bei der anschliessenden Diskussionsrunde meinte Schulvorsteher Ivo Egger, dass er für Buchrain eine Chance sieht, denn das Tschann sei gut gelegen und da sei noch gemütliches Einkaufen möglich. Fazit der erstmaligen Mittagsveranstaltung: Sie fand positiven Anklang.