Rigi Anzeiger
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Als Ausnahme akzeptabel

Nebengeräusche der Flugschau in Payerne sind erträglich

Die vereinzelten Starts und Landungen von Jets in Emmen über das Wochenende im Zusammenhang mit der Flugschau in Payerne, sind ohne Proteste geblieben. «Als Ausnahme ist diese Wochenendbelastung akzeptabel», erklären Gemeindepräsident und Schutzverband übereinstimmend.

Leckerbissen für die Fliegerfreunde: Das Breitling Jet – Team trainiert am Freitag vor einer Regenfront über dem Thunersee.

Leckerbissen für die Fliegerfreunde: Das Breitling Jet – Team trainiert am Freitag vor einer Regenfront über dem Thunersee.

Während in der Region Payerne am Wochenende eine Flugstaffel nach der anderen über den Himmel donnerte und die Nachbrenner der legendären Mirages den von zehntausenden Zuschauern bevölkerten Boden erzittern liessen, blieb es in und um die Region Emmen vergleichsweise ruhig. Wie vom Mediensprecher der «Air14Payerne» versprochen, blieben sämtliche Flugzeugstaffeln in Payerne stationiert. Hin und wieder erinnerte ein einsames Triebwerk oder ein ungewohntes Flugzeugmotorengeräusch über der Zentralschweiz an den publikumswirksamen Anlass in der Westschweiz. Sie stammten von einzelnen Maschinen, die in Emmen starteten und landeten oder auf dem Flugweg nach oder von Payerne unsere Region überflogen. «Ausser vereinzelten beiläufigen Randbemerkungen, habe ich persönlich keine negativen Reaktionen aus der Bevölkerung wahrgenommen», berichtet der Emmer Gemeindepräsident Rolf Born nach dem ersten, von zwei Flugschau-Wochenenden. Allerdings gelte es das fragile Gleichgewicht zwischen Fluglärmbelastungen und Lärmpausen zu bewahren. «Die Akzeptanz des Flugbetriebes in Emmen beruht ja auf den streng geregelten Flugbetriebszeiten, die der Bevölkerung Ruhezeiten garantieren», erinnert er. Diese dürften keinesfalls untergraben werden.
Ausnahmen sollten solche bleiben, und würden als solche auch akzeptiert. «Zumal es ja auch viele Menschen gibt, die sich sehr über die Fliegerei freuen und für die jedes Erscheinen eines besonderen Flugzeuges ein besonderes Erlebnis ist», gibt er zu bedenken. Luzius Hafen, Präsident des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen, empfand den am Freitagmorgen und Samstagnachmittag von ihm wahrgenommenen Fluglärm aus seiner persönlichen Sicht «als Ausnahme erträglich und eher etwas tiefer als befürchtet». Für viele Fliegerfreunde aus dem Rigiland hat sich die Fahrt an den Neuenburgersee am Wochenende trotz ärgerlicher Anfahrtsstaus am Samstag gelohnt: Die Wetterlage dort war bedeutend besser als zuhause und zu sehen gab es so manches, was ein Fliegerherz auf Touren bringt. Insgesamt aber blieb der Publikumsaufmarsch deutlich unter den Erwartungen der Organisatoren, die die Zuschauerzahlen in Eigenregie kommunizieren: 80’000 am Samstag und deutlich weniger am Sonntag. Erwartet wurden rund 100’000 pro Samstag und Sonntag.