Rigi Anzeiger
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Alte Feuerwehrspritze als Budgetposten?

Meggen: Der Voranschlag für die Laufende Rechnung und die Investitionsrechnung pro 2016 der Einwohnergemeinde sind genehmigt. Der Steuerfuss bleibt bei 1,15 Einheiten. Eine alte Handdruckspritze sorgte für etwas Abwechslung.

jp. Der Gemeindepräsident bat nach der Begrüssung die anwesende Presse, objektiv zu berichten, was immer das heissen mag. Budget-Gemeindeversammlungen laufen Gefahr, dass die Anwesenden mit zu vielen Fakten und Zahlen eingedeckt werden. Gemeindeammann HansPeter Hürlimann konzentrierte sich auf die Hauptmerkmale der Budget-Botschaft 2016. Das Jahresprogramm und der Aufgaben- und Finanzplan gaben eine Übersicht über die vorgesehene Tätigkeit des Gemeinderates in den nächsten Jahren. Die Detailberatung des ausgeglichenen Voranschlags lag dann in den Händen des Gemeindepräsidenten. Rubrik für Rubrik des Budgets wurde abgerufen. «Keine Wortmeldung!» stellte der Gemeindepräsident mit einem Blick in den Saal fest. Halt! Beim Bereich «Kultur und Freizeit» meldete sich ein Bürger und bat um fünf Minuten Aufmerksamkeit. Ein ehemaliger Megger Feuerwehrkommandant ersuchte mit einem Statement die Anwesenden, 27800 Franken ins Budget für die Reparatur und Renovation einer Handdruckspritze aus dem Jahre 1837 aufzunehmen. Das sei ein Kulturgut, das der Gemeinde gehöre und vom Feuerwehrverein erhalten und erneuert werden solle. Und er stellte den Antrag, den Renovationsbetrag ins Budget 2016 aufzunehmen unter gleichzeitiger Kürzung der Abschreibungen.

Gottlob gibt es Bürgerinnen und Bürger, die an einer Gemeindeversammlung das Wort ergreifen, Fragen stellen und Anträge oder Anregungen einbringen. Das ist ja der Sinn der Gemeindeversammlung, der direkten Demokratie. Der Antrag für die Renovation der Feuerwehrspritze erreichte immerhin einen Achtungserfolg mit 37 Ja gegen 91 Nein und einigen Enthaltungen; denn der Gemeinderat empfahl eine Ablehnung des Antrages, weil für die breite Bevölkerung kein grosses Interesse geltend gemacht werden könne. Vielmehr sei mit einem privaten Sponsoring die Erhaltung der Spritze zu bewerkstelligen. Alle Anträge des Gemeinderates zum Voranschlag wurden in der Folge grossmehrheitlich genehmigt. Auch die fünf Einbürgerungen gingen ohne Wortmeldung über die Bühne.

Seestrasse und Parkplätze
Gemeindeammann HansPeter Hürlimann nahm zur Ablehnung des Kredites für die Sanierung und Neugestaltung der Seestrasse und des Fridolin-Hofer-Platzes Stellung. Er führte aus, dass das Projekt sistiert sei. Die alte Wasserleitung könnte im Rahmen des ordentlichen Budgets saniert werden. Zusätzliche Parkplätze könnten allenfalls entlang der Huobstrasse erstellt werden. Die aufgelaufenen Planungskosten für die Seestrasse beliefen sich auf rund 140000 Franken. Auch hier wartete ein Bürger in der Diskussion mit einer unkonventionellen Tunnellösung auf.

Der Gemeinderat ist schon seit längerem aufgefordert, die Parkierung in der Gemeinde zu regeln. Auf eine Anfrage der SP Meggen hat er sich vor einigen Monaten für eine Parkierungs-Verordnung mit weissen Zonen auf neuralgischen Parkplätzen festgelegt. Diese Verordnung soll auf den 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt werden. Zum Schluss präsentierte Gemeindepräsident Urs Brücker noch das neue Layout der Gemeinde-Website. Als Weihnachtsgeschenk sollte diese in einer modernen, übersichtlichen und benutzerfreundlichen Konzeption bald zur Verfügung stehen.