Rigi Anzeiger
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Alternativen zu Bus-Oberleitungen prüfen

Ebikon: Der Rapid Bus soll spätestens in 3 Jahren bis nach Ebikon fahren. Vorgesehen ist das System mit Oberleitungen. Die CVP hat den Gemeinderat aufgefordert, Alternativen zu prüfen. Dieser hat den zuständigen Verkehrsverbund um Stellungnahme gebeten.

lk. Der öV-Bericht 2014 bis 2017 sieht vor, den RBus der Linie 1 nach Ebikon zu verlängern. Damit sei der neue Bushub in Ebikon optimal bedient, ist der Gemeinderat überzeugt. Der Kanton Luzern und Verkehrsverbund Luzern planen, das bestehende System mit den Oberleitungen bis nach Ebikon zu verlängern. Die CVP hat den Gemeinderat mit einem offenen Brief aufgefordert, auch andere Alternativen zu prüfen. In seiner Antwort hält der Gemeinderat fest, dass die Gemeinde daran interessiert sei, innovative und zuverlässige Systeme im öffentlichen Verkehr einzuführen. Ebikon sei gefordert, die städtebauliche Qualität im Bereich der Kantonstrasse nachhaltig zu verbessern. «Wir sind überzeugt, dass mit der aktuellen Masterplanung wichtige Rahmenbedingungen gegeben sind. Wir werden uns mit Engagement einsetzen, dass die Umsetzung von darauf basierenden Massnahmen zügig und konsequent erfolgen wird», so der Gemeinderat.
Für die Planung, Finanzierung und Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Region ist indessen der Verkehrsverbund Luzern verantwortlich. Er nimmt diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit den Transportunternehmungen und, im Bereich der grösseren Infrastrukturergänzungen, mit dem Kanton Luzern wahr. Der Gemeinderat Ebikon hat das Begehren der CVP dem Verkehrsverbund Luzern zur Stellungnahme unterbreitet. In seiner Antwort bestätigte dieser, dass alternative Antriebssysteme geprüft würden. Die Gemeinde Ebikon begrüsst grundsätzlich Bestrebungen, innovative Systeme im Bereich des ÖV einzuführen. Aber: «Die Gemeinde Ebikon ihrerseits wird nicht entscheiden können, welches System für die jetzige Situation richtig ist, da es sich um eine Thematik handelt, welche im Gesamt­kontext technisch und finanziell zu beurteilen ist.» Dies bestätige der Verkehrsverbund Luzern in seinen Ausführungen. Aktuell lasse die Regierung auch Alternativen prüfen. Der Gemeindrat: «Die Gemeinde Ebikon treibt parallel das ebenfalls nötige Projekt Bushub Ebikon weiter, damit Ende 2019 der RBus bis Ebikon fahren kann.»

R wie rapid
Das System RBus soll auf der am stärksten benützten Linie Kriens-Luzern-Ebikon die Zuverlässigkeit erhöhen sowie die Kapazität steigern. Durch den Ausbau des Angebots, des Rollmaterials und der Infrastruktur wollen der Kanton Luzern und seine Partner den RBus bis 2025 schrittweise zu einem tramähnlichen Nahverkehrssystem für die Agglomeration Luzern machen.
Das System RBus («R» steht für «rapid») besteht unter anderem aus neuen Doppelgelenk-Trolleybussen, Busbevorzugungen sowie Infrastrukturmassnahmen und folgt dem Grundsatz des Richtplans, dass in der Agglomeration Luzern der öV zur Erhöhung der Gesamtverkehrskapazität bevorzugt wird. Ziel ist es, bezüglich Komfort und Bevorzugung die Qualitätsstandards eines Trams zu erreichen, gleichzeitig aber die Kostenvorteile des Busses zu nutzen. Der Kanton Luzern und seine Partner entwickelten dieses System in Anlehnung an das Konzept BRT (Bus Rapid Transit), das bereits in mehreren Städten in Frankreich oder Südamerika erfolgreich eingesetzt wird. Neben einer Steigerung der Fahrgastkapazität soll vor allem die Fahrzeit zwischen den Endstationen um rund 10 Prozent abnehmen und die Zuverlässigkeit in Hauptverkehrszeiten gesteigert werden.

Die neuen Doppelgelenk-Trolleybusse werden mit über 200 Plätzen rund 30 Prozent mehr Passagiere befördern können als die heutigen Anhängerzüge. Der RBus ist Teil eines Nahverkehrsnetzes, das mit S-Bahn und Regionalbussen verknüpft ist. Die neuen Fahrzeuge kosten 12,75 Millionen Franken. Neun Millionen Franken sind für die Trolleybusverlängerung Maihof-Ebikon reserviert. Weitere Mittel werden in die Strassenprojekte investiert, die den Gesamtverkehr optimieren, dabei aber den RBus konsequent bevorzugen.