Rigi Anzeiger
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Alterszentrum Tschann erneut projektiert

Buchrain: Der Gemeinderat reagiert auf die Petition des Vereins «Bueri aktiv 60 plus» zur Wiederaufnahme und Weiterführung des Projektes Erweiterung Alterszentrum Tschann. Geplant sind eine Umfrage und eine allfällige Vernehmenlassungsbotschaft.

cek. Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat im Budget für das Jahr 2015 einen Projektkredit für die Erweiterung des Alterszentrum Tschann von 1,9 Millionen Franken geplant. Über diesen hätte Mitte März abgestimmt werden sollen. Das Budget wurde bekanntlich abgelehnt. Bei der Vernehmlassung zum zweiten Budgetentwurf bekundeten rund 60 Prozent der Beteiligten (Parteien, Bürger, Interessierte usw.) auf den Projektierungskredit zu verzichten. Im April reichte «Bueri aktiv 60 plus» eine Petition mit 966 Unterschriften ein, mit der Forderung, dass der Ausbau des bestehenden Alterszentrums nicht weiter verzögert wird. «Der Gemeinderat nimmt das Anliegen ernst. Wir sind von der gesellschaftspolitischen Bedeutung einer Erweiterung des Alterszentrums überzeugt», bekundete Sozialvorsteher Erwin Arnold anlässlich der Orientierungsversammlung von vergangener Woche. Die Parteien sowie die Rechnungs- und Bildungskommission werden nun zu diesem Thema mit Fragebogen bestückt. Das geschieht zugleich im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens für das Jahresprogramm 2016 und des Finanzplanes 2016–20, das bis 1. Juli dauert. Sofern erwünscht, wird der Gemeinderat eine Vernehmlassungsbotschaft zur Erweiterung des Alterszentrums Tschann erarbeiten und Anfang Dezember Parteien, interessierte Kreise sowie die Bevölkerung zur Mitwirkung einladen. Das tut er ohne Unterstützung Dritter und in Eigenregie, um finanzielle Mittel zu sparen. Gemäss provisorischem Zeitplan des Gemeinderates soll der Projektkredit am 5. Juni 2016 zur Abstimmung kommen.

Mit der Erweiterung des Alterszentrums Tschann soll es trotz prekärer Finanzsituation weitergehen.

Mit der Erweiterung des Alterszentrums Tschann soll es trotz prekärer Finanzsituation weitergehen.

Schwarze Zahlen im 2019
An der Orientierungsversammlung erläuterte Finanzvorsteher Patrick Bieri eingehend die Rechnung 2014, die mit einem Verlust von 1,068 Millionen Franken abschliesst (Rigi Anzeiger vom 8. Mai 2015). Der Verlust kann durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt werden, welches nach Abzug des Defizits 6,5 Millionen Franken beträgt. Die Investitionskosten liegen bei nur 240000 Franken. Über die Rechnung haben die Stimmberechtigten an der Urne vom 14. Juni 2015 zu befinden. Inzwischen liess der Gemeinderat in einer Pressemitteilung wissen, dass er sich intensiv mit der Finanzplanung 2016 bis 2020 sowie dem Budgetprozess auseinandergesetzt hat und betont: «Klar festzuhalten ist, dass uns das Thema Finanzen in der weiteren Entwicklung unserer Gemeinde stark fordern, aber nicht lähmen darf.» Nachdem die Stimmberechtigten am 8. März 2015 in einer zweiten Urnenabstimmung das überarbeitete Budget 2015 mit einer Steuererhöhung von 0,1 auf insgesamt 2,0 Einheiten und zusätzlichen Sparmassnahmen angenommen haben, ist für den Gemeinderat klar: Zielstrebiges Sparen soll weiterhin die Devise sein. Aus der Mitteilung geht ferner hervor: «Wenn sich die Steuerkraft der Gemeinde Buchrain weiterhin positiv entwickelt, wie aktuell die Zahlen zu Hoffnung Anlass geben, arbeitet der Gemeinderat darauf hin, dass im Jahre 2019 Buchrain erstmals wieder schwarze Zahlen schreibt. Zur Erreichung dieses Ziels ist ab 2018 allenfalls eine moderate Steuererhöhung angedacht.»