Rigi Anzeiger
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Am 12.12. um 12.12 Uhr

Pfader feierten ihr neues Heim in Adligenswil

Nicht nur Trauungen fanden am 12.12. landauf, landab statt. Die Pfadi Zytturm Adligenswil liess an diesem Tag genau um 12.12 Uhr zur Eröffnung ihres neuen Heimes am Stöckenweg Ballone steigen. Ein Freudentag auch für Regierungspräsidentin und Alt-Pfaderin Yvonne Schärli-Gerig

«Ich weiss, was es in der Pfadi braucht und was gefordert ist», kommentierte die ehemalige Pfaderin und Regierungspräsidentin 2012, Yvonne Schärli. Sie freute sich, dass es mit den «Zyttürmlern» in Adligenswil dank des neuen Heimes eine Fortsetzung gibt. Der Leihvertrag für ihr vormaliges Zuhause lief nämlich aus. Adligenswils Sozialvorsteher Pascal Ludin erinnerte an die vergangene Gemeindeversammlung, als eine grosse, junge Schar von Stimmbürgern erschien und die Demokratie lebte. Die Pfader baten um 50000 Franken für ihr neues Haus und die Versammlungsteilnehmer sagten grossmehrheitlich «ja».

Regelrecht umringt von Kindern und Jugendlichen wurde Heimvereinskassiererin Iris Beduzzi, als sie das rote Band mit einer grossen Schere durchschnitt. Kaum geschehen strömte eine grosse Besucherschar ins Haus, nahm Platz im grossen Aufenthaltsraum und genoss die feine Gerstensuppe samt Wurst. Kantonsrat Pius Zängerle, der als Co-Präsident der Baukommission bei der Realisierung des neuen Pfadiheimes agierte, hob etliche Firmen aus Adligenswil und Udligenswil hervor, die kostenlose Unterstützung beim Bau des Hauses boten. Spenden gingen ebenfalls ein, die Gemeinde Udligenswil leistete gar einen Beitrag von 20000 Franken.

Dicht drängten sich Kinder und Jugendliche um Iris Beduzzi, als sie das Band durchschnitt.

Über 130 freiwillige Chrampfer

Als Siebesiech» bezeichnete Pius Zängerle vor allem Julian Bühler, der als Bauleiter der freiwilligen Chrampferinnen und Chrampfer aus dem Kreise der Pfader fungierte. 137 waren es an der Zahl. Bühler war während der über einjährigen Bauzeit jede Woche mindestens an drei Tagen auf der Baustelle anzutreffen. Rückblickend freute er sich hauptsächlich, dass kein einziger Unfall passiert ist. Dies sagte er mit gutem Grund, denn anfänglich hatte er ein wenig Bedenken, da die Pfader ohne etwelche Ausbildung mit Baugeräten und -maschinen agierten. Die 17-jährige Corina Zängerle hatte stets das Ziel vor Augen, dass etwas Hervorragendes entsteht. Das war für sie ein Grund beim Bau mitzuhelfen. «Das alte Pfadihaus war recht weit weg und nicht mehr so schön. Dass wir jetzt etwas eigenes haben, ist super», sagte sie. Die 19jährige Ramona Kenel war vor allem über die Grösse des Hauses begeistert. «Jetzt hat jede Stufe ihren eigenen Raum. Die Lage ist auch ausgezeichnet», fügte sie an.

Die steigenden Ballone umrahmten das neue Pfadihaus.