Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Andere Länder – andere Sitten

Menschen aus anderen Ländern, die nun in der Schweiz wohnen bringen mit ihren Heimaterinnerungen auch Traditionen zum Weihnachtsfest mit. Angefangen von den Vorbereitungen dazu, über das Religiöse bis hin zum Kulinarischen, zu Geschenken und zum Beisammensein mit Familie und Freunden.

ju. Als einen Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit bezeichnet Anna-Karin Johansson aus Schweden das Lichtfest Lucia. Anna-Karin Johansson kommt aus Schweden. Sie wohnt seit 25 Jahren in der Schweiz. Und pendelt von Walchwil nach Root. Wo die 50-jährige Familienfrau als Dentalhygienikerin arbeitet. Als einen Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit bezeichnet Anna-Karin Johansson das Lichtfest der Lucia. Gefeiert wird die Lichtkönigin am 13. Dezember. Meist die älteste Tochter der Familie erscheint im weissen Gewand mit einem roten Band um die Taille und einem Kranz aus Kerzen auf dem Kopf. Zu verstehen sei sie als Botin, die Geburt von Jesus am 24. Dezember ankündigend. An diesem Tag wird überall ein mit Rosinen verziertes Hefe-Safrangebäck (lussekatter) in Form einer Acht gegessen. Roter und weisser Glühwein gehören ebenso dazu wie alkohol­freier Julmust. Dieses Limonadengetränk wird nur zum Jahresende angeboten und besteht aus Hopfen, Malz und weiteren 30 Zutaten. Wichtig ist den Schweden ein gutes Essen in grosser Runde mit Familie und Freunden. Bei Anna-Karin Johansson werden es an Weihnachten 20 Personen aus drei Generationen sein: «Wir sind seit je eine gastfreundliche Familie, das ist bei uns selbstverständlich.» Auf dem kalten Buffet stehen Weihnachtsschinken (gepökelt und mit Senfbröselkruste), Lachs mit Dill, Graved sowie kalt und warm geräuchert. Warm serviert werden Salzkartoffeln, die von einem schwedischen Möbelhaus lancierten und auch bei uns beliebten Fleischbällchen (Köttbullar) und Janssons frestelse (Janssons Versuchung), ein Auflauf aus Kartoffeln, Zwiebeln , eingelegten Sprotten, Paniermehl und Rahm.

Anna-Karin Johansson hat die typische schwedische Adventsdekoration aus Stroh in ihrem Garten aufgestellt. Bild zVg

Anna-Karin Johansson hat die typische schwedische Adventsdekoration aus Stroh in ihrem Garten aufgestellt. Bild zVg

 

Franzosen feiern anders

pere noel

pd/ju. Die französischen Kinder finden am Morgen des 25. Dezember gefüllte Stiefel und Schuhe unter dem Weihnachtsbaum. Père Noël, der Weihnachtsmann im roten langen Gewand und der Zipfelmütze, hat sie in der Nacht durch den Kamin gebracht. Der 24. Dezember ist in Frankreich ein normaler Arbeitstag. Häuser und Wohnungen an Weihnachten werden von vielen Franzosen nur mit Mistelzweigen und einer Weihnachtskrippe geschmückt. Der bei uns bekannte Christbaum ist hauptsächlich im Elsass und in Lothringen verbreitet. Am Abend wird das traditionelle mehrgängige Weihnachtsfestmahl zubereitet. Die Franzosen nennen es «Le réveillon». Typische Weihnachtsgerichte sind der mit Kastanien garnierte Truthahn, Ente in Orangensauce, Gänseleber, Pasteten, gezuckerte Kastanien. Fisch und Meeresfrüchte wie Muscheln, Austern und Langusten fehlen in der Regel bei keinem Weihnachtsfestmahl, ebenso wenig Champagner. Dazu stehen Pasteten, Käse, Gemüse und viel Süsses auf dem Buffet. Zum Dessert gehört an Heiligabend traditionell die Bûche de Noël (Weihnachtsbuche). Die rechteckige mit Schokolade überzogene Biskuitrolle hat die Form eines abgesägten Baumstamms. Das entstammt einer Tradition. In alten Zeiten liessen die Franzosen an Heiligabend ein dickes Holzscheit langsam im Kamin verbrennen. An den Weihnachtstagen verstreuten sie die Asche auf einem Feld. Das soll Glück und eine gute Erne bringen. Nach dem und mehrstündigen Essen wird die Mitternachtsmesse besucht.

 

Andere Bräuche und Sitten

Die Engländer schmücken ihre Häuser ganz in Grün und mit Girlanden. Die Geschenke packen sie am Morgen des 25. Dezember aus. Wichtig ist vielen Briten auch die traditionelle Weihnachtsbotschaft der Queen, die sie am Fernseher verfolgen.

Einige der britischen Traditionen sind auch bei den Neuseeländern und Australiern anzutreffen. Sie schmücken ihre Häuser ähnlich wie die Engländer und packen die Geschenke auch am 25. Dezember zur Frühstückszeit aus. Da Weihnachten in Neuseeland und Australien mitten in den Sommer fällt, fährt der Weihnachtsmann auf Wasserskiern und trägt beispielsweise Bermuda-Shorts.

In Mexiko wird bereits ab 16. Dezember mit den Weihnachtsfeierlichkeiten gestartet und bis Heiligabend zelebrieren zwei Personen die Geschichte von Maria und Josef auf der Suche nach einer Herberge. Die Feierlichkeiten gipfeln in eine grosse Fiesta, an der sich insbesondere Kinder über die mit Früchten, Nüssen und Süssigkeiten gefüllte Pappfigur namens «Piñata» freuen.

 

Warten auf …

So wie man in Frankreich auf Père Noël und in der Schweiz auf das Christkindli wartet, so freuen sich zahlreiche Kinder an Weihnachten auf den «Santa Claus» in Amerika, «Weihnachtsmann» in Deutschland & Österreich, «Father Christmas» in England, «Pai Natal» Portugal, «Papai Noel» in Brasilien, «Babbo Natale» in Italien, «Jõuluvana» in Estland, «Joulupukki» («Weihnachtsbock») in Finnland, «Viejo Pascuero» in Chile, «Santa Haraboji» («Großvater Santa») in Südkorea, «Santakukoru» in Japan, «Senis Šaltis» in Litauen und den «Näärivana» in Estland.

In den Niederlanden ist es übrigens der «Sinterklaas», der bereits am 5. Dezember ganz viele Geschenke bringt, dafür kommt Grossväterchen Frost, unterstützt durch «Snegurotschka» («Schneeflöckchen») in Russland erst am Silvesterabend.

 

 

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