Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Animierte Jungbürgerfeier in Ebikon

Fünf Gemeinderäte spielten mit 40 Jugendlichen «Casiopoly»

Gemeindepräsident Daniel Gasser begrüsste die rund 40 anwesenden Jugendlichen in der Aula Wydenhof: «Mit dem Alter 18 ändert sich vieles in Eurem Leben. Auf einiges habt Ihr gewartet, anderes – so denkt Ihr wohl – müsste nicht unbedingt sein.»

Gasser richtete drei Wünsche an die Jungbürgerinnen und -bürger: «Seien sie aktiv bei der Mitgestaltung unserer Gemeinde – egal in welchem Bereich. Nutzen Sie bei Wahlen und Abstimmungen die Chance, Ihre Meinung kund zu tun. Respektieren Sie die Mitmenschen und zeigen Sie Zivilcourage.»

Danach wurden die Jugendlichen in sechs ausgelosten Gruppen an sechs Spieltische gebeten. Dort konnten Sie mit dem Casiopoly-Spiel eine fiktive Gemeinde aufbauen. Das Spiel beinhaltet auch unvorhersehbare «Ereignisse».

20:00 – Spielleiter Marco Müller aus Luzern setzt nach einer Einleitung den Spielabend in Bewegung. Als Erstes wird versucht, mit Roulette Geld zu machen, das dann in Liegenschaften, Strassen, Gemeindehaus, Polizei, Feuerwehr, Schulen, Kindergärten, Spitäler, Asylunterkünften, Kirche, Kulturstätten, Hotels, Erholungsräume, Radwege und vieles mehr investiert wird. 20:05 – «Rien ne va plus!» Die einen haben richtig Kohle gemacht, andere viel verloren. Aber verloren ist noch gar nichts. An einem Nebentisch können Liegenschaften aller Art und Infrastruktur-Elemente gekauft werden. Dieser Laden läuft wie geschmiert. «Wieviel kostet ein Hotel?» Wieviel ein Strandbad? Immobilienkäufer rammen sich die Ellbogen in die Rippen. 20:15 – Eine zweite Roulette-Runde spült wieder Geld in die Gemeindekassen. Es wird weiter investiert. 20:20 – Ein «Ereignis» wird verkündet: «Reiche Partnergemeinden im Ausland überweisen 5000 Rupien».

 

Gemeinderäte als Croupiers
Auf einem Podium dreht Gemeindepräsident Gasser unaufhörlich das Roulette-Rad und spielt so die Glücksfee. Die anderen Gemeinderäte sitzen als Croupiers an den Spieltischen. Besonders irritierend ist diese Aufgabe beim Finanzvorstand Herbert Lustenberger. Die Gemeinden auf den Spieltischen wachsen und wachsen. 20:45 – Das nächste Ereignis: «In den nächsten zwei Minuten kosten alle Autos nur noch die Hälfte. Eine Aktion des Automobil-Importeuren-Verbandes.» Immer wieder «Faites vos jeux» und «Rien ne va plus». Die Jugendlichen sind hyperaktiv. Es ist laut in der Aula. 21:05 – Der Tisch-Croupier zieht Steuern ein, ein Viertel des Gemeindevermögens. 21:30 – Umweltorganisationen zahlen jener Gemeinde mit den wenigsten Autos 10000 Rupien. Um 22 Uhr ist das Spiel zu Ende. Eine Jury bewertet die Arbeiten und erkürt die Siegergruppe. Danach ist Party angesagt im Jugendhaus Phönix. Diesen vergnüglichen Abend werden die jüngsten Gemeindebürger nicht so schnell vergessen.