Rigi Anzeiger
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Arbeiten zum neuen Tunnel Burg verzögern sich

KÜSSNACHT: Fast ein Jahr ist es her, als der Anstich zum neuen Tunnel Burg  erfolgte. Ein Wassereintritt und eine darauffolgende gesunkene Sandlinse führen jetzt zu Verzögerungen der Tunnelarbeiten zum Südzubringer. cek./pd. Rund die Hälfte des Tunnels war bereits bewältigt, als Mitte Juli auf der Nordostseite unerwartet Wasser eintrat. Die Arbeiten mussten unterbrochen worden, auch um Abklärungen über das weitere Vorgehen zu treffen. So wurden die Tunnelarbeiten auf der Seite Räbmatt vorangetrieben. Diese mussten am 20. September ebenfalls unterbrochen werden, weil  über dem Vortrieb, der rund 17 Meter unter der Oberfläche stattfindet, sich eine Sandlinse senkte. Dadurch entstand ein sehr tiefer Schlot mit einem  Durchmesser von rund fünf Metern. «Die umgehend vorgenommenen Messungen zeigten, dass es sich  um ein sehr lokales Ereignis handelt. Die angrenzenden Liegenschaften und die neu gebaute Stützmauer wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen», teilte zu jenem Zeitpunkt das Baudepartement des Kantons Schwyz mit. Die instabile Zone wurde daraufhin mit technischen Massnahmen verfestigt und als Vorsichtsmassnahme zusätzlich überwacht und vermessen, damit das entstandene Loch wieder aufgefüllt werden kann. Fachleute gingen davon aus, dass das Ereignis mit lokalem Charakter, lediglich einen kurzzeitigen Unterbruch der Tunnelarbeiten zur Folge hätte.

Loch in einem Garten
Anders als es das Baudepartement beschreibt, ist die Situation vor Ort. Wie SRF in der Sendung «Schweiz aktuell» vom Dienstagabend berichtete,  hatte die Senkung der Sandlinse Spuren in Form eines grossen Kraters in einem Garten der Räbmatt hinterlassen. Gegenüber SRF News bekundete Kurt Waber, Oberbauleiter der Südumfahrung, dass nun Massnahmen zur besseren Sicherung der Tunneldecke externen Gutachtern vorgelegt würden. Alleine durch Bohrungen und Messungen könnten Sandlinsen jedoch nicht gefunden werden. So sollen mittels eines Spezialverfahrens, das es noch zu eruieren gilt, weitere Löcher verhindert werden. Auswirkungen auf die Kosten sollen die Vorkommnisse nicht haben, jedoch verzögern sich die Arbeiten am Tunnel um zwei bis drei Monate.

Am Tag der offenen Baustelle im Juni ahnte noch niemand, dass es zu Verzögerungen bei den Tunnelarbeiten kommen könnte. Bild: cek

Am Tag der offenen Baustelle im Juni ahnte noch niemand, dass es zu Verzögerungen bei den Tunnelarbeiten kommen könnte. Bild: cek