Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Asyl-Notunterkunft in Buchrain

Buchrain: In der Zivilschutzanlage Moosgasse in Buchrain werden ab März 2016 bis zu 80 Asylsuchende untergebracht.

111-Asyl-Notunterkunft Bueri

red. Der Kanton Luzern eröffnet in Ruswil und Buchrain zwei weitere Asyl-Notunterkünfte. Beide Notunterkünfte werden für eineinhalb Jahre betrieben. Die Betreuung übernimmt die kantonale Asylorganisation.
Gestützt auf das Gesetz über den Bevölkerungsschutz hatte die Luzerner Regierung das Gesundheits- und Sozialdepartement bereits im September 2014 beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden geeignete Zivilschutzanlagen als Notunterkünfte für Asylsuchende zu eröffnen. Zusammen mit der Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug wurde eine Beurteilung und Priorisierung geeigneter Zivilschutzanlagen vorgenommen.

Notunterkunft auch in Buchrain
Der Kanton eröffnet Anfang März auch die Zivilschutzanlage Moosgasse in Buchrain als Asyl-Notunterkunft für bis zu 80 Asylsuchende. Damit reagiert die Gemeinde auf die Verpflichtung, im Rahmen der Gemeindeverteilung Unterkunftsplätze für Asylsuchende bereit zu stellen und unterstützt den Kanton bei der Schaffung von genügend Unterkunftsplätzen. Der Betrieb dieser Notunterkunft ist ebenfalls für 18 Monate geplant. Zusammen mit den Anlagen in Luzern, Willisau, Meggen, Nebikon und Beromünster stehen Unterkunftsplätze für 510 Personen zur Verfügung. Beim Kanton Luzern ist man sich bewusst, dass die unterirdische Unterbringung kein optimaler Zustand ist. Angesichts der aktuellen Lage wird diese jedoch als zumutbar befunden. Sowohl in Ruswil, als auch in Buchrain werden ausschliesslich Männer, vorwiegend aus Afghanistan, Syrien und dem Irak einquartiert.

24-Stunden Betrieb und Begleitgruppe
Beide Asyl-Notunterkünfte werden in einem 24-Stunden-Betrieb geführt. Die Betreuung wird durch die kantonale Asylorganisation sichergestellt. Die Asylsuchenden sind jedoch für ihre eigene Versorgung – wie Einkaufen, Kochen, Wäschepflege und Reinigung – selber besorgt. Während der Nacht von 22 bis 7 Uhr sind die Unterkünfte geschlossen. Für die Sicherheit rund um die Notunterkünfte werden private Sicherheitsdienste eingesetzt. An beiden Standorten wird je eine Gruppe mit Vertretern des Kantons Luzern, der Luzerner Polizei, der jeweiligen Gemeinde und der Bevölkerung den Betrieb der Notunterkunft eng begleiten. Die Gemeinde Buchrain hat sensible Zonen definiert. Die Asylsuchenden sind gehalten, sich nicht in diesen Zonen aufzuhalten. Zuwiderhandlungen werden sanktioniert. Um den Asylsuchenden Tagesstrukturen zu bieten, sind gemeinnützige Arbeitseinsätze wie Umgebungspflege, Instandstellung von Wanderwegen, Wald- und Bachufersäuberungen zugunsten der Gemeinden geplant.

Öffentliche Informationsveranstaltung
Die Bevölkerung von Buchrain wird am 28. Januar 2016 um 19.30 Uhr im Schulzentrum Hinterleisibach (Turnhalle) informiert. Die Verantwortlichen von Kanton und Gemeinde geben Auskunft über den Betrieb der Notunterkunft sowie die Sicherheitsbelange.