Rigi Anzeiger
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Asyldebatte in Udligenswil

Udligenswil: Die FDP veranstaltete am 8. September eine Asyl-Debatte mit Ständerat Damian Müller, Nationalrat Peter Schilliger, Gemeinderat Florian Ulrich und Simon Marti, Gründer von @ctive Asyl.

pd./ju. In den letzten Monaten beherrschte kein Thema so intensiv die Gesellschaft wie das Asylwesen. Unter dem Namen «Asylchaos in der Schweiz, in Luzern, in Udligenswil???» veranstaltete die FDP Udligenswil eine Podiumsdiskussion mit namhaften Teilnehmern. Man war sich schnell einig, dass in der Schweiz kein Asylchaos herrscht, die Situation jedoch angespannt ist und die Schweiz und ganz Europa vor grossen Herausforderungen stehen. Peter Schilliger und Damian Müller appellierten an die humanitäre Tradition der Schweiz. Mit Nachdruck sagten sie jedoch auch, dass konsequent zwischen Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen unterschieden werden muss und die Schweiz vermehrt auf Rückführungsabkommen pochen muss. Florian Ulrich konnte vermelden, dass in Udligenswil bisher keine negativen Erfahrungen mit Asylbewerbern gemacht wurden. Bezüglich Unterbringung und Beschäftigung der Asylbewerber sei die Gemeinde jedoch stark gefordert. Simon Marti unterstrich, dass Flüchtlinge auch als Chance gesehen werden können und die Gesellschaft auch ihren Teil dazu beitragen muss, um die Leute zu integrieren. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion fand eine Fragerunde statt. Die Möglichkeit wurde rege genutzt. Nach dem offiziellen Teil wurden alle Anwesenden mit eritreischem Essen verwöhnt, zubereitet von Asylbewerbern.

Teilnehmer an der Asyldebatte mit Fragerunde in Udligenswil. Bild zVg

Teilnehmer an der Asyldebatte mit Fragerunde in Udligenswil. Bild zVg