Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Attraktive Haushalthilfe bevorzugt

Ebikon: Selbstbestimmung im Alter ist ein aktuelles Thema. Das greift das Seniorentheater im Lustspiel «Bis doch ned so dumm!» mit viel frechem Wortwitz auf.

cek. Im Lustspiel «Bis doch ned so dumm!» aus der Feder von Ulla Kling steht Fritz Meier (Heiri Suter) im Mittelpunkt des Geschehens. Der schlitzohrige und stur scheinende Rentner kämpft vehement gegen seine Söhne Hans (Albert Staub) und Peter (Kurt Steinmeier), Tochter Gerda (Ursi Vogel) und Schwiegertochter Lydia Meier-Vogt (Ursula Illi), die ihn am liebsten im Altersheim sehen würden. Gründe dafür gäbe es genügend wie beispielsweise angebranntes Essen oder das Chaos in der Stube. Die Alternative wäre eine Haushälterin für den Rentner. Nach einer solchen suchen dann seine Söhne, Tochter und Schwiegertochter mittels eines Inserates. Die erste Bewerberin Lilo Bienz (Rosmarie Aregger) scheint Fritz Meier zu gefallen, trotz ihres frechen Mundwerks. Dann ist da noch die Obdachlose Rosa Stoll (Sonja Suter), die über sich und ihren Mann sagt: «Wir haben getrennte Schlafzimmer. Mein Mann wohnt unter der Autobahn- und ich unter der Eisenbahnbrücke.» Die Stelle als Haushälterin übernimmt ohne Pardon letztendlich Irma Streit (Erika Baumann). Sie wirkt auch sofort wie eine Regentin. Bei Fritz Meier stösst sie auf taube Ohren. Als der Rentner im Verlaufe des Stückes einen Schwächeanfall (wörtlich: einen Wadenkrampf in der Brust) erleidet, wird sofort Dr. Hämmerli (Walter Holl) gerufen. Dieser entpuppt sich als Veterinär und weiss sehr wohl dem Rentner zu helfen. Das Lustspiel endet auf jeden Fall nicht so, wie es die Kinder von Fritz Meier gerne hätten.

Frech und witzig
Das neunköpfige Ensemble, das während 40 Proben das Lustspiel unter der Regie von Hanni Eigel einstudiert hat, spielt mit Herzblut und Hingabe. Sicher sticht die eine oder andere Person wie beispielsweise Erika Baumann mit ihrem Nidwaldner Dialekt heraus, doch erscheinen alle Darsteller als eingefleischtes Team. Das Stück lebt vom frechen Wortwitz, der immer wieder Lacher entlockt. So nennt etwa Haushälterin Irma Streit die Pfeife, die sich Fritz Meier hin und wieder gerne gönnt, rachitischer Spöitzknebel. Das Lustspiel ist mit seiner Thematik sehr aktuell und lässt auch die Frage aufkommen: Was ist eigentlich im Alter alles erlaubt und was nicht?

Vorstellungsdaten:
Premiere: Freitag, 8. April, 19.30 Uhr, Pfarreiheim Ebikon.
Weitere Aufführungen:
Samstag, 9. und 16. April
Freitag, 15. April, jeweils um 19.30 Uhr;
Sonntag, 10. und 17. April (Derniere), jeweils um 17 Uhr.

Billette:
www.seniorentheater-ebikon.ch
oder unter der Telefonnummer
041 440 32 67 (Erna Kaufmann)
montags 14–16 Uhr, mittwochs 17–19 Uhr