Rigi Anzeiger
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Auf den Zahn gefühlt

Region: Am 28. Juni wird sich entscheiden, wer für die FDP des Kantons Luzern für die Regierungsratswahlen im 2019 antritt. Fabian Peter, der Inwiler aus unserem Lesergebiet, gehört zu den nominierten Kandidaten. Wir fühlten ihm ein wenig auf den Zahn, vor allem in politischer Hinsicht.

Fabian Peter, nominierter Regierungsratskandidat der FDP, Kantonsrat und Gemeindeammann Inwil.

Fabian Peter, nominierter Regierungsratskandidat der FDP, Kantonsrat und Gemeindeammann Inwil.

Fabian Peter, wie bereiten Sie sich zurzeit für die letzte Runde zur Nomination der Regierungsratskandidatur vor?
Ich bin viel unterwegs. Einerseits in meinen Funktionen als Unternehmer, Gemeindeammann, Kantonsrat, VLG- oder LuzernPlus-Vorstandsmitglied. Andererseits an den Roadshows der FDP oder an Parteiversammlungen und weiteren Anlässen. So bin ich in engem Kontakt mit den FDP-Delegierten und der Bevölkerung.

Wie sehen Sie der Delegiertenversammlung vom 28. Juni entgegen?
Gespannt und trotzdem ruhig. Als Regierungsrat gewählt zu werden ist mein Ziel. Ich habe deshalb jede Gelegenheit genutzt mich als Kandidat vorzustellen und aufzuzeigen, wie ich als Regierungsrat handeln würde. Nun ist es an den Delegierten die Weichen für die Zukunft des Kantons zu stellen.

Wenden wir uns anderen Themen zu. Was gefällt Ihnen am Kanton Luzern?
Die Vielfalt unseres Kantons ist eine Stärke und zugleich eine Herausforderung. Kürzlich fuhr ich mit meiner Familie mit dem Dampfschiff von Luzern nach Weggis. Eine Ferienregion mit See und Bergen! Andererseits besuchte ich erst neulich meine Verwandtschaft in Pfaffnau, wo wir auf einem Bauernhof zu Gast waren. Die Strukturen und die Möglichkeiten zur Entwicklung sind sehr unterschiedlich. Darauf müssen wir Rücksicht nehmen und allen Kantonsteilen Chancen für die Zukunft ermöglichen.

Was eher weniger?
Der Kanton wird häufig schlecht geredet. Ja, es gibt wichtige Aufgaben zu lösen, aber wir kommen nur vorwärts, wenn wir gemeinsam Lösungen suchen, anstelle von Problembewirtschaftung.

Haben Sie Lösungsvorschläge?
Ja, wir müssen wieder vermehrt miteinander – über die Parteigrenzen hinweg – zusammenarbeiten, Lösungen suchen und auch Kompromisse mittragen. In unserer politischen Kultur sind Kompromisse ein Erfolgsrezept. So kommen wir gemeinsam weiter. Auf eigenen Positionen verharren, lähmt den Kanton!

Bei kantonalen Strassenbauprojekten gelten sie als dossierfest. Wo noch?
Das wird mir allgemein attestiert, was mich freut. Mit meinen 14 Jahren Erfahrung als Gemeindeammann Inwil, den 3 Jahren im Kantonsrat und meinem Einsatz als Unternehmer bin ich jedoch ein Generalist und kann mich in allen Dossiers einarbeiten. Grundsätzlich liegen meine Stärken sicher in der Bau, Energie- und Finanzpolitik.

Stadt und Land sind sich bei der Spange Nord nicht einig. Wie könnte Ihrer Meinung nach ein gemeinsamer Konsens gefunden werden?
Die Situation ist schwierig. Aus übergeordneter Sicht ist der Bypass des Bundes zentral. Dieser bringt für weite Kantonsteile eine ersehnte Entlastung. Dafür will der Bund eine Anschlusslösung in die Stadt Luzern. Einerseits geht es darum die Ängste und Sorgen der betroffenen Bevölkerung/Quartiere ernst zu nehmen. Andererseits ist das Bedürfnis nach Mobilität nicht weg zu diskutieren und das erzeugt Verkehr. Der Kantonsrat hat nun den Planungskredit frei gegeben. Ich erwarte jetzt vom Kanton, dass er alle Alternativen nochmals prüft. Vom Stadtrat erwarte ich, dass er bereit ist Lösungen mitzuentwickeln.

Nennen Sie drei Gründe, weshalb die FDP-Delegierten Sie am 28. Juni als Regierungsratskandidat wählen sollen.
Als erfolgreicher Gewerbler will ich mit vernünftigem Aufwand ein gutes Resultat erzielen und kann darum pragmatische Lösungen finden, entscheiden und effizient umsetzen.
Als erfahrener und trotzdem noch junger Politiker könnte ich im Regierungsrat neue Impulse setzen und als Gemeindeammann von Inwil – auf der Schnittstelle von Stadt/Land – bin ich ein Brückenbauer.
Meine starke Vernetzung im ganzen Kanton sowie die breite Verankerung in der Bevölkerung geben mir den Rückhalt und das Vertrauen für die Politik.

Mit welchem Motto werden Sie eine allfällige Regierungsratskandidatur angehen?
Familienunternehmer und Politiker mit Herzblut, «bodeständig ond gradlinig»!

Fabian Peter
Beruf: Ingenieur FH / MBA
VR und GL Vinzenz Peter AG,
Gemeindeammann
Wohnhaft in Inwil seit: 1976 (Geburt)
Hobbies: Jodeln, Skifahren, Geselligkeit mit Freunden
Aktive Mitgliedschaften: Vorstand VLG & LuzernPlus, Gewerbebüro, Ehrenmitglied Schwingklub Oberhabsburg
www.fabianpeter.ch