Rigi Anzeiger
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Ausgezeichnete Bilanz für Raiffeisen

Luzern/Root/Ebikon: 2500 Genossenschafterinnen und Genossenschafter nahmen an den Mitgliederversammlungen der Raiffeisenbank Luzern mit Geschäftsstellen im Rontal teil. Ein bekanntes Gesicht wurde aus dem Verwaltungsrat verabschiedet.

Über 1000 Genossenschafterinnen und Genossenschafter besuchten die Mitgliederversammlung der Raiffeisen Luzern in Ebikon.

Über 1000 Genossenschafterinnen und Genossenschafter besuchten die Mitgliederversammlung der Raiffeisen Luzern in Ebikon.

pd./cek. An den Mitgliederversammlungen der Raiffeisen Luzern mit ihren Geschäftsstellen in der Stadt Luzern, in Ebikon und Root sowie dem Dienstleistungszentrum (Back-Office) im Business Village in Root, verriet Verwaltungsratspräsident Kurt Sidler, dass heute jede vierte Person in der Schweiz Raiffeisen-Mitglied ist. Alleine bei der Raiffeisen Luzern stieg die Zahl der Mitglieder um 411 auf 19189. «Aufgrund unserer genossenschaftlichen Struktur kennen wir unsere Kunden persönlich», äusserte Sidler und zeigte das Engagement der Raiffeisen im kulturellen und sportlichen Bereich auf. «Wir unterstützen auch kleine Vereine», sagte der Verwaltungsratspräsident und nannte als Beispiele den Volleyballclub in Ebikon und die Brassband der Musikgesellschaft Root. Sidler kam auch auf Berichte über die Raiffeisen zu sprechen, die eher negativer Natur waren. Er betonte, dass Raiffeisen in der Schweiz nicht mit Problemkrediten in Ost-Europa zu tun habe. Dies beträfe, wenn überhaupt, allenfalls Raiffeisen in Österreich. Bezogen auf die Systemrelevanz meinte Kurt Sidler, dass dieser Status weder gut noch schlecht sei: «Es ist einfach eine Qualifikation, die zu bestimmten Anforderungen führt. Meiner Meinung nach ist das für Raiffeisen nicht nötig gewesen, da das Sicherungsnetz innerhalb der Schweizer Raiffeisengruppe so gut ist, dass für die Volkswirtschaft in der Schweiz keine zentralen Risiken bestehen.» Kurt Sidler machte auch auf das Portal www.raiffeisen.ch/memberplus aufmerksam, das über interessante und spannende Mitglieder-Vorteile informiert.

Gedankenexperiment Josephspfennig
Urs Petermann, Vorsitzender der Bankleitung hatte ein paar Worte zum Gedankenexperiment «Josephspfennig» im Zusammenhang mit Zinseszinsen parat: «Hätte Joseph seinem Sprössling Jesus auf die Geburt hin ein Sparkonto mit einer Einlage von einem Pfennig und einer jährlichen Verzinsung von 5 % eröffnet, wäre dieses Konto heute das Prallste der Welt. Das Guthaben betrüge eine Septillion Pfennig, das ist eine Zahl mit 42 Nullen, also 1’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000. Der Haken des Experimentes liegt darin, dass es der Realität nicht stand hält. Denn in den über 2000 Jahren, in denen das Geld hätte dauernd verzinst werden müssen, hat es unzählige Umstürze und Systemwechsel gegeben.» Petermann präsentierte anschliessend das erfreuliche Geschäftsergebnis der Raiffeisen Luzern: «Sie hat im Branchenvergleich in allen Teilen gute Werte erzielt. Die Bilanzsumme stieg im letzten Jahr um 6,4 % oder 84 Millionen Franken. Die Kundengelder knacken demnächst die Marke von 1,2 Milliarden Franken. Bei den Ausleihungen haben sich die Hypotheken ebenfalls erfreulich um 5,5 % oder 60 Millionen Franken entwickelt.» Götz Rether, Leiter Vermögensberatung, informierte auf anschauliche Weise über die Mittel und Möglichkeiten, die sich dem Anleger bieten.
Nach 16 Jahren verabschiedet
An der Mitgliederversammlung in Luzern wurden die bisherigen Verwaltungsräte mit Präsident Kurt Sidler-Stalder aus Ebikon, Vizepräsident Thomas Bächler aus Dierikon, Aktuarin Pia Maria Brugger aus Luzern, Eugen Lustenberger aus Ebikon, Urs Knüsel aus Gisikon und Markus Lauber aus Luzern für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Speziell in Ebikon verabschiedete Verwaltungsratspräsident Kurt Sidler «nach 16 Jahren engagierter und aktiver Tätigkeit im Verwaltungsrat», seinen Namensvetter Kurt Sidler, der 30 Jahre in Ebikon lebte und im 2006 nach Luzern zog. Unter seiner Führung als Baukommissions-Präsident sind in den vergangenen 15 Jahren die drei Geschäftsstellen Luzern, Ebikon und Root sowie das Back-Office in Root neu erstellt, umgebaut oder renoviert worden.

Nach 16 Jahren im Verwaltungsrat verabschiedet: Kurt Sidler (m.) mit Verwaltungsratspräsident und Namensvetter Kurt Sidler (l.) und Vorsitzender der Bankleitung, Urs Petermann.

Nach 16 Jahren im Verwaltungsrat verabschiedet: Kurt Sidler (m.) mit Verwaltungsratspräsident und Namensvetter Kurt Sidler (l.) und Vorsitzender der Bankleitung, Urs Petermann.

Der Zopf zum Schluss
Alle Genossenschafterinnen und Genossenschafter durften nach der Versammlung einen Zopf nach Hause nehmen. Zu jenen in Ebikon fügte Silvan Gilgen, stellvertretender Vorsitzender Bankleitung, vergangenen Samstagabend humorvoll hinzu: «Dank der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit bleibt der Zopf eine Stunde länger frisch.»