Rigi Anzeiger
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Automatisierte «Schuhspuren»-Suche

Root: Seit diesem Jahr vergibt «zentralschweiz innovativ» pro Quartal jeweils den «Zinno-Ideenscheck», welcher mit 15000 Franken dotiert ist. Er ging an die Firma forensity AG, die mit dem ersten automatisierten Schuhabgleich zu einer schnelleren Ermittlung von Tätern beiträgt.

pd./red. «zentralschweiz innovativ» ist das gemeinsame Programm der sechs Zentralschweizer Kantone zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Zentralschweiz. Dabei werden KMU bei der Realisierung ihrer innovativen Ideen und Projekte unterstützt. Zusätzlich wird viermal jährlich die beste Idee mit den höchsten Realisierungschancen und dem grössten Marktpotential mit 15000 Franken unterstützt. Anlässlich der Preisverleihung vergangene Woche, zeigte sich Bruno Imhof, Geschäftsführer von ITZ (InnovationsTransfer Zentralschweiz) und Programmleiter von «zentralschweiz innovativ» positiv von der Vielfalt und der hohen Qualität der eingereichten Ideen überrascht. Die Palette reichte von einem vollautomatisierten Schuh­spuren-Bildvergleich über ein spezielles Betreuungsangebot für pensionierte Schweizerinnen und Schweizer in Spanien, einem Monitoring-Verfahren für Nutz- und Haustiere bis hin zu einer Bremse für Seilbahn-Bergungen. «Die Jury hatte keine leichte Aufgabe, aus den vielen guten Ideen den Sieger zu bestimmen», meinte Bruno Imhof. Letztendlich aber fiel der Entscheid eindeutig. Die Firma forensity AG aus Root, ein Startup-Unternehmen des Technopark Luzern, machte das Rennen. Sie entwickelte den ersten vollautomatisierten Bildvergleich für Schuhspuren und eine zentrale Referenzsammlung mit Schuhmodellen (Find And Share Tracks = FAST). Damit können auf präzise und effiziente Art mehr Treffer bei Tatermittlungen generiert und die Aufklärungsquoten erhöht werden. Nach der Überreichung des Schecks durch Regierungsrat Robert Küng stellte der Preisträger seine Produkteidee und den Stand der Umsetzung vor. Dabei beeindruckte Thomas Stadelmann, studierter Kriminaltechniker und Geschäftsführer der forensity AG, mit den ebenso spannenden wie komplexen Herausforderungen, die bei der Entwicklung und der Markteinführung zu bewältigen sind. «In der Realität gibt es den automatischen, sekundenschnellen Datenabgleich, so wie wir in den amerikanischen Krimiserien sehen, nicht. Mit FAST wird sich dies ändern und die hunderten von forensischen Institute in Europa werden auf einer Art «Facebook für Schuhspuren» die Daten abgleichen können» betonte Stadelmann. Das heisst, was bis dato für Fingerabdrücke selbstverständlich war, ist jetzt auch bei Schuhspuren möglich.

Von links: Regierungsrat Robert Küng mit «Zinno-Ideenscheck»-Gewinner Thomas Stadelmann, Luzia Stadelmann (Leiterin Back Office der forensity AG) und Bruno Imhof, Geschäftsführer ITZ. Bild zVg.

Von links: Regierungsrat Robert Küng mit «Zinno-Ideenscheck»-Gewinner Thomas Stadelmann, Luzia Stadelmann (Leiterin Back Office der forensity AG) und Bruno Imhof, Geschäftsführer ITZ. Bild zVg.

Lesen Sie auch unser Portrait über die Firma, welches am 26. Februar 2016 erschien: Alle Spuren führen nach Root