Rigi Anzeiger
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Ballastbau bleibt Ebikon erhalten

Baustart von Businesscenter CityLink von Vermietung abhängig

Seit über 20 Jahren steht der Ballastbau, im Volksmund gerne «Äbiker Bunker» oder Schandfleck genannt, auf dem Tunnel in Ebikon. An seiner Stelle soll das Geschäftshaus oder Businesscenter CityLink entstehen. Bis dato tut sich wenig.

Der Ballastbau – Sicht auf Ebikoner Seite.

Der Ballastbau – Sicht auf Ebikoner Seite.

Eher unauffällig erscheint der Betonklotz auf Buchrainer Seite.

Eher unauffällig erscheint der Betonklotz auf Buchrainer Seite.

Geschäfte, Büros, Dienstleistungsbetriebe – ein neues Businesszentrum für Ebikon und damit neue Arbeitsplätze. Diese Hoffnungen werden seit Jahren gehegt. 2009 titelte der Rigi Anzeiger in der Ausgabe vom 18. Dezember: «Arbeitsplätze im Ballastbau. Ebikons schliesst Kaufvertrag ab.» Nach zweijähriger Suche nach einem Investor hatte die Gemeinde Ebikon mit der Immobilienfirma Aplafinimo AG aus Buttisholz einen Verkaufvertrag über das Grundstück inklusive Gebäude abschliessen können. Die neue Grundeigentümerin wollte im Jahre 2010 mit den Bauarbeiten starten und 15 Millionen investieren. Im Herbst 2012 hätten die Unternehmen einziehen sollen. Daraus ist bis heute nichts geworden.

Der Ballastbau, über dem 156 Meter langen Tunnel ursprünglich als Beschwerung für die im Grundwasser liegende Kantonsstrasse erstellt, steht noch immer als markanter Betonklotz da, dient Tauben und Krähen als Unterschlupf. Als «speziellen Schandfleck im Zentrum von Ebikon» bezeichnet ihn das Bauconsilium Luzern auf ihrer Website. Dieses Architekturbüro hat das Projekt CityLink entworfen, initiiert durch Hans Aregger, Geschäftsführer und Inhaber der Aplafinimo AG. Mittlerweile ist er bereit, rund 20 Millionen in dieses neue Geschäftshaus zu investieren.

Baubewilligung verlängert
Einer Realisierung des CityLink steht eigentlich nichts mehr im Wege. Eine erste Baubewilligung wurde von der Gemeinde Ebikon bereits 2010 erteilt. 2013 erfolgte eine neue für ein leicht abgeändertes Projekt. Sie war ein Jahr gültig. Die Bauherrschaft hat nun um eine Verlängerung von drei Jahren ersucht. «Das ist gemäss kantonalem Baureglement möglich», lässt Gemeinderat Herbert Lustenberger wissen. Realisiert werden soll das Projekt bis im Jahre 2015. Der Baustart ist jedoch abhängig von der Vermietung. Die Zuger Immobilienfirma Advendis ist mit der Vermietung betraut. Sechs Geschosse mit 700 bis 6000 Quadratmeter grossen Büroflächen, 150 Innen- und Aussenparkplätze. «Wir werden mit dem Bau dann beginnen, wenn mindestens 50 Prozent vermietet sind. Das ist zurzeit leider noch nicht der Fall. Wir sind in Kontakt mit verschiedenen Mietinteressenten», lässt Hans Aregger auf Anfrage wissen.

Bis 2017 hat die Bauherrschaft Zeit das Gebäude zu realisieren, andernfalls muss sie ein neues Baugesuch einreichen.