Rigi Anzeiger
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Bankenverband mit Wurzeln im Rontal

Luzerner Raiffeisenbank mit moderatem Wachstum auf solider Basis

«Erfolgreiches Jahr in schwierigem Umfeld» war die Kernbotschaft von Raiffeisen-Kantonalpräsident Kurt Sidler an der Bilanz-Medienkonferenz des Luzerner Verbandes. «Grundwerte wie Bescheidenheit, Konstanz und Realismus» seien gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein starke Basis für Erfolg.

Die Wurzeln der Raiffeisenbank Luzern liegen im Rontal. Am 17. Mai 1903 gründeten 30 Ebikoner Bürger den Darlehenskassenverein Ebikon-Buchrain. «Der damalige Aufschwung von Verkehr und Industrie hatte zur Folge, dass das Geld immer knapper wurde», beschreibt die Raiffeisen-Geschichte das wirtschaftliche Umfeld der Gründungszeit. «Die Zinssätze stiegen ins Extreme, was Spekulanten schon damals weidlich ausnützten.» Noch im Gründungsjahr schloss sich die Bank dem heutigen Verband «Raiffeisen Schweiz» an. Einige Jahre später wurde an einer Volksversammlung im Hotel Rössli in Root die zweite Raiffeisenbank im Rontal gegründet, ihr Schalter öffnete am 1. November 1926. 1950 wurde eine Raiffeisenbank in Dierikon eröffnet, die sich vor nunmehr 20 Jahren mit der Rooter Bank zusammenschloss. Im Jahr 2000 schliesslich schlossen sich Ebikon-Buchrain und Root zur Raiffeisenbank Luzern zusammen. Zu ihr gehören heute die Geschäftsstellen Luzern, Ebikon und Root und das Backoffice im Dienstleistungszentrum D4. Im Habsburgeramt ist die Raiffeisenbank Adligenswil-Udligenswil mit Geschäftsstelle in Meggen vertreten und zum Schwyzer Kantonalverband gehört die Raiffeisenbank am Rigi mit Sitz in Küssnacht und Geschäftsstelle in Weggis.

Kurt Sidler, Raiffeisen-Kantonalpräsident.

Kurt Sidler, Raiffeisen-Kantonalpräsident.

Zum Verband der Luzerner Raiffeisenbanken gehören heute 22 Banken mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (342 Stelleneinheiten) und 124000 Genossenschaftern. Die Verbandsbanken erwirtschafteten 2012 eine Bilanzsumme von 8,6 Milliarden Franken (plus 6,3 Prozent) und einen Jahresgewinn von 8,7 Millionen Franken (+1,1 %). Im Kerngeschäft konnten die Luzerner Raiffeisenbanken in beiden Bereichen ein solides Wachstum erzielen (Hypotheken 7,26 Milliarden, +5,3 %; Kundengelder in Spar- und Anlageform 5,8 Mia +9.5 %). Nicht Schritt halten mit diesen Wachstumszahlen konnten die Erträge – der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, bei Raiffeisen der wichtigste Einnahmenposten, stagnierte bei 105,6 Millionen Franken. «Die Zinsmarge stand weiter enorm unter Druck», erklärte Kurt Sidler den Sachverhalt. Gestiegen ist auf der andern Seite der Personalaufwand (plus 4,6 % auf 41,5 Millionen Franken).

Besonders stolz wies Kurt Sidler an der Bilanz-Medienkonferenz auf die breite Abstützung der Banken bei 124099 Genossenschafterinnen und Genossenschafter (plus 3680) und die aktive Rolle der Banken im Sponsoring von lokalen und regionalen Aktivitäten in Freizeit, Sport und Kultur. «Sie finden kaum einen Anlass in Ihrer Gemeinde, bei dem nicht auch das Logo der Raiffeisenbank zu sehen ist,» erklärte er. Auch das sei ein Ausdruck der Kundennähe und Ortsverbundenheit der Genossenschaften.