Rigi Anzeiger
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Baugespann mit Fesselballon

Risch-Rotkreuz: Der rechtskräftige Bebauungsplan Suurstoffi Ost, der von der Gemeindeversammlung am 26. November 2013 genehmigt wurde, sieht im Zentrum der Bebauung ein 70 m hohes Wohnhochhaus vor.

pd./cek. Die Planungsarbeiten der Bauherrin, der Zug Estates AG, für das Wohnhochhaus sind so weit vorangeschritten, dass das Baugesuch am 30. Juni 2016 eingereicht und Mitte Juli 2016 erstmals im Amtsblatt ausgeschrieben werden konnte.

Das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug schreibt in § 28 vor, dass für neu zu erstellende Gebäude ein Profil (ein «Baugespann») zu errichten ist, das einen doppelten Zweck hat: Einerseits sollen mit einem Baugespann Anstösser auf das laufende Baubewilligungsverfahren aufmerksam gemacht werden, und andererseits den konkreten räumlichen Umfang und das Volumen der Baute ersichtlich machen.

Das Baugespann für das Wohnhochhaus in der Suurstoffi 37/39 wurde mittels Fesselballonen errichtet. Die Fesselballone dürfen auf Anordnung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) nur während den Arbeitszeiten, von Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr, für die Profilierung eingesetzt werden. Das kantonale Recht enthält keine präzisierenden Angaben, wie Baugespanne zu errichten sind. Somit kann auf den Zweck der rechtlichen Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz abgestellt werden, der mit den Fesselballonen erfüllt wird. Die rechtlichen Vorgaben sehen zwingend vor, dass das Baugespann während 20 Tagen erkennbar sein muss. Aufgrund von Witterungseinflüssen und den Vorgaben des Bazl wurde die Auflagefrist bis am 12. August 2016 (total für 29 Tage) verlängert.

Die Profilierung des Wohnhochhauses mit Fesselballonen erfolgte aus Gründen der Verhältnismässigkeit. Eine konventionelle Profilierung wäre unverhältnismässig gewesen. So hätte eine neue Fundation für einen höheren Baukran erstellt werden müssen, damit dieser über die Profilierung des Wohnhochhauses hinausgeragt hätte. Für die Erstellung dieser Fundation wären auch Teilabbrüche an im Rohbau erstellten Gebäuden im südlichen Bereich der Suurstoffi notwendig gewesen. Zudem wäre eine Sicherung der Fundation mit Mikropfählen notwendig geworden. Aus Sicherheitsgründen ist es zwingend notwendig, dass Baukräne ausserhalb der Betriebszeiten keine Schwenkbegrenzung aufweisen und sich frei nach dem Wind richten können, was im konkreten Fall zur aufwändigen Fundation geführt hätte. Ein konventionelles Baugespann hätte zu substanziellen Mehrausgaben auf Seiten der Bauherrin, der Zug Estates AG, und zu längeren Verzögerungen auf der laufenden Baustelle geführt. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis stellt die Profilierung mit Fesselballonen ein verhältnismässiges Mittel dar. Im Grundsatz wird die Gemeinde Risch weiterhin die ordentliche Profilierung von Bauvorhaben einfordern.

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