Rigi Anzeiger
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Behörde wehrt sich gegen Erpressung

Brief von Häslihof-Betreiber ärgert Rischer Gemeinderat

Die Mitglieder des Gemeinderats Risch sind in einem per Ende Januar datierten Brief aufgefordert worden, je 10000 Franken «aus eigener Tasche» anonym auf ein Konto zu überweisen. Absender des Schreibens ist der Betreiber des in Rotkreuz stationierten Häslihofes. Die Behörde hat gegen ihn Strafanzeige wegen versuchter Erpressung eingereicht.

In seinem Schreiben wirft der Betreiber des Häslihofes jedem einzelnen Gemeinderatsmitglied vor, für den Tod von acht Kaninchen seiner Zucht verantwortlich zu sein und bezeichnet dies als «gravierendes Verbrechen». Beim Unwetters im Juni 2012 seien «fünf junge Häsli» ertrunken, Drei weitere hätten wegen Erschöpfung erlöst werden müssen. Die Feuerwehr Risch Rotkreuz habe seinen persönlich im Stützpunkt gemeldeten Notruf «kategorisch verweigert». Wenn seine Forderung nicht erfüllt werde, mache er diesen «Skandal öffentlich».

Der Gemeinderat Risch verwehrt sich mit einem öffentlichen Schreiben gegen die im Erpresserbrief gemachten Unterstellungen und Beleidigungen und hat gegen den Absender des Schreibens Strafanzeige wegen versuchter Erpressung eingereicht. Zudem stellt jedes einzelne Mitglied des Gemeinderats für sich Strafantrag wegen übler Nachrede, eventuell Verleumdung und subsidiär Beschimpfung. Der Gemeinderat verweist darauf, dass es sich beim Unwetter vom 7. Juni 2012 um ein Grossereignis gehandelt hat. Innerhalb von 24 Stunden gingen 76 Schadensmeldungen ein, die Feuerwehrmänner von Risch standen damals insgesamt über 470 Stunden im Einsatz und leisteten Ausserordentliches. Natürlich bedauert der Gemeinderat, dass offenbar Tiere bei diesem Unwetter zu Schaden gekommen sind. Allerdings kann man sich rückblickend auch glücklich schätzen, dass keine Personen zu Schaden gekommen waren.