Rigi Anzeiger
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Bestnoten für die Musterschule

Experten beurteilen Gymnasium Immensee

Seit drei Jahren verlangt der Kanton Schwyz von seinen Gymnasien, dass sie ihre Qualität sichern. Externe Experten nehmen nun das Qualitätsmanagement an den Schulen unter die Lupe. Für das Gymnasium Immensee gab es Bestnoten.

Das Gymnasium Immensee ist die erste Mittelschule im Kanton Schwyz, die sich nun dieser externen Evaluation unterzogen hat. Die Evaluatoren des Instituts für externe Schulevaluation (IFES) stellen dem Gymnasium Immensee in ihrem nun vorliegenden Bericht ein Topzeugnis aus: Das Gymnasium Immensee erzielt ein aussergewöhnlich gutes Ergebnis und kann als erste Schule das Master-Zertifikat des Qualitätslabels «Q2E» (Qualität durch Evaluation und Entwicklung) beanspruchen.

Es ist bereits die zweite Nachricht der Superlative in diesem Jahr. Im Juni 2012 erzielte die Merlischacherin Vanessa Züger mit einer glatten 6.0 die beste Matura, das beste Ergebnis seit 16 Jahren im Kanton Schwyz. Ein paar Wochen später wurde das Gymnasium Immensee von vier Experten auf die Güte seines Qualitätssystems geprüft. Die Experten kommen in ihrem Bericht zum Schluss: Das Gymnasium Immensee betreibt Qualitätssicherung auf einem Topniveau. Das Institut für externe Schulevaluation (IFES) hat vor einigen Tagen dem Bildungsdirektor des Kantons Schwyz, Regierungsrat Walter Stählin, den umfassenden Evaluationsbericht zugestellt. Der Erziehungsrat, der von Bildungsdirektor Stählin präsidiert wird, war Auftraggeber der nun vorliegenden Evaluation.

Prorektor Küng und Rektor Magno freuen sich über das Topergebnis

4 Bereiche top, 5 Bereiche gut

Das Ergebnis des Berichts ist exzellent und wird fast nie von Gymnasien erreicht. In 4 von insgesamt 9 Schuldimensionen erreicht das Gymnasium Immensee die Stufe «Excellence». In den restlichen 5 Bereichen wird die Stufe «Fortgeschritten» erzielt. Kein Bereich ist nur genügend oder gar ungenügend. Tom Burri, Leiter des Instituts für externe Schulevaluation (IFES) meint zum Ergebnis des Gymnasium Immensee: «Das ist eine aussergewöhnlich gute Bewertung. Das Gymnasium Immensee kann sich damit als erste Schule für das Master-Zertifikat bewerben.» Tom Burri kennt die Mittelschulen der Schweiz aus seiner mehrjährigen Tätigkeit als Leiter des IFES und kann somit den Stellenwert eines solchen Resultats gut beurteilen. Die Evaluatoren halten in ihrem Bericht fest: «Das Gymnasium Immensee ist eine Schule in Bewegung – herausgefordert durch Geschichte und Gegenwart, zeigt es sich in einem hohen Masse veränderungsbereit und erneuerungsfähig».

 

Privatschule als Vorteil

Rektor Aldo Magno sieht in der Pflege der Qualität ein Markenzeichen des Gymnasiums Immensee: «Als Privatschule können wir uns schlechte Qualität schlicht nicht leisten. Die Schüler würden ausbleiben». Beim Staat hingegen gehe es primär darum, einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Die Qualität der Dienstleistung stehe weniger im Zentrum. Dass Entwicklung und Innovation sich wie ein roter Faden durch das Gymnasium Immensee spannen, ist den Evaluatoren sehr deutlich aufgefallen. Sie schreiben: «Bewegung, Reformfreude, Veränderung gehören offensichtlich zum Traditionsbestand der Schule und können offensiv aktiviert werden.»

Der Aufbau und die Verankerung des Qualitätsmanagements Q2E war aufwändig und erstreckte sich über einige Jahre. Federführend beim ganzen Prozess waren neben der Schulleitung die sogenannte Q-Steuergruppe. Diese überwacht das Q-System an der Schule und setzt laufend neue Entwicklungsaspekte um. Natürlich galt es beim Aufbau des Q-Systems auch immer wieder Widerstände innerhalb des Kollegiums zu überwinden. Das vorliegende Ergebnis zeigt nun deutlich: Der Aufwand hat sich gelohnt.

 

Optimierungspotential

Trotz gutem Ergebnis will sich das Gymnasium Immensee nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Prorektor Pascal Küng, Leiter der Q-Steuergruppe, hat bereits Entwicklungspotential geortet: «Im Bereich des Klassenfeedbacks müssen wir noch besser werden.» Es gelte stets den so genannten Qualitäts-Regelkreis zu schliessen: Wenn die Schüler ein Defizit im Unterricht erkennen, müsse die Lehrperson eine konkrete Zielvereinbarung machen und diese auch überprüfen. Dies geschehe, so Küng, nicht immer systematisch.

Das Gymnasium Immensee ist die erste Mittelschule des Kantons Schwyz, die extern evaluiert wurde. Im laufenden Schuljahr 2012/13 wird die Kantonsschule Ausserschwyz KSA dasselbe Prozedere durchlaufen. Spätestens dann hat der kantonale Erziehungsrat einen innerkantonalen Vergleichswert.

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