Rigi Anzeiger
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Betonbeisser auf dem Ruderterrain

Ebikon: Unmittelbar nach den Weltcuprennen der Ruderwelt am Rotsee hat der Rückbau des alten Ruderzentrums begonnen. In der zweiten Augustwoche geht’s los mit dem Aufbau. Im November soll das Erdgeschoss aus Stahlbeton stehen.

Rudersportzentrum

red. Das Ruderzentrum am Rotsee aus dem Jahr 1961 ist Geschichte. In den folgenden 10 Monaten entsteht ein multifunktionales Gebäude. Im Sockel lagert das gesamte Regattamaterial mit der mobilen Infrastruktur, die jeweils für die Wettkämpfe zum Einsatz kommt. Es ist vorgesehen, dass die drei Luzerner Ruderclubs Seeclub, Ruderclub Reuss und Ruderclub Rotsee sowie der Schweizerische Ruderverband Hallen zur Lagerung ihrer Boote mieten. Ferner entsteht eine öffentliche Toilettenanlage. Weiter richtet der Schweizerische Ruderverband für seine Athleten einen Trainingsraum ein. Zusätzlich zur rudersportlichen Nutzung wird sich auch die zweisprachige Tagesschule Four-Forest für Schulungszwecke im Ruderzentrum einmieten. «Diese Zusatznutzung ist eine echte Win-Win-Situation. Die Schule kann ihre Räumlichkeiten an bester Lage in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus an der Maihofstrasse erweitern. Damit kann die Forderung der öffentlichen Hand sichergestellt werden, dass der Betrieb des neuen Ruderzentrums kostendeckend geführt werden kann», sagt René Fischer, Präsident der Stiftung Ruderzentrum Rotsee, die nach Bauabschluss das Haus betreiben wird. Für den Regattabetrieb in den Sommerwochen müssen jeweils sämtliche drittgenutzten Räume im Eingangsbereich sowie im Obergeschoss geräumt werden. Sie dienen während der Regatta als Athletenrestaurant, Massageräume oder Wettkampfbüros.
Vorerst wird jedoch rückgebaut. Leitungen, Fenster, Türen und die sanitären Installationen. «Zwei Betonbeisser zerstückeln die Grundmauern und bereiten das Abbruchmaterial für den Abtransport vor. Nach drei Wochen starten wir mit den Pfählungen und verlegen die Kanalisation für den Neubau», erklärt Bauingenieur Heinz Schaller, der die Bauarbeiten für den Verein Naturarena Rotsee koordiniert. Das Erdgeschoss wird in Stahlbeton ausgeführt. Ab 2. November 2015 folgt das Obergeschoss als Montagebau aus Holz mit welchem das Ruderzentrum sein definitives Gesicht erhält. Dieses stammt von Fuhrimann/Haechler-Architekten AG Zürich. Sie gingen im April 2012 als Sieger aus einem Studienauftrag zur Naturarena Rotsee hervor. Die Eröffnung und Inbetriebnahme ist für Mai 2016 vorgesehen.
Die Gesamterneuerung der Naturarena Rotsee umfasst nebst dem neuen Zielturm, die Erneuerung der ruderspezifischen Wettkampfinfrastruktur, die Aufwertung von Wegen, Plätzen Uferzonen zwischen Zielplatz und Rotseewiese sowie den Neubau des Ruderzentrums. Bauherrin ist der Verein Naturarena Rotsee, der für die Massnahmen 16 Millionen Franken aufbringen musste. Über 13,5 Millionen Franken steuern die öffentlichen Hände (Gemeinde Ebikon, Stadt und Kanton Luzern sowie Bund) bei. Von privater Seite kommen 2,5 Millionen Franken zusammen. «Das neue Ruderzentrum ist das Herzstück der Naturarena, für das wir 11,2 Millionen Franken der Gesamtkosten aufwenden», sagt Felix Howald, Präsident Verein Naturarena Rotsee.
Aufgrund der Bauarbeiten kann es zu Sperrungen von Wegabschnitten im Umfeld von Rotseewiese und hin zum Restaurant Regatta kommen. Die Umleitungen werden ausgeschildert.