Rigi Anzeiger
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Bezirksrat nimmt Stellung

Küssnacht: Mit dem Offenen Brief «Ungelöste Herausforderungen im Strassenverkehr» vom 5. Juli 2017 stellte die örtliche SVP dem Bezirksrat verschiedene Fragen zum Strassenverkehr. Nach einer ersten Antwort des Bezirksrates, ist nun auch eine Stellungnahme erfolgt.

Der Bezirksrat ist überzeugt, dass sich nach der Realisierung der wichtigsten Bauprojekte wie beispielsweise die Südumfahrung  die Verkehrssituation im Raum Küssnacht wesentlich verbessern wird. Bild cek

Der Bezirksrat ist überzeugt, dass sich nach der Realisierung der wichtigsten Bauprojekte wie beispielsweise die Südumfahrung
die Verkehrssituation im Raum Küssnacht wesentlich verbessern wird. Bild cek

pd./red. Die SVP Küssnacht gelangte mit dem Offenen Brief auch an die Medien (sie­he Rigi Anzeiger vom 11. August 2017). Der Bezirksrat hielt Wort, und gab eine Stellungnahme mit folgendem Inhalt ab: «Es ist richtig, dass die Strassen im Bezirk Küssnacht aufgrund der stetigen Verkehrszunahme auf verschiedenen Abschnitten an ihre Grenzen stossen. Deshalb haben Kanton und Bezirk bereits 2006 ein gesamtheitliches, und auf die Zukunft ausgerichtetes Verkehrskonzept entwickelt.

Zentrale Elemente davon sind:
• Der Ausbau des Autobahnanschlusses im Fänn und der Ausbau der Zugerstrasse zwischen Fänn und Luterbach auf vier Spuren
• Die neue Verbindung Zuger-Artherstrasse für eine direktere Anbindung von Immensee an die Autobahn
• Die Südumfahrung zur Entlastung des Küssnachter Zentrums vom Durchgangsverkehr
• Die flankierenden Massnahmen zur Verkehrsberuhigung im Zentrum
• Die Schaffung von neuem Parkraum
Da es sich um komplexe und teure Bauvorhaben handelt, erstreckt sich die Umsetzung der Massnahmen auf einen längeren Zeitraum. Die Verbindung Zuger-/Artherstrasse wurde durch das kantonale Tiefbauamt bereits gebaut und in Betrieb genommen. Bis zur Eröffnung der Südumfahrung muss sie wesentlich mehr Verkehr als im Endzustand aufnehmen. Dies führt in den Hauptverkehrszeiten zur Überlas­tung und zu Einschränkungen bei der Verkehrssicherheit. Ein Rückstau lässt sich dann nicht vermeiden. Mit der Einführung von Verkehrsampeln konnte die Verkehrssicherheit, insbesondere für die Velofahrer‚ inzwischen verbessert werden. Ein Umbau des Knotens, wie er von der SVP vorgeschlagen wird, ist wegen den hohen Kosten und der zeitlich begrenzten Mehrbelastung nicht sinnvoll. Der Anschluss Fänn ist Bestandteil der Nationalstrasse, weshalb für dessen Ausbau das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zuständig ist. Für den Ausbau wurden mehrere Varianten – so auch ein doppelspuriger Kreisel mit und ohne Bypass – geprüft. Die Kreiselvarianten haben jedoch den Nachteil, dass der Verkehr nicht gesteuert werden kann. Das ASTRA hat sich in Zusammenarbeit mit dem Kanton und dem Bezirk schliesslich für einen doppelspurigen T-Knoten mit Lichtsignalanlage entschieden. Damit kann auf die Verkehrsbelastung flexibel reagiert und die Leistungsfähigkeit langfristig erhöht werden. Zudem kann der Busverkehr auf der Achse Küssnacht-Rotkreuz in beide Richtungen priorisiert werden. Die öffentliche Auflage des Projekts erfolgte im November 2015. Wegen Einsprachen prüft das ASTRA zurzeit Anpassungen am Projekt. Der von der SVP Küssnacht vorgeschlagene zusätzliche Autobahnanschluss nördlich des Industriegebietes ist jedoch kein Thema. Hingegen plant der Kanton, die Zugerstrasse auf vier Spuren auszubauen, um deren Kapazität auch langfristig auf die Verkehrszunahme auszurichten. Der Bezirksrat hat bereits 2012 darüber orientiert. Der Realisierung ist gemäss kantonalem Strassenbauprogramm ab 2022 vorgesehen.»

Für ein Gespräch offen
Der Bezirksrat erwähnt in seiner Stellungnahme auch, dass mit der Inbetriebnahme der Südumfahrung Küssnacht vom Durchgangsverkehr entlastet und das Zentrum zur Erhöhung der Attraktivität und Verkehrssicherheit umgestaltet werden. Diesbezüglich werden noch bis im November die Vorschläge und Detailpläne unter Einbezug der Direktbetroffenen und des Gewerbes bereinigt. (Der Rigi Anzeiger berichtete darüber). Der Bezirksrat lässt die SVP Küssnacht auch wissen, dass sie die Ortspartei gerne zum gewünschten Gespräch einlädt, um die weiteren, von ihr vorgeschlagenen Massnahmen zu besprechen.