Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Blick zurück nach vorn

Gegen Ende des Jahres regt sich das Bedürfnis, zurück zu blicken. Wer weiss, vielleicht lassen sich aus dem Blick zurück wertvolle Hinweise für einen weiteren Stapel guter Vorsätze gewinnen. Die spare ich mir dann allerdings für die fortgeschrittene Sylvesternacht auf. Sie gehen dann schneller vergessen.

Der Blick zurück also. Was hat uns im 2014 weitergebracht? Auf Bundesebene gab es etwa 100 neue oder abgeänderte Gesetze, dazu noch eine Vielzahl von Verordnungen. Natürlich greifen nicht alle unmittelbare in den Lebensalltag eines unbescholtenen Bürgers, einer braven Bürgerin ein. Aber ein bisschen viel ist’s schon, was sich da Jahr für Jahr aus «Bundesbern» übers Land ergiesst. In der Summe ist das Staats-Korsett auch 2014 wieder ein bisschen enger geschnürt worden. Ich lerne daraus: Im eidgenössischen Flugjahr 2015 schaue ich, was die Versprechen «meiner» Kandidatinnen/Kandidaten in Paragrafen und Artikeln der eidgenössischen Gesetzesproduktion bedeuten. Meine Kreuzchen werde ich nach dem Prinzip «je weniger, desto besser» verteilen. Lieber ein passiver Mensch auf dem Sitz in Bern, als ein hyperaktiver. Passive verursachen weniger Folgekosten.
Es gibt natürlich auch unpolitische Stichworte, die im Rückblick-Kalender notiert sind. Selfie, zum Beispiel. Kann man mehr daraus lernen, als dass Prominenz nicht vor Dummheit schützt? Oder «1er» – der vbl-Prestige-Bus tut so, als wär’ er ein Tram, schafft es aber trotzdem nicht bis nach Ebikon. Und wenn schon von «tun als ob» die Rede ist, könnte ich von der neuen Salle-modulable-Euphorie und leeren Kassen schreiben – aber was daraus zu lernen wäre…?

Wirklich lehrreich, wenn auch von beschränktem Nutzwert war im zu Ende gehenden Jahr der Tipp von Boris Blank (das ist die andere Hälfte des Duos «Yello») zur Rettung alter Tonbändli: «Circa eine Woche lang bei 40 Grad Celsius backen», dann könne man das Band noch einmal abspielen und digitalisieren. Stand so in der Zeitung – sage noch jemand, Zeitung lesen lohne sich nicht.

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Hanns Fuchs