Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

«Blubbomir» und «Abu» helfen gerne

Kindergarten- und Schulanfang in Meggen

Nicht am Rockzipfel der Mutter, sondern mit fröhlichen Gesichtern haben am vergangenen Montag Mädchen und Buben den Kindergarten oder das Schulzimmer betreten. Mit Tierfiguren fällt der Einstieg in den neuen Lebensabschnitt leichter.

«Guete Morge, ich bin e Fisch und läbe do mit Muschle und Seestärne zäme. Aber wo isch min Früünd, de Blubbomir? Helfid ihr mir de Blubbomir sueche? Of eis, zwöi, drüü rüefed mir alli mitenand: Blubbomir!» Clivia Vogel und Nicole Bauhofer, die beiden Kindergartenlehrpersonen, haben je einen farbigen Plüschfisch in der Hand und führen die im Kreis sitzenden 18 Kinder spielerisch und spassig in die Unterwasserwelt ein. Und schon bald sind Mama oder Papa im Hintergrund vergessen. Und als Fangis und Versteckis gespielt werden und die sechs Buben und zwölf Mädchen unter ihren Stühlen weitere Fische finden und mit diesen auch mitspielen dürfen, ergeben sich erste Kontakte zwischen den Kindern. An der Wand befindet sich ein richtiges Aquarium – und so ergibt sich ein erstes Kreisgespräch über die kleinen Fische im Behälter und über den Umgang mit den Fischchen. Während im Gang die Eltern noch einige Informationen zur Zusammenarbeit von Clivia Vogel erhalten, dürfen die Kinder in Gruppen malen, kneten, Puzzle zusammensetzen oder Memory spielen. Jedes Kind darf Mami oder Papi zum Abschied eine kleine Muschel mit auf den Heimweg geben.

Der «Ernst» des Lebens beginnt
Auch bei der 1. Klasslehrperson Manuela Huwyler beginnt der erste Schultag im Kreis, aber in Hochdeutsch. Aus einem Körbchen zieht die Lehrerin Namenszettel, wie Ryan, Manuela, Fabio oder Mara und verteilt sie nach dem Lesen des Namens an die entsprechenden Kinder. «Wo ist der Elefant Abu versteckt? Ihr kennt ihn ja bereits. Ich habe euch beim Besuchstag bereits eine Geschichte von diesem Elefanten vorgelesen», erklärt die Lehrerin. «Ihr dürft ihn im Schulzimmer suchen gehen!» Und bald ist der graue Elefant Abu in einer Vitrine entdeckt worden mitsamt dem Vorlesebuch.
Dann erhalten alle Kinder, es sind fünf Mädchen und elf Knaben, je eine Geburtstagsschachtel, die von den ehemaligen 2. Klässlern gebastelt wurden. «Sie sieht noch etwas nüchtern aus. Ihr dürft sie jetzt noch mit eurer Gruppeneinteilung ‹Zebra› oder ‹Giraffe› bemalen. Die Eltern können für euch auf bereitgelegte Zettel einen geheimen Wunsch notieren, den wir in die Geburtstagsschachtel legen und erst am Geburtstag selbst lesen», erläutert die Klassenlehrerin das weitere Vorgehen. Die Erstklässler setzen sich erstmals ans Pult und beginnen mit Zeichnen und Malen, während die Eltern die Geburtstagswünsche zu Papier bringen. Auch da heisst es bald Abschied nehmen. Im Gang vor der Schulzimmertüre informiert Manuela Huwyler die Eltern noch über das Tragen der Leuchtweste auf dem Schulweg, über Sinn und Zweck des Kontaktheftes und weitere Dokumente der Schule Meggen.