Rigi Anzeiger
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Brandstiftung aus Langeweile – Pfadi Eibu hält zusammen

Inwil: Am frühen Samstagmorgen vom 18. März wurde das Pfadihaus von zwei 17-jährigen Jugendlichen mutmasslich angezündet. Im Dorf herrscht nach diesem Vorfall grosse Betroffenheit. Für die Pfadi Eibu heisst es nun nach vorne schauen.

ls./pd. Das Pfadiheim in der Nähe vom Waldrand wurde regelmässig, ungefähr alle zwei Wochen, von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern intensiv genutzt. «Dass man so etwas aus Langeweile macht, können wir nicht verstehen», meint Fabienne Scherer, Abteilungsleiterin, betroffen. Das 40-jährige Haus in der Nähe vom Waldrand hatte Charakter. So fanden hier viele spannende Abenteuer statt und diverse Aktivitäten wurden durchgeführt. «Für so manchen Pfader stellte dieser Ort ein zweites Zuhause dar», fügt Jana Eberle an.

Wie es zum Vorfall kam
Am frühen Samstagmorgen vom 18. März, kurz nach 5.15 Uhr, wurde der Luzerner Polizei gemeldet, dass das Pfadihaus an der Bergstrasse in Inwil brenne. Diese Meldung wurde von den im Kanton Luzern ansässigen Tätern selbst gemacht, als sie den Tatort verliessen. Der eigene Löschversuch der beiden Jugendlichen misslang.
Aufgrund des Spurenbildes gingen die Brandermittler von einer Brandstiftung als Brandursache aus. Nachdem sich ein Jugendlicher am selben Abend noch bei der Polizei stellte und die Brandstiftung zugab, ergaben die darauffolgenden Einvernahmen und Abklärungen, dass die beiden nach einer Geburtstagsparty auf den ersten Bus warteten, um an ihren Wohnort zu fahren. Aus Langeweile haben sie eine Scheibe eingeschlagen, stiegen in das Pfadihaus ein, beschädigten diverse Gegenstände. Dann legte einer der Jugendlichen das Feuer. Die Täter wurden wegen diverser Delikte wie Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Brandstiftung u.s.w. bereits verzeigt.

Aufgeben ist keine Option
«Wir möchten unser Jahresprogramm wie geplant weiterführen und insbesondere unseren kleinen Pfadfindern die Stärke der Pfadi Eibu zeigen. Die Neuorganisation läuft auf Hochtouren», äussert Fabienne Scherer optimistisch. Auch nach einem schlimmen Ereignis werde zusammengehalten und nach vorne geschaut. Das sei wichtig und richtig, betont das ganze Abteilungsleiter-Team. «Die Betroffenheit ist gross. Das spüren wir auch im ganzen Dorf», fügen Andrea Slamanig und Jana Eberle, die zwei anderen Abteilungsleiter, an. «Für die solidarische Hilfsbereitschaft sind wir sehr dankbar.» Im Moment zeige sich einmal mehr, wie gross die Loyalität zur Pfadi Eibu sei. In dieser schwierigen Situation darf die Pfadi auf die Unterstützung vieler Personen zählen und dankt herzlich dafür.

Die äusseren Brandstellen am Pfadihaus zeigen nur wenig vom schlimmen Vorfall am 18. März. Bild Linda Schumacher

Die äusseren Brandstellen am Pfadihaus zeigen nur wenig vom schlimmen Vorfall am 18. März. Bild Linda Schumacher

Der «ewige Sitz» zeigt und bestätigt den Zusammenhalt der Pfadi Eibu. Bild Linda Schumacher

Der «ewige Sitz» zeigt und bestätigt den Zusammenhalt der Pfadi Eibu. Bild Linda Schumacher

Ein weiteres Zeichen für die Gemeinschaft: «Die Pfadi Eibu hält zusammen!» Bild Linda Schumacher

Ein weiteres Zeichen für die Gemeinschaft: «Die Pfadi Eibu hält zusammen!» Bild Linda Schumacher

Das Abteilungsleiter-Team, bestehend aus Fabienne Scherer, Andrea Slamanig und Jana Eberle (v.l.), schauen positiv in die Zukunft. Aufgeben ist keine Option. Bild Linda Schumacher

Das Abteilungsleiter-Team, bestehend aus Fabienne Scherer, Andrea Slamanig und Jana Eberle (v.l.), schauen positiv in die Zukunft. Aufgeben ist keine Option. Bild Linda Schumacher