Rigi Anzeiger
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Buchgewinn beschert schwarze Zahlen

Inwil: Ausführliche Erläuterungen bestimmten die Gemeindeversammlung, die nebst dem Voranschlag auch Sonderkredite und Reglementsänderungen zum Friedhof- und Bestattungswesen zum Inhalt hatte.

cek. «Wir planen den Steuerfuss von 1,9 Einheiten weiterhin zu halten und ihn im 2017 um einen Zehntel zu erhöhen», lauteten die Einführungsworte von Inwils Finanzvorsteher Gregor Jung. «Es ist mit einem moderaten Steuerzuwachs zu rechnen.» Aufgrund geplanter Bauprojekte mit 161 Wohnungen könnte Inwil bis 2020 einen Zuzug von über 300 Personen haben. (Ende 2012 betrug die Bevölkerungszahl 2306). Das habe nicht nur höhere Einnahmen zur Folge, sondern auch Sozialausgaben, meinte Jung. Für das kommende Jahr voranschlagt Inwil einen Ertragsüberschuss von 29100 Franken, dank eines Buchgewinnes aus einem Landverkauf für den Sonnhof Park und Wohnen im Alter. Darüber befinden die Inwiler an der Frühlingsversammlung. Auch 2016 wird ein weiteres Teilstück für den Sonnhof Park verkauft, der mit seinem Buchgewinn erneut schwarze Zahlen bescheren wird.
Bei den Erläuterungen zu den einzelnen Ressorts kündigte Bauvorsteher Fabian Peter eine Erhöhung der Entsorgungsgebühren von 70 auf 82 Franken an. Der Grund: Vor einem Jahr entschieden die Inwiler, die Überschüsse des Verbandes REAL nicht mehr der Spezialfinanzierung, sondern vollumfänglich dem Spezialfonds Umwelt und Energieprodukte gutzuschreiben. Ein weiterer Ausgabeposten fällt in den Bereich Finanzen, denn die Gemeinde möchte Land in der Nähe der Schulanlage für allfällige Erweiterungen kaufen. Als angespannt, aber vertretbar bezeichnete der Präsident der Rechnungskommission, Thomas Rütter die finanzielle Entwicklung Inwils, bevor die 70 Anwesenden dem Voranschlag zustimmten.

850 Franken für eine Bestattung
Das Reglement über das Friedhof- und Bestattungswesen der Gemeinde Inwil ist über zehn Jahre alt. «Wir stellten fest, dass wir eine der letzten Gemeinden sind, die alles bezahlen», hielt Gemeinderätin Brigitta Josza fest. Aus diesem Grund musste das Reglement angepasst werden. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Gebühren. «Im Endeffekt kostet eine Bestattung 850 Franken, die zulasten der Hinterlassenschaft gehen», fasste Josza zusammen. Grossmehrheitlich wurden die Änderungen angenommen. Auch der Sonderkredit von 350’000 Franken für die generelle Zonenplanrevision sowie von einer Million Franken für die Erstellung neuer Entlastungsleitungen unter anderem im Zusammenhang mit dem Erschliessungsprojekt Sonnenhof wurden von der Versammlung gutgeheissen.
Wohnen im Alter
Die Genossenschaft Alterswohnen Inwil zeichnet für die Realisierung der Alterswohnungen Sonnhof verwantwortlich. Deren Präsident Beat Arnet warb für Mitglieder, denn bis Ende Dezember will die Genossenschaft für 2 Millionen Anteilscheine gezeichnet haben. Noch fehlen knapp 750’000 Franken. Voraussichtlicher Baubeginn der Alterswohnungen mit 2½ und 3½ Zimmern ist im kommenden Frühling.

Verabschiedung
23 Jahre war der Inwiler Walter Amstutz für die Feuerwehr Oberseetal im Einsatz, zuletzt als deren Kommandant. «Er kletterte schnell die Feuerwehrleiter hoch», resümierte Gemeindepräsident Josef Mattmann und verabschiedete den abtretenden Feuerwehrkommandanten mit Geschenken. «Das hätte ich nicht erwartet», sagte der sichtlich überraschte Amstutz. Mattmann würdigte auch Franz Studers jahrelangen Einsatz mit seinen Berichterstattungen aus Inwil für die verschiedensten Medien. Änderungen hatte Mattmann auch zu verkünden, was den Dorfladen betrifft. Da die bisherigen Betreiber ihre Tätigkeit beenden, soll er im Frühling mit einem neuen Konzept eröffnet werden.

9 Feuerwehrkommandant 1

Josef Mattmann (r.) verabschiedete Feuerwehrkommandant Walter Amstutz.