Rigi Anzeiger
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Büezer mit Feingefühl

Region: Kaum ein Beruf ist so abwechslungsreich und befriedigend wie der des Strassenbauers. Dennoch hat er einen schlechten Ruf. Das stört Nik Kurmann von der Schmid Bauunternehmung AG in Ebikon nicht.

Nik Kurmann (19) lässt sich bei der Schmid Bauunternehmung AG in Ebikon zum Strassenbauer EFZ ausbilden. Bild apimedia

Nik Kurmann (19) lässt sich bei der Schmid Bauunternehmung AG in Ebikon zum Strassenbauer EFZ ausbilden. Bild apimedia

Keine Frage: Das Image des Strassenbauers könnte besser sein. Er steht am Strassenrand und behindert den Verkehr. So zumindest die vorschnelle Beurteilung vieler Automobilisten. Dass er eigentlich genau das Gegenteil tut, nämlich für ein angenehmes und gefahrloses Vorwärtskommen zu sorgen, wird oft erst bei genauerem Hinsehen deutlich. Ebenso die Tatsache, dass die Tätigkeiten des Strassenbauers überaus vielseitig sind. Sie reichen vom Absichern und Signalisieren der Baustelle über das Ausheben von Gräben bis zum Schneiden der Belagsränder oder Anpassen der Schachtdeckel auf die definitive Belagshöhe. Ein Grossteil davon ist grobe Hand- respektive Maschinenarbeit, doch zwischendurch ist auch immer wieder Feingefühl gefragt. Zum Beispiel im Kanalbau, wo Kanalisationsleitungen millimetergenau verlegt werden müssen. Oder auch beim Setzen von Randabschlüssen.

Von Beginn an produktiv
Nik Kurmann (19) mag am liebsten die Belagseinbauten, also das Asphaltieren, wie eben bei den Pilatus Flugzeugwerken in Stans geschehen. Der junge Littauer steht zurzeit im zweiten Lehrjahr zum Strassenbauer EFZ bei der Schmid Bauunternehmung AG in Ebikon. Zum Beruf fand er durch seinen Vater, der ebenfalls Strassenbauer war. Seine Wahl hat er bis heute nicht bereut. Im Gegenteil: Die Lehre bereitet ihm grossen Spass. Weil er mit den Händen arbeiten kann und körperlich gefordert wird. Aber auch weil er im Betrieb schnell Einblick in die unterschiedlichsten Tätigkeitsbereiche erhielt und von Anfang an produktiv mitwirken konnte. Etwas vom Wichtigsten im Strassenbau sei das Teamwork, weiss Nik inzwischen: «Nur wenn die Gruppe harmoniert, kann man gute Arbeit leisten.» Das sei bei Schmid absolut der Fall.

Ausgezeichnete Jobaussichten
Klar, ist die Arbeit des Strassenbauers hin und wieder hektisch und anstrengend. «Vor allem im Sommer, wenn man bei 30 Grad Aussentemperatur 180 Grad heissen Belag einbauen muss», erzählt Nik. Doch das Resultat entschädige schliesslich für jeden Schweisstropfen. Im Sommer 2018 schliesst er seine Lehre mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) ab. Für die Zeit danach hat er bereits konkrete Vorstellungen: «Ich möchte mich zum Vorarbeiter und Polier weiterbilden lassen.» Damit würde er seine Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, die ohnehin recht gut sind, nochmals deutlich verbessern.