Rigi Anzeiger
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Bueris Ärger mit dem Tunnel

Drei Sperrungen in einer Woche verschärfen angespannte Verkehrssituation

Gleich dreimal kam es vergangene Woche wegen dem gesperrten Autobahn-Zubringertunnel in Buchrain zu massiven Verkehrsproblemen.

Die Verkehrswelt um Luzern ist voller Nadelöhre. Geht eines zu, sind Staus in der weiteren Umgebung unausweichlich. So geschehen auch vergangene Woche in Buchrain. Weil der Tunnel zwischen Buchrain und dem Autobahn-Anschluss mehrmals in beiden Richtungen gesperrt war, quälten sich Autokolonnen durch Buchrain, die Autos stauten sich bis über den Autobahnanschluss zurück, während sich jene Richtung Autobahn-Anschluss ihren Weg über Ebikon und Buchrain suchen mussten. Die Durchgangsstrasse in Buchrain war dadurch in beiden Fahrtrichtung hoffnungslos verstopft.

Ausgabe vom 11. April - Bueris Ärger mit dem Tunnel

Bleibt die Frage nach dem Warum. Das Strasseninspektorat sperrte am Montagabend um 19 Uhr den 891 Meter langen Tunnel für eine routinemässige Tunnelreinigung, die erst am Dienstagmorgen um 6 Uhr beendet war. Am Mittwochabend um 19 Uhr wurde der Tunnel erneut für elf Stunden gesperrt. Diesmal für eine routinemässige Überprüfung der elektrischen Anlagen. «Wir achten darauf, den Verkehr bei solchen unumgänglichen Arbeiten nicht zu stark zu behindern», sagt Daniel Küchler Sachbearbeiter Unterhalt Kantonsstrassen. Man habe weder am Montag, noch am Mittwoch den Eindruck gehabt, ein Verkehrschaos bewirkt zu haben. Damit werden die nächtlichen Unterhaltssperrungen auch künftig an Werktagen durchgeführt. Die nächste ist schon jetzt terminiert: In der Nacht vom Donnerstag den 16. Oktober, auf Freitag. «In Tunnels mit Gegenverkehr wird viel Schmutz aufgewirbelt und setzt sich überall an. Ohne die halbjährlichen Reinigungen würde der Tunnel völlig verrussen», erläutert Küchler. Im Einsatz stünden bei solchen Arbeiten jeweils 8 bis 12 Mitarbeiter.

Für eine weitere Sperrung mit Staufolgen sorgte am vergangenen Freitag ein unaufmerksamer Autofahrer, der am Autoradio hantierte, statt die Fahrbahn im Auge zu behalten. Mit einem Ausweichmanöver auf die Gegenfahrbahn versuchte er zwar noch eine Auffahrtskollision zu vermeiden, knallte aber trotzdem in den Vordermann. Die Polizei musste den Tunnel räumen und für eine Stunde sperren. Und das mitten im regen Freitags-Feierabendverkehr zwischen 16 und 17 Uhr. Laut Polizeisprecher Simon Kopp gilt der Tunnel als nicht besonders unfallgefährdet. «In den Jahren 2012 und 2013 wurden im Tunnel oder in dessen Einfahrt insgesamt acht Verkehrsunfälle registriert. Alles Auffahrunfälle. Und alle ohne Verletzte», erklärt Kopp. Das sei vergleichsweise wenig. Die Zahlen aus diesem Jahr liegen noch nicht vor.