Rigi Anzeiger
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Bushaltestelle Talrain soll erhalten bleiben

Adligenswil: Der Fahrplan­entwurf 2017 sieht die Aufhebung der Haltestelle Talrain und die Zusammenlegung der Haltestellen Gämpi und Rigiblick auf den Linien 26 und 73 vor. Gegen ersteres wehren sich betroffene Anwohner.

cek. An der Haltestelle Talrain in Adligenswil hängt ein weisses Blatt Papier, auf dem Unbekannte an die Busbenützer appellieren, sich beim VVL (Verkehrsverbund Luzern) oder beim Gemeinderat gegen die Auflösung der genannten Bushaltestellen Talrain und Gämpi zu intervenieren. Die Strassengenossenschaft Unterbuggenacher hat mit dem fast demselben Ziel bei Bewohnern im Quartier Talrain, Talstrasse, Talweg, Rütliweid und Rütlimatte Unterschriften gesammelt. Mit diesen und einem Schreiben will sie sich beim VVL, der VBL und beim Gemeinderat gegen die Aufhebung der Bushaltestelle Talrain auf der Linie 26 wehren. Als Gründe nennt sie unter anderem das stark bewohnte Quartier, das durch weitere Bauten ein Wachstum erfahren wird. Die Strassengenossenschaft weist auch auf Familien, Eltern mit Kinderwagen, ältere und gehbehinderte Menschen hin, die vom Wegfall dieser Bushaltestelle betroffen wären. «Wenn argumentiert wird, dass die Haltestellen auf der Achse Luegisland, Talrain, Rigiblick und Gämpi zu nahe liegen, muss zwingend auch die Zugänglichkeit aus den Quartieren berücksichtigt werden und diese ist eben nicht überall für alle gegeben», ist dem Schreiben der Strassengenossenschaft zu entnehmen. Ein gewisses Verständnis räumt sie für den Wegfall der Haltestelle Talrain auf der Postautolinie 73 ein. Die Zusammenlegung der Haltestellen Gämpi und Rigiblick macht für sie absolut Sinn.

Gemäss Fahrplanentwurf 2017 soll die Haltestelle Talrain sowohl von der VBL (Linie 26) und dem Postauto nicht mehr bedient werden. Bild ahr.

Gemäss Fahrplanentwurf 2017 soll die Haltestelle Talrain sowohl von der VBL (Linie 26) und dem Postauto nicht mehr bedient werden. Bild ahr.

Gemeinderat informiert
Aus den Reihen der Strassengenossenschaft wurde auch der Vorwurf laut, dass der Gemeinderat nicht im Vorfeld über die Änderungen auf den Linien 26 und 73 informiert hat. Dazu erklärt Gemeinderat Olivier Bucheli: «Die Haltestellen zwischen Luegisland und Dorf auf der Kantonsstrasse 30 (K30) werden vom Kanton derzeit ans Behindertengleichstellungsgesetz angepasst und überprüft. Die Gemeinde hat mit dem Kanton diesbezüglich eine gemeinsame Kommunikation beschlossen. Das entsprechende Projekt soll demnächst aufgelegt werden. Die angesprochenen Anpassungen liess der VVL bereits im Fahrplanentwurf 2016 einfliessen, daher wurden die Anwohnenden nicht direkt informiert. Optimal ist das nicht.» Ferner verriet Bucheli, dass der Gemeinderat bereits Anfang 2015 beim VVL ein differenziertes Halteregime beantragte und zwar ein Halt auf der Linie 26 auf allen Stationen und auf der Linie 73 ohne Halt beim Talrain, Rigiblick oder Gämpi. «Der VVL ist nicht auf den Vorschlag eingetreten, sondern wollte eine ganzheitliche Bereinigung», teilt Bucheli mit. Gemäss VVL entsprächen die Haltestellenabstände – massgebend sind mindestens 300 Meter – nicht der Norm. Ausserdem würden so nahe gelegene Haltestellen sich gegenseitig Passagiere wegnehmen. Olivier Bucheli betont: «Der Gemeinderat wird aktiv darauf schauen, dass die Erschliessung durch Gehwege in sämtlichen neuen Projekten mit in die Gestaltungspläne fliesst, um die Benutzung des öVs möglichst praktisch zu gestalten.»

Auf einem Blatt Papier appellieren Unbekannte, gegen die Auflösung der Haltestellen Gämpi und Talrain zu intervenieren. Bild ahr.

Auf einem Blatt Papier appellieren Unbekannte, gegen die Auflösung der Haltestellen Gämpi und Talrain zu intervenieren. Bild ahr.