Rigi Anzeiger
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Christbaum als Weihnachtsgeschenk

Das Christkind kam aus Adligenswil

Zu einer Familie in Kriens brachte das Christkind vor ein paar Tagen einen geschmückten Tannenbaum als Geschenk. Es war ihr Weihnachtswunsch.

Sie wurden vom Christkind von Adligenswil nach Kriens geschickt: (v.l.) Marianne Müller, Matthias Gmür, Leandra Bühler, Daria Wechsler, Matthias Bamert, Stephan Dräyer, Heidi Rothen vom Christkindli-Briefkasten und Kinder der Familie M.

Die Familie M. in Kriens (Name der Red. bekannt) hatte vor einiger Zeit viel Ungemach durchzustehen. Als der Fernseher in Brand geriet richtete das Feuer im Wohnzimmer erheblichen Schaden an. Die vierköpfige Familie mit dem arbeitslosen Vater kam in eine Notlage. Freunde und Bekannte halfen mit dem Nötigsten aus. Je näher Weihnachten rückte desto mehr kam in der Mutter der Wunsch nach einem schön geschmückten Tannenbaum auf. Einen selbst zu kaufen lag nicht drin. Auf dem Luzerner Kornmarkt warf sie den schön formulierten Wunsch in einem weihnächtlich dekorierten Umschlag in den dort stehenden Christkindli-Briefkasten. Von dort gelangte der Brief zum Christkindli-Team. Ihr Wunsch wurde erhört. Am vergangenen Samstag machte sich das Religionslehrer-Team Marianne Müller, Matthias Gmür und Stephan Dräyer, begleitet von drei Firmlingen Daria Wechsler, Leandra Bühler und Matthias Bamert – alle aus Adligenswil – auf den Weg. Am Schwanenplatz kauften sie einen zwei Meter hohen Christbaum. Um dem Baum unter keinen Umständen Schaden zuzufügen, wurde dieser nicht auf einem Autodach, sondern mit dem VBL-Bus nach Kriens gefahren. Die Fahrgäste im voll besetzten «Einer» staunten nicht schlecht. Der Baum – die ganze Krone einer Blautanne – war echt schwer. Aber Freude bereiten verleiht Flügel. Andere Helferinnen hatten Schachteln mit Christbaumschmuck nach Kriens gebracht. Bevor das Schmücken des Baumes beginnen konnte, musste noch ein Christbaumständer organisiert werden. Zwei Helfer wurden auf die Suche geschickt. Bei der Heilsarmee in Kriens wurden sie fündig. Sie erstanden für acht Franken einen massiven Ständer. Das Schmücken konnte nun beginnen. Die Firmlinge und drei der vier Kinder der Familie M. machten sich an die Arbeit. Am Schluss waren sich alle einig: «Einen so schönen Christbaum haben wir noch nie gesehen.» Frau M. war den Tränen nahe. Ihr Wunsch war in Erfüllung gegangen. Ein Christbaum als Weihnachtsgeschenk.