Rigi Anzeiger
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Dart ist kein Glücksspiel

Besuch eines Dartturniers in der «inBar» in Inwil

Dart ist für Insider Kult. Präzisionssport auf höchstem Niveau, bei dem Pfeile auf eine runde Scheibe geworfen werden. Neuerdings tut man das in Inwil, in der eben eröffneten «inBar». Das Nonplusultra für Dartspieler.

Anfang Februar eröffnete Christian Arnold an der Hauptstrasse 22 in Inwil die «inBar» in Inwil. Das zweigeschossige Lokal bietet alles, was das Herz eines Dartspielers begehrt. Hier werfen Topspieler ihre Pfeile aus Stahl oder Kunststoff zielsicher auf die runden Scheiben.

Die «inBar» gleicht einem grossräumigen Wohnzimmer mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten. Gemütlich. Im Obergeschoss läuft ein Cup-Turnier. Gespielt wird auf sogenannten Electronic-Dartautomaten. «E-Dart» nennen das die Insider. Unweit entfernt hängen Profi-Boards, auf die mit Pfeilen aus Stahl geworfen wird. Steel-Dart heisst dieses Spiel. Turniere in dieser Disziplin werden weltweit mit TV-Übertragungen übertragen.

Vom Fussball zum Dart

Fernando «Fery» Migliore aus Meggen spielt seit zwei Jahren Dart. «Ich war vorher Fussballtrainer der 2. Liga Interregional Küssnacht und stiess per Zufall durch Kollegen auf diesen Sport», erzählt er. In kurzer Zeit hat er sich zu einem Topspieler der Schweiz entwickelt. 2013 war er Vierter in der Liga A und im Steel-Dart wurde er Innerschweizer Meister in der Liga B. «Ich lasse mich beim Spiel nicht ablenken und schon gar nicht vom Gegner irritieren», beschreibt Migliore sein Erfolgsrezept.

Der 19jährige Pascal Ottiger ist der jüngste Dartspieler in der «inBar». Er konzentriert sich vor allem auf E-Dart. «Ein cooles Spiel mit coolen Leuten», findet er. Die 29jährige Chantal Scheurer aus Emmen schaut dem Turniertreiben zu. «Würde ich nicht mitgehen, dann sähe ich meinen Freund viel weniger», erzählt sie. Ihr Freund Peter Hess gesteht, ein «vergifteter Dartspieler» zu sein. 2003 begann er mit diesem Geschicklichkeitssport und spielte jeden Tag. Sonntags nahm er an Turnieren teil. Inzwischen hat er das Dartspielen werktags etwas reduziert, der Freundin zuliebe.

Die erwähnten Dartspieler sind Mitglieder des Dartclubs Arts of Darts, den Christian Arnold, zugleich Betreiber der «inBar», gegründet hat. Das geschah im Inwiler Gewerbepark, wo Arnold das erste eigene Dartlokal eröffnet hatte. Siebzig Mitglieder zählt sein Dartclub und ist inzwischen der grösste in der Zentralschweiz. Vor allem handwerkliche Berufe sind im Club vertreten.

Dart hat seine Wurzeln in England. Christian Arnold: «Es ist kein Glücks-, sondern ein Geschicklichkeitsspiel. Darüber gibt es ein Gerichtsurteil», erzählt er. Anfang des 20. Jahrhunderts bewies einer der besten Dartspieler Englands vor Gericht, dass Treffsicherheit die einzige Zutat ist, die es für dieses Spiel braucht. Vom Können dieses Dartspielers beeindruckt, fällten die Richter das Urteil: «This is no game of chance.»

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Fernando «Fery» Migliore mit Dartpfeilen aus Stahl vor einem Profi-Board.

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In der Schweiz wird am häufigsten E-Dart gespielt.

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«Dart ist kein Glücks-, sondern ein Geschicklichkeitsspiel. Darüber gibt es ein Gerichtsurteil.» Christian Arnold, Betreiber der «inBar»

 

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