Rigi Anzeiger
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Das D4 darf Wohnungen realisieren

Root: Die sehr gut besuchte Gemeindeversammlung hatte vornehmlich informellen Charakter und alle Geschäfte erhielten mehrheitliche Zustimmung. Für drei Personen war sie die letzte Versammlung dieser Art.

Heinz Huber ausgerüstet für gemütliche Stunden.

Heinz Huber ausgerüstet für gemütliche Stunden.

Armin Steiner (l.) und James Sattler nach ihrer Verabschiedung.

Armin Steiner (l.) und James Sattler nach ihrer Verabschiedung.

cek. Ergänzende Informationen hatte Gemeindepräsident Heinz Schumacher zu einzelnen Themen des Jahresberichtes parat: «Der Bau des Gebäudes am Wilweg 3 nimmt Formen an. Uns ist zugesagt worden, dass wir dieses im August 2016 beziehen können. Die Wohnung im Dachgeschoss werden wir zur Vermietung ausschreiben.» Damit bezog er sich auf das Schul- und Wohngebäude, deren Kauf die Stimmbevölkerung am 22. September 2015 beschlossen hatte. Weit fortgeschritten sei auch die Fusion der Musikschulen im Rontal, es bräuchte lediglich noch ein paar Bereinigungen. Ausserdem sei der Wettbewerb zur Ortsplanungsrevision gestartet und die öffentliche Auflage für dieses Jahr geplant. Zum letzten Mal erläuterte Gemeindeammann James Sattler die Rechnung 2015, die mit einem Aufwandüberschuss von rund 484’000 Franken abschloss. «Wir hatten eine sehr hohe Ausgabendisziplin», äusserte er. Sowohl Rechnung wie auch die Änderungen im Bebauungsplan D4 wurden von den anwesenden Stimmberechtigten grossmehrheitlich genehmigt. Letzteres zur Freude des anwesenden Gastes Bruno Kunz, Leiter des D4 Business Village sowie der SUVA als Bauherr des geplanten «Square One». mit neuer Zuversicht anstreben kann. Informiert wurde auch über die Geschäfte, über die die Rooterinnen und Rooter am 5. Juni an der Urne zu befinden haben: Den Verkauf des Grundstücks Nr. 1344 im Oberfeld sowie den Sonderkredit zur Erweiterung der Schulanlage Oberfeld.

Bis zu 26 Jahre die Treue gehalten
Für Gemeindeammann James Sattler und Schulvorsteher sowie stellvertretender Gemeinderatspräsident Armin Steiner war die Gemeindeversammlung die letzte als Behördenvertreter. James Sattler war 25 und Armin Steiner 16 Jahre Mitglied der Rooter Exekutive. Gemeindepräsident Heinz Schumacher: «Beide haben gezeigt, dass sie Mut aber auch das Kunstverständnis für die Politik besitzen. Davon profitieren wir alle, die wir in Root wohnen, leben und arbeiten. Denn Politik, und das wird oft vergessen, betrifft uns alle, politische Entscheide schaffen die Grundlagen für so Alltägliches wie z.B. Wasserversorgung, Abfallentsorgung oder die Leitung der Schulen. Dass sich James Sattler und Armin Steiner beständig und mit Bedacht für das Gemeinwohl in Root eingesetzt haben, verdient ein grosses Dankeschön.»
Der Gemeindepräsident betonte zugleich, dass es selten ist, dass Menschen ihren Arbeitgebern 25 Jahre die Treue halten und verriet über James Sattler, dass er nach seiner Wahl 1991 seine frühere Tätigkeit als Ingenieur aufgab. Schumacher weiter: «Er hatte immer den Weitblick und auch die Volksnähe. So erstaunt es auch nicht, dass ihm die Gemeindeversammlung jeweils mit starken Mehrheiten grünes Licht gab. Als Präsident der Vorgängerorganisation Verband Luzerner Gemeinden und des damaligen Regionalplanungsverband Luzern-Land schaute er über die Gemeindegrenzen hinaus und verstand es, die Interessen Roots wirkungsvoll einzubringen. Gerade in Baudossiers ist der Weg zum Ziel von Natur aus oft steinig. Doch James Sattler ging diesen jeweils konsequent und mit dem Wohl der von uns Rooterinnen und Rootern vor Augen.» Armin Steiner startete seine politische Karriere 1989 als Rooter Schulpflegepräsident. Sechs Jahre später wurde er für die CVP in den Luzerner Grossen Rat gewählt. Dort vertrat er mehrere Jahre Root und seine Wohnregion und erhielt dabei Einblicke in die gesamtkantonalen Zusammenhänge. «Ein wertvoller Rucksack, den er nach seiner Wahl zum Gemeinderat im Jahr 2000 in die Gemeindepolitik mitnahm», fügte Heinz Schumacher an. Als Schulverwalter hatte er ein 35 Prozent Pensum. Nebst dem übte er seinen angestammten Beruf aus und arbeitet heute als Prorektor für Biomedizinische Analytik an der Höheren Fachschule für Gesundheit in Luzern. Drei Schulhausbauten – Oberfeld,Wilbach und zuletzt Wilweg – fielen in seine Amtszeit. Zum Abschluss verantwortet er in diesem Jahr noch die Initialisierung für die Erweiterung des Schulhauses Oberfeld. Die Bevölkerung folgte jeweils allen Kreditanträgen von Armin Steiner zugunsten der Rooter Schulen mit starken Mehrheiten. «Zusätzlich zur Schule war Armin Steiner im Gemeinderat auch für die Kultur zuständig, was ihm den Übernamen Rooter Kulturminister einbrachte. Er war quasi der Alain Berset von Root und nahm in dieser Funktion Einsitz in der Regionalen Kulturkommission», offenbarte Heinz Schumacher und übergab ihm wie auch James Sattler Reisegutscheine. Am 25. August werden sie übrigens noch öffentlich verabschiedet. Seine Worte zur Rechnung hatte zum letzten Mal an der Gemeindeversammlung Rechnungskommissionspräsident Heinz Huber vorgetragen. 26 Jahre blickte er kritisch auf die Zahlen und stimmte auch des öftern zuversichtlich auf die finanzielle Zukunft Roots. Seine Berichte waren immer speziell. «Für uns Gemeinderäte war er ein wichtiger Sparringpartner», äusserte Heinz Schumacher und überraschte Heinz Huber mit einer Jahrespfeife und feinem Tabak.