Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Das Michaelkreuz-Rennen vom 7. und 8. Oktober 2017

Im Juli war das Starterfeld voll besetzt

Das Michaelskreuzrennen ist sehr beliebt. Hans Bründler, Initiant und Präsident der Interessengemeinschaft Michaelskreuzrennen, nennt die Gründe und ein paar Bijous, die in diesem Jahr zu sehen sind.

Hans Bründler

Hans Bründler

Hans Bründler, können Sie erklären, weshalb das Michaelskreuz-Rennen bei den Liebhabern von historischen Fahrzeugen so begehrt ist?
Die Strecke ist immer noch mit der früheren authentisch, als die sogenannten Bergprüfungs-Fahrten von Root auf das Michaelskreuz stattfanden. Wichtig ist, dass die Teilnehmer am Ende der Fahrt sofort über Adligenswil und die Götzentalstrasse zum Startgelände zurückkehren können und nicht das Ende der einzelnen Läufe abwarten müssen. Jene, die im Restaurant Michaelskreuz konsumieren möchten, finden genügend Parkmöglichkeiten vor.

Es haben sich mehr Interessierte angemeldet, als starten können. Wie erfolgte das Auswahlverfahren?
Grundsätzlich in der Reihenfolge der Anmeldungen. Alle anderen sind auf einer Warteliste aufgeführt. Fällt ein Fahrzeug aus, rückt eines aus der Warteliste nach.

Wer sind diese Fahrer?
Die meisten nehmen an verschiedenen Rennen hierzulande teil und stammen aus unterschiedlichen Gegenden der Schweiz.

Können Sie einige Bijous von historischen Fahrzeugen nennen, die bewundert werden können?
Jeder der Teilnehmer fährt eine Perle oder eine Besonderheit, so beispielsweise ein Bugatti aus der Gründungszeit der Bergprüfungsfahrt – so hiess damals das Michaelskreuz-Rennen. Weitere Bijous sind der Wikov mit Jahrgang 1934 oder der Riley 2-Seater Sport mit Baujahr 1939.

Mit wieviel km/h erklimmen die Oldtimer und Motorräder den Rooter Berg?
Das ist individuell. Jeder Rennteilnehmer kann sein Tempo selber wählen. Dazu gibt es keine Vorschriften. Auf dem letzten Teilstück der Strecke sind die Fahrzeuge auf jeden Fall schneller, als während des ersten grossen kurvenreichen Streckenabschnitts.

Was haben die Teilnehmer an einem solchen Event besonders zu beachten?
Der Pneudruck sollte optimal und das Fahrzeug gut gewartet sein. Genügend Öl und Wasser sollte selbstverständlich sein. Da Vorkriegsfahrzeuge über 6-Volt-Batterien verfügen, kann mit ihnen nicht unbeschränkt gefahren werden.

Was tun Sie für ein schönes Rennwetter am Wochenende vom 7. und 8. Oktober?
Ich habe das schon lange im Voraus bestellt.

Plakat Kopie

 

Interview mit knapp 90-jährigem Fiat

Interview mit einem Oldtimer

Root: Der Garagist Heinz Notter nahm an allen bisherigen Michaelskreuzrennen teil. In diesem Jahr erklimmt sein Fiat 521 C Grand Prix (Jahrgang 1929) zum dritten Mal den Rooter Berg. Nachfolgend ein Interview mit dem Oldtimer.

Buongiorno Fiat 521 C, wie fühlen Sie sich als 88jähriger?
Beschwingt, munter und voller Tatendrang.

Können Sie sich an Ihre Niederkunft erinnern?
Ich erblickte als Nachkomme des Fiat 520 mit 50 PS und einem 1,5 Liter Motor der Reihe 6 das Licht der Welt.

Wie viele Geschwister haben Sie, und stehen Sie mit Ihnen noch in Kontakt?
13000. Sie wurden in Italien, Deutschland oder England geboren. Da sich das Verhältnis zu ihnen ungünstig entwickelte, habe ich zu ihnen keinen Kontakt mehr.

Welche Teile an Ihnen stammen noch aus Ihrer Kindheit?
Mein innerer Kern wie Motor, Getriebe, Chassis, Achse und ein paar äussere Details wie Scheinwerfer, Armaturen und Räder.

Ihr toller Zustand lässt die Vermutung zu, dass Sie sich speziellen Schönheitsoperationen unterzogen haben. Ist dem so?
Ja, vor 30 Jahren unterzog mich der damalige Besitzer Arnold Chivers einem Facelifting, weil meine Haut Falten hatte und rostig war. Seither bin ich ein wunderschöner Sportwagen mit 120 PS.

Wie fanden Sie zu ihrem heutigen Besitzer Heinz Notter und was schätzen Sie an ihm?
Auf Umwegen. Arnold Chivers verkaufte mich an den Österreicher Gerhard Zenati. Mit ihm erlebte ich tolle Fahrten durch halb Europa. Aus persönlichen Gründen suchte er nach einem Käufer, der mich genauso liebte wie er und fand ihn in Heinz Notter. Zenati nahm mich noch an einer Rallye mit, bevor er sich von mir schweren Herzens verabschiedete.

Können Sie verraten, wie Heinz Notter Sie hegt und pflegt?
Er bewegt mich immer flott, unterzieht mich Tiefenbehandlungen und spendiert mir regelmässig Öl und Bleifrei Super 98 Oktan. Meine Kabel hat er vor einiger Zeit erneuert, damit ich wie ein junges Küken durch die Gegend fliegen kann. Ich darf zudem immer in der Nähe von Heinz Notter sein und ihm während seiner Arbeit zuschauen. Damit ich nicht zu viel Staub ansetze, deckt er mich hin und wieder zu.

Sie fühlen sich also wohl hier?
Ja, sehr.

Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft bzw. für ein weiteres langes Erdendasein?
Dass ich noch lange bei Heinz Notter sein, tolle Ausfahrten und Reisen machen sowie am Michaelskreuzrennen – das liebe ich besonders – teilnehmen kann. Ich hoffe, auch weiterhin von Blessuren verschont zu bleiben, und dass ich meinem Besitzer lange Freude bereite.

Was lieben Sie am Michaelskreuzrennen?
Die Kurven. Da werde ich gefordert. Auf dieser Strecke darf ich zudem mit offener Auspuffanlage fahren und nach Herzenslust brüllen.

 

Die Strecke

Das Auto aus dem Entlebuch

Streckendaten:

Start: 440 m.ü.M
Ziel: 745 m.ü.M.
Länge: 3,42 km

 

Erinnerung an die Bergprüfungsfahrten

Bugatti_Muff02

Am 5. Michaelskreuzrennen nehmen 160 Oldtimer, 10 Gespanne und 100 Motorräder teil. Einmal mehr erinnert dieses Rennen an die einstigen Bergprüfungsfahrten auf der historischen Bergstrasse von Gisikon-Root nach Michaelskreuz. Sechs solcher fanden in den Jahren 1923 bis 1926 sowie 1931 und 1933 statt. Damals starteten vorwiegend Motorräder wie auch Rennvelos, und der für Aufsehen sorgende, legendäre Bugatti Typ 35 Kompressor-Rennwagen mit Alois Muff am Steuer (Bild oben). Nachdem Muff seinen teuren Bugatti am 9.Juli 1933 bei einem spektakulären Unfall an einen Baum fuhr, fanden die Rennen nicht mehr statt. Der Bugatti von Alois Muff wurde restauriert und am ersten Michaelskreuz-Rennen im 2005 von Hans Matti aus L’Isle (VD) gefahren. In diesem Jahr ist ein Bugatti Typ 35 (Bild unten) mit Baujahr 1929 mit Kurt Hasler am Steuer auch dabei.

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Ausstellung und musikalischer Rennfahrer

pd./cek. Das 5. Michaelskreuzrennen wartet mit ein paar Attraktionen auf. So findet in der Schulhaus-Arena unmittelbar beim Festgelände eine Motorrad- und Auto-Ausstellung unter Beteiligung des 6-Zapfen-Club Innerschweiz statt. Dieser widmet sich der Erhaltung, Wiederherstellung und Pflege der Honda CBX. Drei Monteverdis des Verkehrshauses Luzern sind ebenfalls in der Arena zu bewundern.
Am Samstagmorgen, 7. Oktober, findet von 10 bis 11 Uhr, eine Matinee im Festzelt an der Schulstrasse mit den Swinging Boys statt. Kopf dieser Band ist der legendäre Autorennfahrer, ehemalige Rennstallbesitzer, Musiker und erfolgreiche Gastronom Walter Brun (links im Bild). Am Samstagabend tritt er ausserdem zusammen mit Pius Egli und Röbi Odermatt (rechts im Bild) von 17 und 20 Uhr erneut im Festzelt auf.

Attraktionen - Swinging Boys

Die Schulstrasse ist während der Michaelskreuzrennen eine der belebtesten Orte, wo sich Fahrzeuge und BesucherInnen begegnen. Auf dem Marchstein bei Fischer Fritz ist eine weitere Festwirtschaft vorzufinden. Nicht zu vergessen das Gasthaus Michaelskreuz, das sein Angebot auch auf Familien ausgerichtet hat.

 

Renntaxi-Fahrten für einen guten Zweck

Renntaxi

Drei lizenzierte Rennpiloten ermöglichen Besucherinnen und Besuchern am 5. Michaelskreuzrennen, die Strecke in einem Rennwagen und mit entsprechender Rennausrüstung live zu erleben. Eine Fahrt kostet je 80 Franken. Der Erlös aus den Renntaxi-Fahrten kommt dem Murimoos im aargauischen Muri (www.murimoos.ch) zugute.

 

Drei Passagierfahrten zu gewinnen

Passagierfahrt

Möchten Sie am Michaelskreuzrennen zuvorderst in der Corsoklasse am Samstag, 7. Oktober, um 13.15 Uhr oder 15.15 Uhr sowie am Sonntag, 8. Oktober, um 13.15 Uhr, mitfahren? Der Rigi Anzeiger verlost drei Passagierfahrten in einem Riley RMD Drophead Coupe (Bild) mit Jahrgang 1950 unter jenen Personen, die bis 26. September, eine E-Mail an wettbewerbe@rigianzeiger.ch oder eine Postkarte an Rigi Anzeiger, Industriestrasse 1, 6034 Inwil, mit dem «Stichwort» Rennen senden. Bitte Absender nicht vergessen und Wunschfahrzeit mitteilen.

 

Abfahrtzeiten

Die einzelnen Läufe starten jeweils in folgender Reihenfolge: Automobile (Corsoklasse) Motorräder, Motorrad-Gespanne, Automobile (Sportklasse), Formel- und Sportwagen. Den Abschluss bildet eine Showfahrt.

Samstag, 7. Oktober 2017
Start 1. Lauf: 9.30 Uhr
Mittagspause: ca. 12 Uhr (Die Strecke ist für Anwohner und
Gäste des Restaurant Michaelskreuz geöffnet)
Start 2. Lauf: 13.15 Uhr
Start 3. Lauf: 15.15 Uhr

Sonntag, 8. Oktober 2017
Start 4. Lauf: 9.30 Uhr
Mittagspause: ca. 12 Uhr (Die Strecke ist für Anwohner und
Gäste des Restaurant Michaelskreuz geöffnet)
Start 5. Lauf: 13.15 Uhr
Start 6. Lauf: 15.15 Uhr
Ende der Veranstaltung:ca. 18 Uhr

Zeitliche und kurzfristige Änderungen sind möglich. Auch können aus Sicherheitsgründen oder infolge Witterungseinflüsse Läufe gestrichen werden.

 

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