Rigi Anzeiger
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Das «Rössli» soll wieder galoppieren

Root: Wann geht es mit dem Rössli weiter? Eine Frage, die in letzter Zeit häufig gestellt wird. Aufschluss gibt die Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 22. November.

cek./pd. Das Gebäude mit dem einstigen Restaurant Rössli und sein jetziger Zustand bewegt die Gemüter seit Jahren. «Es wird renoviert, erweitert und soll seine Rolle als Seele des Dorfes zurück erhalten. Die heutige Eigentümerin, die Pensionskasse Stiftung Abendrot, unterstützt dieses Vorhaben aus Überzeugung», steht in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 22. November geschrieben. Im Umfeld des Rössli sind bereits die Bauarbeiten einer alters- und nutzungsdurchmischten Wohnüberbauung gestartet bzw. realisiert worden. Was das Rössli anbelangt, bedarf es einer denkmalgerechten Restaurierung, die finanziell sehr aufwändig ist. Diesbezüglich hat sich die Eigentümerin vertraglich verpflichtet, die Aussenhülle zu sanieren. Die originalgetreue Restaurierung des Restaurants – so der Gemeinderat – stellt einen zusätzlichen finanziellen Aufwand dar. Den kann die Pensionskasse Stiftung Abendrot trotz Quersubventionierung durch die Neubauten und einem Entgegenkommen nicht über einen künftigen Pachtzins vollumfänglich finanzieren. Aus diesem Grund hat sie Varianten für eine andere Nutzung erarbeitet und sah als einzige verbliebene Möglichkeit die Erstellung von Wohnungen an. «Bei einer Wohnnutzung würden die genannten historischen Elemente nicht restauriert und vor allem wäre die öffentliche Zugänglichkeit für immer verloren», schreibt der Gemeinderat dazu.

A-fonds-perdu-Beitrag der Gemeinde
Für den Gemeinderat und die meisten Rooterinnen und Rooter ist das Gebäude Rössli ohne Restaurant unvorstellbar. Nun soll mit einem einmaligen Gemeinde-Beitrag von 600’000 Franken die denkmalgerechte Sanierung des Restaurants ermöglicht werden. Bedingung ist, dass die Eigentümerin das Restaurant auch saniert und öffentlich zugänglich macht. Über den sogenannten A-fonds-perdu-Beitrag haben die Rooterinnen und Rooter am 22. November zu befinden. Der Gemeinderat hofft, dass er Zustimmung findet und erläutert: «Mit der Renovation der Fassade und einer Wohnnutzung verschwindet zwar der viel zitierte Schandfleck von Root, gleichzeitig würde aber ein wichtiges Kapitel der Geschichte von Root für immer geschlossen. Dies soll mit diesem einmaligen Beitrag verhindert werden; das ‹Rössli› soll wieder galoppieren.»

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