Rigi Anzeiger
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Das Rontal braucht den Tiefbahnhof

Ebikon erachtet den Ausbau des Schienennetzes als zwingend

Das von Kanton Luzern, Stadt Luzern, Verkehrsverbund Luzern und den SBB präsentierte Vorprojekt zum Tiefbahnhof Luzern kommt in Ebikon gut an. Das Konzept sei für die Verkehrsentwicklung des Rontals unerlässlich. Auch in Anbetracht des prognostizierten Wachstums von 40 Prozent bis im Jahre 2013.

 

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Daniel Gasser, Gemeindepräsident Ebikon:
«Ein elementarer Unterschied zum Doppelspurausbau liegt im Schutz der
Naturschutzgebiete und in der Erhaltung des Erholungsraumes am Rotsee.»

 

20 Millionen Franken standen zur Planung eines Vorprojekts für den Tiefbahnhof Luzern zur Verfügung. 30 Varianten wurden einer ersten Prüfung unterzogen. Sechs Varianten in der Folge vertieft geprüft und miteinander verglichen, bis die Bestvariante feststand: ein Durchgangsbahnhof mit einem 3,5 Kilometer langen Tunnel ab Ebikon und einer Seeunterquerung für Züge in Richtung Zug und Zürich. In einer zweiten Etappe folgt der Bau eines 2 Kilometer langen Neustadttunnels zur durchgehenden Linie Richtung Basel, Bern und ins Seetal.

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Das Vorprojekt sieht den Bau einer zusätzlichen Spur beim Bahnhof Ebikon vor. Die Zufahrt zum Dreilindentunnel liegt im Bereich des heutigen Reitstalls. Ein gutes und wichtiges Projekt, ist Gemeindepräsident Daniel Gasser überzeugt: «Der Tiefbahnhof ist für die Verkehrsentwicklung des Rontals und natürlich weit darüber hinaus für die ganze Zentralschweiz enorm wichtig. Um dem prognostizierten Wachstum von 40% bis 2030 (Quelle: LUSTAT) begegnen zu können, braucht es zwingend einen Ausbau des Schienennetzes.» Die konkreten Vorteile sieht Gasser im Viertelstundentakt in jede Richtung, und ein elementarer Unterschied zum Doppelspurausbau liege im Schutz der Naturschutzgebiete und in der Erhaltung dieses Erholungsraumes am Rotsee. In der Bauphase sei mit gewissen Beeinträchtigungen zu rechnen. Daniel Gasser dazu: «Die Gemeinde ist in die Planung involviert. Wir legen grossen Wert auf die Standorte der Bauinstallationsplätze, die Zu- und Wegfahrten sowie die Einhaltung der Schutzverordnungen im Bereich des Rotsees.»

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Den Zeithorizont von einer Realisierung bis 2030 erachtet Gasser als realistisch. Vorausgesetzt das Volk sagt im Februar 2014 an der Eidg. Abstimmung über die Finanzierung der Bahninfrastruktur (FABI) Ja. «Sehr wichtig erscheint es uns, dass die ganze Zentralschweiz am gleichen Strick zieht, da dieses Jahrhundertprojekt grosse Auswirkungen auf die ganze Region haben wird. Auch wirtschaftlicher Art.»

Die Gesamtkosten für den Durchgangsbahnhof betragen 2,4 Milliarden Franken. Die Frage nach einer allfälligen Beteiligung Ebikons beantwortet Daniel Gasser mit dem Hinweis, dass die Finanzierung in erster Linie Sache von Bund und der Zentralschweizer Kantone sei.