Rigi Anzeiger
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Das verlangt breite Abstützung

HansPeter Hürlimann, Gemeindeammann Meggen, zur Kreuztrotte

Dass der Gemeinderat die Abstimmung für einen Sonderkredit für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Kreuztrotte auf unbestimmte Zeit verschoben hat, sorgt in einigen Meggerkreisen für Unmut. HansPeter Hürlimann findet den Entscheid dennoch richtig.

HansPeter Hürlimann, können Sie den Unmut nachvollziehen?
Ja das kann ich nachvollziehen. Ich denke aber, dass der Entscheid richtig war. Im Rahmen des Wahlkampfes wurden so viele kontroverse Aspekte ins Spiel gebracht, dass ein Zwischenstopp sicher angebracht war. Zudem hat im September 2012 eine neue Legislatur mit zum Teil neuen Gemeinderäten begonnen.

Die Kreuztrotte in Meggen erhitzt weiter die Gemüter.

Die Kreuztrotte in Meggen erhitzt weiter die Gemüter.

Das Abstimmungsdatum wurde noch vom alten Gemeinderat festgelegt. Wie hat sich die Ausgangslage denn zwischenzeitlich verändert?
Im Juli 2012 wurde die Trotte in das kantonale Denkmalverzeichnis aufgenommen. Dem Gemeinderat geht es jedoch nicht nur um die Kreuztrotte, sondern um das ganze Areal der Kreuzmatte. Wir wollen diese rund 4800 Quadratmeter grosse Parzelle einer sinnvollen Nutzung zuführen. Das Areal soll für preisgünstiges Wohnen, Gewerbe und öffentliche Zwecke zur Verfügung stehen. Gemäss Zonenplan sind drei Viertel des Areals für Wohnungen und ein Viertel für gewerbliche Nutzung zu verwenden.

Zur Nutzung der Kreuztrotte liegen bereits Analysen vor, ebenso Bedürfnisabklärungen. Trotzdem wird nun eine Nutzwertanalyse erstellt. Was erhofft sich der Gemeinderat davon?
Mit der Nutzwertanalyse wird der Fächer wieder geöffnet und Varianten werden miteinander verglichen. Auf Grund der Rückmeldungen aus der Bevölkerung erachten wir dieses Vorgehen als sinnvoll. Es werden verschiedene mögliche Szenarien in Betracht gezogen, von einer minimalen Erhaltungsvariante bis zur Vollsanierung. Dabei wird auch die Abgabe im Baurecht oder sogar ein Verkauf berücksichtigt.

Liegen bereits erste Erkenntnisse vor?
Bei der Nutzwertanalyse handelt es sich um eine Variantenbetrachtung mit Bewertung verschiedener Kriterien. Der Gemeinderat wird die Resultate noch vor Ostern diskutieren, das weitere Vorgehen beschliessen und anschliessend die Bevölkerung informieren.

Und wie verhält es sich bezüglich der Abstimmung? Werden die Bürgerinnen und Bürger mitreden können?
Eine erste Mitwirkung wurde bereits im Jahre 2011 gemacht. Wie der Gemeinderat im Vorfeld einer Abstimmung informieren und eine Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger durchführen wird, ist heute noch nicht definiert. Dem Gemeinderat ist es jedoch wichtig, eine breit abgestützte Lösung zum Nutzen der Gemeinde zu finden.