Rigi Anzeiger
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Delegierte treffen sich zur Jahresversammlung

Inwil: Traditionsgemäss am Ort des jährlichen Verbandsschwingfestes findet morgen Samstag, 17. Januar, im Zentrum Möösli in Inwil die Delegiertenversammlung des Luzerner Kantonalen Schwingerverbandes statt.

schwingen

Das Luzerner Kantonalschwingfest 2015 findet am 7. Juni auf dem Schul- und Sportgelände der Gemeinde Inwil statt. Organisator dieses kantonalen Grossanlasses ist der Schwingklub Oberhabsburg zusammen mit der Gemeinde Inwil. Zum insgesamt zehnten Mal in der 90-jährigen Vereinsgeschichte wird das Kantonalschwingfest damit im Gebiet des Schwingklubs Oberhabsburg ausgetragen. Erstmals war das in Perlen im Jahr 1931 der Fall, letztmals 2008 in Adligenswil. Inwil ist nach 1984 zum zweiten Mal Gastgeber für das «Kantonale».

Delegierte wählen künftige Festorte
Für die Jahrestagung der Luzerner Schwinger erwartet man in Inwil am Samstag rund 220 Delegierte aus den neun Luzerner Schwingklubs. Der Marbacher Verbandspräsident Pius Kaufmann wird die Sitzung um 13.15 Uhr eröffnen. Unter anderem stehen die Bewerbungen der künftigen Festorte für die kantonalen Aktiv- und Nachwuchsschwingfeste auf der Traktandenliste. Für den Nachwuchsschwingertag 2016 bewirbt sich der Schwingklub Wiggertal, für das Kantonalfest der Aktiven der Entlebucher Schwingerverband.
Da es ein Wahljahr ist, werden der Vorstand und die weiteren Chargenverantwortlichen neu bestimmt. Die Technischen Leiter lassen in ihren Jahresberichten das Schwingerjahr 2014 nochmals Revue passieren. Spezielle sportliche Leistungen werden gewürdigt und einige Leute für ihre Verdienste im Sinne des Schwingens geehrt. Welche das sind, bleibt bis am Samstag natürlich geheim.

Bestens auf Kurs
Die Vorbereitungen für das Kantonale in Inwil laufen seit rund eineinhalb Jahren und gehen nun in die Finalphase. «Nach ein paar geruhsamen Festtagen haben die Detailplanungen in den Ressorts begonnen», sagt OK-Präsident Fabian Peter. «Wir sind bereit und überzeugt, in Eibu ein tolles Fest auf die Beine zu stellen.» Das Festtagswochenende beginnt mit einem Unterhaltungsabend am Freitag. Der vorwiegend volkstümlich geprägte Anlass wird von Musikern und Sängern aus der Region gestaltet und ist in erster Linie für die Lokalbevölkerung gedacht.
Für rockige Abwechslung ist mit dem Eschenbacher Stargast, dem Blues-Rock-Musiker Fabian Anderhub mit Band, ebenfalls gesorgt. Am Samstagnachmittag wird der Gabentempel offiziell eröffnet. Den Fokus des Festwochenendes legen die Verantwortlichen aber unbestritten auf den Sonntag mit dem Sport im Sägemehl.

Muni «Mars» für den Sieger
Die rund 200 antretenden Schwinger aus dem ganzen Kanton Luzern sowie einige Gästeschwinger aus weiteren Teilverbänden erwarten viele schöne Gaben. Der Gabentempel – von einem 20-köpfigen Sammlerteam unter der Leitung von Vizepräsident und Gabenchef Alois Isenegger zusammengetragen – wird sich ebenso vielseitig wie reichhaltig präsentieren. «Jeder Schwinger kann einen schönen Preis mit nach Hause nehmen», versichert Alois Isenegger.
Der Siegerpreis ist der kürzlich präsentierte und auf den Namen Mars getaufte Braunviehstier aus dem Stall von Ruedi Stettler aus Meierskappel. Die Athleten auf den beiden Ehrenplätzen erwarten zwei Rinder als weitere Lebendpreise.

«Eibu» ist bereit
«Das Gesamtbudget für das Fest liegt bei rund 600’000 Franken», erklärt Fabian Peter. Die 50 OK-Mitglieder sind seit knapp zwei Jahren an der Planung. Über 400 Helferinnen und Helfer stehen insgesamt für das Fest im Einsatz. «Alle 30 Jahre können wir die Eibeler für einen solchen Anlass gut begeistern», meint Peter schmunzelnd. Für die Schwingklubs allerdings, die alle paar Jahre einen solchen Grossanlass organisieren müssen, sei es schwieriger. «Diese Herausforderung ist nicht einfach zu meistern und verdient hohen Respekt.»
Zusammen mit der Bevölkerung von Inwil hat der Schwingklub Oberhabsburg diese Hürde ein weiteres Mal geschafft. Am 7. Juni 2015 wird für das Schwingervolk in der 2400-Seelen-Gemeinde alles bereit sein. Der OK-Präsident unterstreicht: «Es wird uns eine Ehre und Freude sein.» Martha Zurfluh

 

Herzlich willkommen in Inwil

Im Namen des Gemeinderates heisse ich die Delegierten des Luzerner Kantonalen Schwingerverbandes zu ihrer Tagung in Inwil herzlich willkommen. Es ist mir und der ganzen Gemeinde eine Ehre und grosse Freude, das 96. Luzerner Kantonalschwingfest am 7. Juni bei uns durchzuführen. Wir sind stolz, nach gut 30 Jahren erneut Austragungsort dieses bodenständigen traditionellen Sportanlasses zu sein. Ein grosser Teil unserer Dorfbevölkerung wird aktiv am Fest mitwirken und zum guten Gelingen beitragen. Darauf bin ich stolz und ich danke allen ganz herzlich für den grossartigen Einsatz. Wir sind überzeugt, zusammen mit dem Schwingklub Oberhabsburg ein würdiges Fest auf die Beine zu stellen.
Den Delegierten wünsche ich eine gute Versammlung und am 7. Juni allen ein unvergessliches Kantonalschwingfest bei uns z‘Eibu. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen allen!

Josef Mattmann
Herzliche Grüsse, Sepp Mattmann, Gemeindepräsident Inwil

 

 

Nachgefragt bei Fabian Peter, OK-Präsident

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Fabian Peter ist Gemeindeammann von Inwil und OK-Präsident des 96. Luzerner Kantonalschwingfestes vom 7. Juni 2015. Im Gespräch erzählt er, wie weit die Vorbereitungen sind, wieso er dieses Amt übernommen hat und welchen Bezug er zum Schwingen hat.

Es dauert noch rund fünf Monate bis zum Fest. Wie laufen die Vorbereitungen?
Wir sind auf Kurs, der Fahrplan stimmt. Die Weihnachtspause tat uns allen gut. Jetzt geht es mit Hochdruck an die Detailplanung. Es wird uns die nächsten Wochen und Monate bestimmt nicht langweilig (schmunzelt).

Wie viele Leute stehen für das Fest im Einsatz, in der Vorbereitung und am Festtag selber?
Im Organisationskomitee sind rund 50 Leute an der Arbeit, verteilt auf die sieben Hauptressorts. Insgesamt werden rund 450 Personen als Helfer für das Fest im Einsatz stehen.

Worin liegt die grösste Herausforderung?
Die Koordination und Kommunikation der einzelnen Ressorts ist sehr wichtig. Es braucht eine gute Absprache untereinander und der Austausch muss klappen. Wir haben das mittlerweile ganz gut im Griff. Am Festtag selber ist sicher die Verpflegung der rund 3000 bis 4000 Besucher innerhalb der einstündigen Mittagspause eine Herausforderung.

Was war Ihre Motivation, das Amt des OK-Präsidenten zu übernehmen?
Schweizer Traditionen wie Schwingen und Jodeln liegen mir am Herzen. Das Bodenständige und Urwüchsige daran fasziniert mich, ich spüre Heimat und trotzdem eine Offenheit für Neues. Deshalb musste ich auch nicht lange überlegen, als ich vom Schwingklub Oberhabsburg für dieses Amt angefragt wurde.

Wie nahe stehen Sie persönlich dem Schwingsport?
Ich gehe gerne als Besucher an grössere Schwingfeste. Ein paar meiner einstigen Eibeler Schulkollegen sind ausserdem im Schwingklub Oberhabsburg mit dabei. Wir waren damals eine gute Clique und oft in der Freizeit zusammen unterwegs. Es freut mich, mit diesen und vielen anderen Leuten gemeinsam das Kantonale bei uns zu organisieren.

1984, also vor 31 Jahren, hat bereits ein „Kantonales“ in Inwil stattgefunden. Erinnern Sie sich persönlich noch daran?
Ich war damals erst achtjährig und habe deshalb keine grosse Erinnerung an den Anlass. Aber mein Vater und viele andere ältere Eibeler haben tolle Geschichten zu diesem Fest zu erzählen. Es ist allen noch bestens in Erinnerung. Ich werde auch oft von den Leuten aus dem Dorf in dieser Sache angesprochen. Die Vorfreude ist bei allen gross.

Welchen Effekt erwarten Sie für ihre Gemeinde?
Es ist ein Anlass mit kantonaler Ausstrahlung. Wir möchten zeigen, dass wir trotz der Nähe zur Stadt eine ländliche Gemeinde geblieben sind wo man sich gegenseitig hilft und sich für eine Sache zu engagieren weiss. Unsere Gemeinde verbindet bewusst Tradition mit Moderne und Offenheit. Das Schwingfest ist für uns eine gute Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen.

Bietet Inwil überhaupt infrastrukturmässig die nötigen Voraussetzungen für einen Anlass dieser Grössenordnung?
Ja. Das Fest hat eine Grösse, die wir mit unserer neuen Infrastruktur Bildung und Sport sowie dem Gemeinde- und Pfarreizentrum Möösli sehr gut meistern können. Es sind vergleichsweise geringe bauliche Massnahmen nötig. Das ist perfekt. Viel grösser ginge es aber nicht mehr.

Als Vizepräsidenten stehen Ihnen Alois Isenegger und Patrick Stadelmann vom Schwingklub Oberhabsburg zur Seite. Wie sind die Aufgaben verteilt?
Die beiden bringen den nötigen Hintergrund aus der Schwingerszene mit. Das ist unablässig. Aus meiner Sicht bilden wir ein sehr gutes Team. Im engeren OK hat man darauf geachtet, die Ressortleitungen zu gleichen Teilen aus dem Schwinger- sowie dem Gemeindeumfeld abzudecken. Diese Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.

Was gibt es als nächstes konkret zu tun für das OK und seit wann laufen die Vorbereitungen eigentlich schon?
Im Mai 2013 haben die ersten Kontakte und Gespräche stattgefunden. Im November darauf hatten wir die Leute des engeren OK mehr oder weniger beisammen. Die Startsitzung war dann im Januar 2014. Seither finden monatlich eine Sitzung im Ausschuss sowie alle zwei Monate eine im engeren OK statt. Die Grobplanung konnten wir Ende Jahr abschliessen. Jetzt beginnen wir mit den Details und der Feinabstimmung unter den Ressorts. Wie bereits gesagt, der Fahrplan stimmt und wir freuen uns jetzt schon auf den Moment, wenn es am 7. Juni heisst: zäme id Hose!
Interview Martha Zurfluh